Bitcoin Prognose: $500K in 2026? Willy Woo winkt ab: Die Rallye hat ein Ablaufdatum – ab wann wird’s bearish?
Kommt 2026 der Bitcoin-Absturz? Willy Woo bremst Erwartungen, Glassnode sieht Chancen. Analyse zur Marktlage und zu den Risiken für Anleger.
Bitcoin Prognose: Warum Willy Woo für 2026 skeptisch ist – und weshalb Glassnode dennoch Spielraum nach oben sieht.
Foto: Smarterpix / Elena Schweitzer
Willy Woo, einer der bekanntesten On-Chain-Analysten der Welt, sorgt mit einer neuen Bitcoin Prognose für Aufsehen: Seinen Daten zufolge hat die jüngste Rallye auf den Krypto-Märkten schon ein Ablaufdatum – er macht sich für 2026 keine großen Hoffnungen. Die Experten von Glassnode hingegen äußern sich etwas differenzierter zu den Aussichten. Was sollten Anleger wissen – wie wird 2026?
Bitcoin Prognose 2026: Jetzt kommt’s drauf an
2025 blieb hinter den Erwartungen zurück – nun sind alle Augen auf das noch junge Jahr gerichtet: Bitcoin (BTC) muss 2026 Stärke demonstrieren, da sind sich Analysten einig. Auseinander gehen die Meinungen jedoch bei der Frage, ob er das tun kann und wird. „Für mich schreit der Chart nach mehr Aufwärtspotenzial“, kommentiert der beliebte Krypto-Experte Michaël van de Poppe beispielsweise in einer aktuellen Bitcoin Prognose. „[BTC] hat eine wichtige Widerstandszone durchbrochen. […] Er hat 94.000 Dollar als Unterstützung erreicht und konsolidiert sich gerade“, so der Holländer an seine mehr als 800.000 Follower auf X.
Die Folge: Es werde womöglich „eher Tage als Wochen“ dauern, bis der Bitcoin-Kurs erneut die 100.000-Dollar-Marke testet. Oder, anders formuliert: Kurzfristig ist kräftig Druck im Kessel – neue lokale Höchststände werden wahrscheinlich. Nicht ganz so optimistisch blickt eine neue Analyse von Glassnode auf die Märkte. Bitcoin befindet sich der Prognose zufolge „weiterhin in einer Phase geringer Volatilität“ – und dieses Auf-der-Stelle-treten „verschleiere“ die zunehmende Fragilität und die unklare Richtung der Kryptowährung.
Nichtsdestotrotz erscheine die Situation „zunehmend konstruktiv“: Der Verkaufsdruck schwinde, weshalb auch „relativ moderate Zuflüsse“ den Kurs stark steigen lassen könnten. Das Fazit der Prognose: Sollten sich Spot-Akkumulation und ETF-getriebene institutionelle Nachfrage weiter erholen, könnte eine „erneute Trendausweitung“ folgen.
Bitcoin: Crash im März?
Der Blick auf den Gesamt-Kryptomarkt bestätigt das uneinheitliche Bild: Top-Performer wie Decred (DCR, +37,48% in den letzten 24 Stunden), Internet Computer (ICP, +9,59 Prozent) oder Privacy-Coin Zcash (ZEC, +5,12%) legen kräftig zu, während es für Assets wie Story (IP, -32,12%), Lighter (LIT, -15,44%) oder Memecoin Pepe (PEPE, -7,89%) rasant abwärts geht. Bitcoin hingegen kommt auf ein Wochen-Plus von 7,43%, greift gerade die 97.000-Dollar-Marke an. Bullishes Momentum, das sich womöglich noch einige Wochen zieht – nur um dann ins völlige Gegenteil zu kippen.
Diese Sorge äußert Top-On-Chain-Analyst Willy Woo in seiner Prognose. Der Neuseeländer gilt als einer der renommiertesten „Bitcoin-Versteher“: Er analysiert Blockchain-Kennzahlen wie Netzwerkaktivität, Kapitalflüsse oder Angebotsdynamiken, zieht damit Rückschlüsse auf Marktzyklen und langfristige Trends. Nun sagt Woo: Er sei bullish auf Bitcoin bis Ende Februar – doch für den Rest des Jahres 2026 bearish. Warum?
Bitcoin: Willy Woo nennt irres Preisziel
In seiner vielbeachteten Bitcoin Prognose erläutert Woo: Er bleibe für 2026 pessimistisch, da die Liquidität in Relation zum Preis seit Januar 2025 zurückgegangen sei. Seiner Einschätzung nach befindet sich Bitcoin in der Endphase des Bullruns. Es müsse ein „massiver Zufluss“ an längerfristiger Liquidität kommen, um den rückläufigen Trend zu durchbrechen.
Immerhin: Vom langfristigen Erfolg der Kryptowährung ist der Top-Experte weiterhin überzeugt. Er rechnet den Wert allerdings nicht mehr in Dollar – der werde schließlich kontinuierlich entwertet. Woo teilt für sein Preisziel vielmehr das erwartete globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) durch Bitcoins Gesamtversorgung von 21 Millionen Stück. Irre: Dadurch ergibt sich Woos Berechnungen zufolge in den nächsten zwei Jahrzehnten ein potenzieller Bitcoin-Preis von rund 20 Millionen Dollar – mit einer Schwankungsbreite von etwa 10 bis 30 Millionen Dollar. Damit kann man arbeiten.
Volksbank Bayern Mitte testet Bitcoin für Kreditvergabe
Bullishe Entwicklung bei der Bitcoin-Adaption: Die Volksbank Bayern Mitte testet momentan den Einsatz von BTC als Sicherheit bei der Kreditvergabe – ein außergewöhnlicher Schritt im deutschen Bankensektor. Konkret prüft der Krypto-Vorreiter, ob Bitcoin künftig als zusätzliche Besicherung – etwa bei Immobilienfinanzierungen – akzeptiert werden kann. Damit wagt die Genossenschaftsbank einen Schritt, der noch vor wenigen Jahren im klassischen Bankenumfeld undenkbar gewesen wäre. Auslöser der Entwicklung: das wachsende Krypto-Vermögen vieler Kunden, das bislang kaum in traditionelle Finanzierungsmodelle eingebunden werden kann.
Eine zentrale Herausforderung dabei: die hohe Volatilität von Bitcoin. Entsprechend starke Kursschwankungen könnten den Wert der hinterlegten Sicherheit innerhalb kurzer Zeit deutlich reduzieren. Um dieses Risiko zu begrenzen, setzt die Volksbank auf einen speziellen Mechanismus, der Kursverluste abfedern und die Stabilität der Besicherung gewährleisten soll. Details dazu sind zwar noch nicht bekannt – denkbar sind jedoch Sicherheitsabschläge, zusätzliche Puffer oder automatisierte Nachbesicherungen.
Der Testlauf zeigt, wie stark sich die Wahrnehmung von Bitcoin verändert hat: vom spekulativen Nischen-Asset hin zu einem potenziell bankfähigen Vermögenswert. Sollte sich das Modell bewähren, könnte es Signalwirkung für andere Kreditinstitute haben und langfristig dazu beitragen, Kryptowährungen stärker in das traditionelle Finanzsystem zu integrieren. Eine Entwicklung, die in den USA beispielsweise rasant voranschreitet.
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