Projekt FAST 15.10.2015, 11:40 Uhr

China baut größtes Radioteleskop der Welt

In China baut die zur chinesischen Akademie der Wissenschaften zählende Forschungsanstalt National Astronomical Observatories das derzeit größte Radioteleskop der Welt. Die Inbetriebnahme ist für September 2016 geplant. Die chinesischen Forscher versprechen sich von dem Super-Radioteleskop deutlich verbesserte Möglichkeiten auch sehr schwache Signale empfangen zu können, die vielleicht auf die Existenz von Leben im außerirdischen Raum schließen lassen. 

3D-Modell des chinesischen Radioteleskops FAST. 

3D-Modell des chinesischen Radioteleskops FAST. 

Foto: arxiv.org

An dem neuen, gigantischen Radioteleskop wird seit März 2011 in der südwest-chinesischem Provinz Guizhou gebaut. Diese Gegend ist quasi menschenleer, so dass es hier kaum irgendwelche lokalen Radiosignale gibt, die die Lauscharbeit des Teleskops stören könnten. Die nächste menschliche Unterkunft ist fünf Kilometer entfernt, der nächste kleinere Ort sogar 25 km.

Skizze zum Aufbau des Radioteleskops FAST

Skizze zum Aufbau des Radioteleskops FAST

Quelle: arxiv.org

Stellenangebote im Bereich Elektrotechnik, Elektronik

Elektrotechnik, Elektronik Jobs
RHEINMETALL AG-Firmenlogo
Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) RHEINMETALL AG
deutschlandweit Zum Job 
Messe München GmbH-Firmenlogo
Meister / Ingenieur / in der Elektrotechnik als Technical Manager (m/w/d) Messe München GmbH
München Zum Job 
Wirtgen GmbH-Firmenlogo
Versuchsingenieur Produktvalidierung (m/w/d) Wirtgen GmbH
Windhagen Zum Job 
PFISTERER Kontaktsysteme GmbH-Firmenlogo
High Voltage Testing Specialist (w/m/d) PFISTERER Kontaktsysteme GmbH
Winterbach Zum Job 
Hitachi Energy Germany AG-Firmenlogo
Service-Steuerungsingenieur für Frequenzumrichter (w/m/d) Hitachi Energy Germany AG
Mannheim Zum Job 
Clariant Produkte (Deutschland) GmbH-Firmenlogo
Digital Engineer (m/w/d) Clariant Produkte (Deutschland) GmbH
Bruckmühl-Heufeld Zum Job 
MicroNova AG-Firmenlogo
Industrial Engineer (m/w/d) Electrical Engineering / Elektrotechnik MicroNova AG
Vierkirchen Zum Job 
Bundeswehr-Firmenlogo
Ingenieurin / Ingenieur mit Bachelor (m/w/d) Bundeswehr
keine Angabe Zum Job 
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (w/m/d) - Teilprojektleitung für Bauprojekte DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Cummins Deutschland GmbH-Firmenlogo
Application Engineer (m/w/d) Systems / Software für Nutzfahrzeuge Cummins Deutschland GmbH
Nürnberg Zum Job 
Bundeswehr-Firmenlogo
Ingenieurin / Ingenieur mit Bachelor (m/w/d) Bundeswehr
keine Angabe Zum Job 
IMS Messsysteme GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/i) für Röntgen-, Isotopen- und optische Messsysteme IMS Messsysteme GmbH
Heiligenhaus Zum Job 
Scheidt & Bachmann Fare Collection Systems GmbH-Firmenlogo
Wirtschaftsingenieur / Ingenieur Elektrotechnik / Informatiker / Betriebswirt als Senior Bid Manager (m/w/d) Scheidt & Bachmann Fare Collection Systems GmbH
Mönchengladbach bei Düsseldorf Zum Job 
MKH Greenergy Cert GmbH-Firmenlogo
Projekt-Ingenieur (m/w/d) in der Anlagenzertifizierung MKH Greenergy Cert GmbH
Hamburg Zum Job 
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung-Firmenlogo
Technische*r Mitarbeiter*in bzw. Ingenieur*in (m/w/d) in einer ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtung mit dem Schwerpunkt Elektronik/Mikroelektronik oder vergleichbar Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Berlin-Steglitz Zum Job 
Stuttgart Netze GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Projektmanagement Hochspannung (w/m/d) Stuttgart Netze GmbH
Stuttgart Zum Job 
SWM Services GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur*in im digitalen Messwesen (m/w/d) SWM Services GmbH
München Zum Job 
IPH Institut "Prüffeld für elektrische Hochleistungstechnik" GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Instandhaltung (m/w/d) IPH Institut "Prüffeld für elektrische Hochleistungstechnik" GmbH
Berliner Stadtreinigung (BSR)-Firmenlogo
Projektleiterin / Projektleiter (w/m/d) Müllheizkraftwerk Berliner Stadtreinigung (BSR)
Stuttgart Netze GmbH-Firmenlogo
(Junior) Ingenieur Betriebsmitteltechnik (w/m/d) Stuttgart Netze GmbH
Stuttgart Zum Job 

Das Radioteleskop entsteht in einer natürlichen Einbuchtung zwischen mehreren, jeweils rund 500 m entfernten Hügeln auf karstigem Untergrund, der ein schnelles Ablaufen von Regenwasser sichert. Auf einem der Hügel entsteht eine Besuchergalerie.

Eine Anlage von gewaltiger Größe

Die neue Anlage trägt den Namen FAST. Diese Buchstaben stehen für „Five Hundred Meter Aperture Spherical Telescope“. Demnach weist das Radioteleskop einen Durchmesser von 500 m auf. Die bisher größte Anlage der Welt – in Puerto Rico in den Vereinigten Staaten – bringt es auf einen Durchmesser von 300 m. Die schüsselartige FAST-Anlage setzt sich aus 4450 dreieckigen Paneelen zusammen, die jeweils eine Kantenlänge von elf Metern aufweisen.

Konzept der Kabel-Netz-Struktur. 

Konzept der Kabel-Netz-Struktur.

Quelle: arxiv.org

Die “Schüssel” ruht auf tausenden von Stahlpfeilern. Die einzelnen Paneele der Schüssel können individuell durch Drähte ferngesteuert bewegt werden. Chefingenieur Zheng Yuanpeng gibt die Präzision dieser Bewegungen mit einem Millimeter an. Das erlaubt es, einzelne Paneele genau auf bestimmte Signale aus dem Weltraum auszurichten.

Extreme Präzision im Auffangen der Daten

Der Chef des gesamten Fast-Programms, der Wissenschaftler Nan Rendong, betont die besondere Fähigkeit der neuen Anlage, aus der Vielzahl der ständig aus dem Weltraum zu vernehmenden Geräusche bestimmte Signale herauszufiltern. Laut Nan ist dies vergleichbar mit der Aufgabe, bei einem starken Gewitter aus dem Lärm von Regen, Sturm und Donner einzelne Zikaden, die am Boden Geräusche verursachen, herauszufiltern.

Prototyp des Aluminium-Rahmens.

Prototyp des Aluminium-Rahmens.

Quelle: arvix.org

Das neue Radioteleskop soll neben der Suche nach Signalen, die auf außerirdisches Leben schließen lassen, auch Pulsare, Supernovae und andere astronomische Phänomene untersuchen, um daraus weitere Erkenntnisse zum Entstehen des Universums zu gewinnen.

Ein weiteres Radioteleskop der Superlative wird in den französischen Hochalpen gebaut. Sein Name: Noema (Northern Extended Millimeter Array). Laut Max-Planck-Gesellschaft gehört Noema zu einer neuen Generation von Radioteleskopen und ist schon jetzt – vier Jahre vor seiner endgültigen Fertigstellung – das leistungsfähigste und empfindlichste Radioteleskop im Millimeterbereich der nördlichen Hemisphäre.

 

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.