Bitcoin: KI-Jobkrise als Auslöser! Top-Analyst Arthur Hayes sieht neuen Krypto-Bullrun 2026 – was steckt dahinter?
Per Krise zum Krypto-Bullrun: Klingt paradox, ist aber im Kern die aktuelle Bitcoin Prognose von Arthur Hayes. Der ehemalige Deutsche-Bank-Trader sieht 2026 als das Jahr, in dem eine KI-getriebene Job- und Bankenkrise zunächst für Chaos sorgt – Bitcoin aber anschließend auf neue Höhen katapultiert. Wie soll das passieren?
Ex-Deutsche Bank-Trader Arthur Hayes erwartet nach KI- und Bankenkrise einen neuen Bitcoin-Bullrun – während PlanB und Michael van de Poppe kurzfristig weiter Turbulenzen sehen.
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Prognose: Bitcoin als Frühwarnsystem für Finanzkrisen
Von 92.500 Dollar auf bis zu 62.704 Dollar, ein Rückgang um fast $30K – und das in nur vier Wochen: Die Bären machen Bitcoin (BTC) weiterhin zu schaffen. Top-Analyst PlanB versichert seinen mehr als 2,1 Millionen Followern auf X zwar, der Kurs bewege sich „wie am Schnürchen“ und sei weiterhin auf dem Weg zu Rekordpreisen. Kurzfristig könnte es aber wieder wild werden. Darauf verweist der beliebte Krypto-Analyst Michael van de Poppe in einer neuen Prognose.
„Die Volatilität von Bitcoin ist so niedrig wie seit dem Crash nicht mehr. Das bedeutet: Eine große Bewegung steht bevor.“ Ob nach oben oder nach unten, das bleibt abzuwarten. Fest steht: Substanziell Richtung Allzeithoch wird’s so schnell nicht gehen. Poppe blickt auf den Bereich zwischen 80.000 und 85.000 Dollar, möchte hier Gewinne mitnehmen. Sprich: Mit einem nennenswerten Anstieg darüber hinaus rechnet auch der Holländer aktuell nicht. Das deckt sich mit der allgemeinen Bitcoin Prognose für 2026. Viele Vorhersagen erwarten erst ab der zweiten Jahreshälfte neue Nachfrage und frisches Momentum. Eine davon stammt von Ex-Deutsche-Bank-Trader Arthur Hayes, einem der bekanntesten Branchenbeobachter.
Bitcoin Prognose: KI vernichtet Jobs, Banken geraten ins Wanken
Hayes‘ Kernthese ist so einfach wie provokant: Künstliche Intelligenz á la ChatGPT, Claude und Co. wird schon bald Millionen gut bezahlter Wissensarbeiter in den USA ersetzen. Der Prognose zufolge würden bereits dann massive Kreditausfälle entstehen, wenn nur 20% der rund 72 Millionen Analysten, Juristen, Programmierer oder Marketing-Experten ihren Job verlieren.
Hayes rechnet mit rund 557 Milliarden Dollar an Verlusten für US-Banken aus Konsumentenkrediten und Hypotheken. Das wäre etwa halb so heftig wie die Finanzkrise 2008 – aber wesentlich schneller und konzentrierter, weil digitale Jobs rascher wegfallen als physische Fabrikarbeitsplätze. Kleinere, schwächer kapitalisierte Institute würden in dem Fall als erste ins Wanken geraten – eine Wiederholung der Regionalbankenkrise von 2023, aber in größerem Maßstab. Die Folge laut Hayes: Die US-Notenbank muss massiv gegensteuern und in großem Stil Gelddrucken – und genau das ist historisch der stärkste Treiber für den Bitcoin-Kurs.
Vergleichbare Szenarien haben BTC in der Vergangenheit explosiv nach oben getrieben, zuletzt 2023. Hayes erwartet eine Wiederholung dieses Musters im Jahr 2026. Für Bitcoin-Anleger skizziert er deshalb zwei Szenarien: Entweder war der Rückgang von rund 126.000 Dollar auf etwa 60.000 Dollar bereits die vollständige Korrektur – und Aktien fallen jetzt nach, während Bitcoin bereits die Talsohle gesehen hat.
Oder Bitcoin fällt im Zuge eines breiten Marktcrashs noch einmal deutlich tiefer, möglicherweise unter 60.000 Dollar, bevor das Eingreifen der Notenbank die nächste große Rallye startet. So oder so hält Hayes ein neues Allzeithoch deutlich oberhalb von 126.000 Dollar für das wahrscheinliche Ergebnis – die Frage ist nur: Wie anstrengend wird der Weg dorthin für Anleger?
Bitcoin: Kleinanleger verkaufen an Firmen, Fonds und Staaten
Die zögern momentan ohnehin schon mit einem Investment – stattdessen kaufen vermehrt Unternehmen, Fonds und Staaten. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Bitcoin-Analyseunternehmens River, die für 2025 eine bemerkenswerte Verschiebung in der Bitcoin-Eigentümerstruktur dokumentiert. So haben Unternehmen ihre Bitcoin-Bestände um knapp 489.000 BTC aufgestockt, Fonds und ETFs kamen auf ein Plus von rund 205.000 BTC, Regierungen auf immerhin 135.000 BTC. Dem gegenüber stehen die Investments von Privatpersonen – mit einem Minus von 696.000 BTC.
Individuelle Anleger sind 2025 also massiv ausgestiegen, während institutionelle und staatliche Käufer diese Coins bereitwillig absorbiert haben. Das passt zu Hayes’ Prognose: Wer die Zusammenhänge versteht – steigende Geldmenge, drohende Bankenkrise, Fed-Pivot als Katalysator – kauft. Wer hingegen kurzfristig denkt oder auf Kursgewinne wartet, trennt sich bei Korrekturen zügig von den Coins. Wer liegt am Ende richtig?
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