Bitcoin: Google schlägt Alarm! Prognose: Quantencomputer & Bitcoin – in nur 9 Minuten geknackt?
Google-Forscher schlagen Alarm: Plötzliche Fortschritte in der Entwicklung von Quantencomputern könnten Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) viel früher knacken als bislang gedacht. Werden Kryptowährungen noch vor 2030 wertlos?
Google warnt: Quantencomputer könnten Bitcoin in nur 9 Minuten knacken.
Foto: PantherMedia / Dusan Zidar
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Quantencomputer und Bitcoin: Wie ernst ist die Lage?
Eine neue Studie von Google versetzt die Krypto-Welt derzeit in Aufruhr: Laut der Analyse des Suchmaschinen-Riesen könnte ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer die Verschlüsselung von Bitcoin bald innerhalb weniger Minuten knacken! Das bedeutet: Ein Angreifer könnte theoretisch Transaktionen abfangen, noch bevor sie vom Netzwerk bestätigt werden.
Ein Schock für viele Analysten und Branchenbeobachter: Bislang ging das Gros davon aus, dass entsprechend performante Supercomputer noch einige Jahre auf sich warten lassen. Google scheint diesbezüglich nun nicht mehr so entspannt. „Das ist verrückt“, kommentiert etwa Haseeb Qureshi, Managing Partner bei Dragonfly Capital, einem der größeren Krypto-Venture-Capital-Fonds. „Wir sprechen nicht mehr von Mitte der 2030er Jahre“, so Qureshi – Google blickt bereits auf 2029 als Übergangsjahr.
Zusätzlich brisant: „Sie halten dieses Ergebnis für so gravierend, dass sie die tatsächlichen Schaltkreise nicht veröffentlichen. Stattdessen haben sie einen ZKP veröffentlicht, der beweist, dass sie den Quantenschaltkreis mit diesen Eigenschaften kennen.“ Das, so Qureshi, sei „sehr untypisch“ und zeige: Google hält das für eine ernste Angelegenheit. Seine Forderung: Sämtliche Blockchains bräuchten jetzt sofort einen Übergangsplan. Für Anleger stellt sich natürlich die Frage: Wie real ist die Quantenbedrohung jetzt wirklich – und was bedeutet sie für das eigene Bitcoin-Investment?
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Prognose: Bitcoin bald von Quantencomputern geknackt?
Kurz der Hintergrund: Um seine Transaktionen und Wallets abzusichern, nutzt Bitcoin die sogenannte elliptische Kurvenkryptografie (ECDSA). Die hat sich bisher zwar hervorragend bewährt. Sie wurde jedoch bereits Mitte der 1980er Jahre konzipiert – lange bevor Quantencomputer als ernsthafte Bedrohung für Kryptografie erkannt wurden.
Das Problem: Solange eine Bitcoin-Transaktion im sogenannten Mempool wartet – also noch nicht in einen Block aufgenommen wurde – ist der sogenannte öffentliche Schlüssel einsehbar. Durchschnittliche Dauer: 10 Minuten. Die Gefahr: Google zufolge sind Quantencomputer bald so leistungsstark, dass sie diese Schlüssel in nur 9 Minuten knacken können. So hätten die Superrechner ein für sie großzügiges Zeitfenster, um die Transaktion abzufangen und umzuleiten.
Experten fordern schon seit Monaten entsprechende Lösungen – die jüngste Quantencomputer-Studie von Google und begleitende Forschungspapiere heizen die Diskussion nun zusätzlich an. Die drängende Frage ist: Wie schnell kann Bitcoin einen potenziellen Schutz vor Quantencomputern integrieren?
Bitcoin: BIP-360 – Lösung für die Quantengefahr?
Tatsächlich bleibt der aktuelle Stand bei Bitcoin diesbezüglich ernüchternd. Während Unternehmen wie Google ihre interne Migration zu post-quanten-sicherer Kryptografie bis 2029 abschließen wollen und Ethereum bereits seit Jahren zumindest vorgibt, eine Post-Quantum-Roadmap zu verfolgen, tut sich im Bitcoin-Core-Umfeld bisher wenig.
Die Mehrheit der einflussreichen Bitcoin-Entwickler stuft die Quantenbedrohung weiterhin als langfristig und lediglich theoretisch ein. Der Tenor: alles halb so wild – noch sind Quantencomputer keine wirkliche Gefahr für BTC. Immerhin – ein erster Schritt ist getan: BIP-360 (Pay-to-Merkle-Root / P2MR) – ein Verbesserungs-Vorschlag für Bitcoin, ein potenzielles Quantencomputer-Update.
Seit Anfang 2026 liegt es vor, wird derzeit intensiv diskutiert. Ziel des Upgrades: den öffentlichen Schlüssel deutlich kürzer zu exponieren. Aber, wichtig: BIP-360 ist kein vollständiger Post-Quanten-Schutz, sondern lediglich ein Zwischenschritt, der Bitcoin auf zukünftige Quanten-Upgrades vorbereitet. Erste Tests laufen zwar bereits – doch bis zur möglichen Aktivierung per Soft Fork dürfte es noch einige Jahre dauern.
Womöglich zu lange, warnen Kritiker wie Bitcoin-Investor Nic Carter: Die Entwickler würden das Quantenrisiko weitgehend ignorieren und dabei riskieren, gegenüber Ethereum ins Hintertreffen zu geraten. Auf X kommentiert er hierzu augenzwinkernd: „Es ist okay, ,die haben das im Griff’. Die werden einfach ,Quantenresistenz aktivieren’.“
Kurzum: Die Uhr tickt – und die jüngsten Fortschritte bei Quanten-Hardware und Fehlerkorrektur legen nahe, dass „abwarten und Tee trinken“ womöglich keine gangbare Strategie mehr ist. Denn: Selbst wenn sich die Quantenbedrohung am Ende als überschätzt herausstellen sollte, kann es für Bitcoin bereits schädlich sein, wenn eine wachsende Zahl von Anlegern und Institutionen davon ausgeht, dass sie real ist. Aktuell notiert Bitcoin (BTC) nach einem Rückgang um -24% seit Jahresbeginn bei 66.743 Dollar.
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