Sofortbild neu gedacht 15.04.2025, 19:40 Uhr

Retro trifft Technik: Was die neue Polaroid Flip wirklich kann

Polaroid bringt mit der Flip eine neue Sofortbildkamera auf den Markt, die auf bewährte Technik aus früheren Jahrzehnten setzt – und sie mit heutigen Funktionen kombiniert.

Polaroid Flip

Die Polaroid Flip vereint Retro-Charme mit moderner Technik. Sofortbilder in neuer Qualität – mit Sonar, Vier-Linsen-System und App-Anbindung.

Foto: Polaroid

Analoge Sofortbildfotografie erlebt seit einigen Jahren eine kleine Renaissance. Immer mehr Menschen schätzen das haptische Erlebnis und die Unmittelbarkeit. Mit der Polaroid Flip greift der Hersteller diesen Trend auf und bringt ein Modell, das auf ikonische Technik der Vergangenheit setzt, gleichzeitig aber moderne Features mitbringt.

Was sofort ins Auge fällt: Die Kamera erinnert optisch stark an ihre Vorgänger aus den 80er-Jahren. Doch unter dem Gehäuse steckt mehr als Nostalgie. Mit einem Vier-Linsen-System, Ultraschall-Autofokus und App-Anbindung versucht Polaroid, den Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu meistern.

Vier Linsen für unterschiedliche Distanzen

Im Zentrum des optischen Systems steht eine drehbare Linsenscheibe. Diese Lösung stammt ursprünglich aus der Polaroid 660 – einer Sofortbildkamera, die in den 1980er-Jahren große Beliebtheit genoss. Auch bei der neuen Flip kommen vier Linsen zum Einsatz, die je nach Entfernung zum Motiv automatisch ausgewählt werden.

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Die Kamera deckt einen Bereich von etwa 60 Zentimetern bis unendlich ab. In der Praxis liefert sie dadurch deutlich schärfere Bilder als viele andere analoge Modelle. Das gilt sowohl für Nahaufnahmen als auch für Landschaftsfotos.

Einziger Nachteil: Für Selfies aus der Hand ist der Mindestabstand von 60 cm kaum einzuhalten. Ein Spiegel zur Bildkontrolle fehlt. Immerhin lässt sich ein Stativ nutzen – dank eines integrierten Gewindes an der Unterseite.

Fokussieren per Ultraschall – wie in den 70ern

Polaroid hat sich bei der Flip nicht nur vom Design vergangener Tage inspirieren lassen, sondern auch bei der Technik. So kommt ein Autofokus zum Einsatz, der per Ultraschall die Entfernung zum Motiv misst – ein Verfahren, das schon in der SX-70 von 1978 verwendet wurde.

Das Prinzip ist simpel: Drücken Sie den Auslöser leicht an, aktiviert sich der Sonar-Sensor. Dieser sendet Schallwellen aus und misst die Zeit, bis diese vom Objekt zurückgeworfen werden. Anhand dieser Daten bestimmt die Kamera, welche Linse optimal ist. Erst beim vollständigen Drücken wird das Foto aufgenommen.

Dieser Fokusmechanismus funktioniert unabhängig vom Licht. Auch in dunklen Räumen stellte der Autofokus im Test zuverlässig scharfe Bilder sicher. Dennoch stößt das System an seine Grenzen, wenn mehrere Objekte im Bild sind – eine Gesichtserkennung wie bei Digitalkameras gibt es nicht.

Zeitleiste der Polaroid-Sofortbildkamera

Zeitleiste der Polaroid-Sofortbildkamera.

Foto: Polaroid

Aufklappbarer Blitz als Schutz und Lichtquelle

Ein weiteres Merkmal ist der mechanisch ausklappbare Blitz. Klappen Sie den Deckel nach oben, wird die Kamera eingeschaltet – gleichzeitig schützt die Klappe im geschlossenen Zustand die Linsen, den Autofokus und die Bedienelemente.

Der Blitz reagiert auf die gemessene Entfernung und kann bis zu 4,5 Meter weit ausleuchten. Damit eignet er sich sowohl für Innenaufnahmen als auch für Gegenlichtsituationen, in denen er als Aufhelllicht dienen kann.

Auf der Rückseite dieses Schutzdeckels befindet sich ein kleines Display, das über die aktuelle Einstellung und die verbleibenden Bilder informiert. Zusätzliche Funktionen wie Doppelbelichtung oder Selbstauslöser lassen sich direkt an der Kamera aktivieren.

Per App zu mehr Kontrolle

Die Flip ist eine rein analoge Kamera. Die Bilder entstehen durch direkten Lichteinfall auf chemisch behandelten Film – ganz ohne Sensor. Wer trotzdem mehr Kontrolle wünscht, kann die Kamera über Bluetooth mit der Polaroid-App verbinden.

In der App lassen sich verschiedene Einstellungen manuell anpassen – zum Beispiel Blende oder Belichtungszeit. Auch kreative Funktionen wie Doppelbelichtung oder Fernauslösung stehen dort zur Verfügung. Zum Zeitpunkt unseres Tests funktionierte die App-Anbindung jedoch noch nicht zuverlässig.

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Filmkompatibilität und Kosten

Die Flip ist mit i-Type- und 600er-Filmen von Polaroid kompatibel. Diese kosten aktuell rund zwei Euro pro Bild. Pro Filmkassette sind acht Bilder möglich – was analoge Sofortfotografie zu einem bewussten Prozess macht. Jedes Bild zählt.

Mit einem Einstiegspreis von rund 220 Euro bleibt die Flip im Vergleich zu anderen Polaroid-Modellen im mittleren Preisbereich. Die Polaroid I-2 etwa kostet mehr als doppelt so viel.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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