Zehn Kilowatt Leistung 09.05.2014, 12:09 Uhr

Schiffe der US-Navy schützen sich mit Laser gegen Bootsangriffe

Bis zu zwei Kilometer entfernte Boote soll der Hochleistungslaser Adam zerstören können. Erfinder der zehn Kilowatt starken Waffe ist das US-amerikanische Rüstungsunternehmen Lockheed Martin. Adam soll in Zukunft Schiffe der US-Navy vor Angriffen kleiner Boote schützen. 

USS Ponce der US-Navy: Kriegsschiffe wie diese können sich in Zukunft mit dem Laser Adam gegen Angriffe kleiner Boote wehren, die beispielsweise dem Lenkwaffenzerstörer Cole zum Verhängnis wurden. 

USS Ponce der US-Navy: Kriegsschiffe wie diese können sich in Zukunft mit dem Laser Adam gegen Angriffe kleiner Boote wehren, die beispielsweise dem Lenkwaffenzerstörer Cole zum Verhängnis wurden. 

Foto: US-Navy

Lockheed Martin mit Sitz in Bethesda im Bundesstaat Maryland ist das mit Abstand größte amerikanische wehrtechnische Unternehmen – in Deutschland nicht zuletzt bekannt durch den berühmt-berüchtigten Starfighter. Seit den Hochzeiten des Kalten Krieges entwickelt Lockheed Laserwaffen. Dabei geht es auch heute noch hauptsächlich um die Abwehr der Interkontinentalraketen.

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Kleine Boote beschädigten den Lenkwaffenzerstörer Cole

Mit diesen großen Laserwaffen lassen sich aber keine kleinen Boote, unbemannte Flugzeuge (UAVs) oder Kleinstraketen bekämpfen. Sie existieren jeweils nur in kleiner Auflage, sind also kaum an allen Gefahrenpunkten verfügbar ­– und vor allem lassen sie sich nicht schnell genug auf nahe Ziele einrichten. Schließlich sind sie auch viel zu teuer, um gegen kleine Bedrohungen eingesetzt zu werden.

Adam von Lockheed Martin: Der zehn Kilowatt starke Laser kann Schlauchboote in zwei Kilometern Entfernung zum Schmelzen bringen.  

Adam von Lockheed Martin: Der zehn Kilowatt starke Laser kann Schlauchboote in zwei Kilometern Entfernung zum Schmelzen bringen.  

Quelle: Lockheed Martin

Kleine Bedrohungen sind aber in den vergangenen zehn Jahren zur großen Gefahr geworden. Das hat sich vor allem gezeigt, als der amerikanische Lenkwaffenzerstörer Cole im Nahen Osten mit kleinen Booten ganz unvermittelt angegriffen wurde. Die Angreifer zündeten Sprengladungen, die viele Besatzungsmitglieder töteten.

Der Zerstörer selbst wurde schwer beschädigt und musste in die Vereinigten Staaten abgeschleppt werden, wo die Reparatur mehr als ein Jahr in Anspruch nahm. Dieser Fall hat das amerikanische Verteidigungsministerium veranlasst, die Entwicklung entsprechender Abwehrwaffen zu forcieren.

Laser kann zwei Kilometer entfernte Boote zerstören

Das Adam-System von Lockheed besteht aus einem zivilen Laser, der auch in der Industrie eingesetzt wird, und einer militärischen Steuerungssoftware. Der Laser selbst entwickelt eine maximale Leistung von zehn Kilowatt auf eine Entfernung von zwei Kilometern. Er kann maximal fünf Kilometer entfernte Ziele mit schwächerer Wirkung beschädigen.

Bei einem Test schmilzt der Laser Adam die Außenhülle eines Schlauchboots. 

Bei einem Test schmilzt der Laser Adam die Außenhülle eines Schlauchboots. 

Quelle: Lockheed Martin

Von Lockheed vor der kalifornischen Küste unternommene Tests mit kleinen Booten haben gezeigt, dass Adam bei Entfernungen zwischen ein und zwei Kilometern feindliche Boote schnell und sicher vernichtet. Ein besonderer Vorteil der Waffe liegt darin, dass sie jederzeit umgehend verwendbar ist, also keine nennenswerte Vorwärm- oder Aufheizzeit benötigt.

Adam ist leicht transportabel und vergleichsweise kostengünstig und kann somit vom Militär auch in größeren Stückzahlen angeschafft und eingesetzt werden. Das amerikanische Verteidigungsministerium will auch Landtruppen mit dem Laser ausstatten. Soldaten könnten dann UAVs und Kurzstreckenraketen abwehren. 

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

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