Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden – auch in der Industrie sind dafür tiefgreifende Veränderungen nötig. Eine neue Studie des Fraunhofer ISE beleuchtet, wie die Transformation gelingen kann: durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung von Prozessen und die Nutzung grüner Brennstoffe wie Wasserstoff.
Die deutsche Industrie steht vor einer beispiellosen Herausforderung: Bis 2045 soll sie nicht nur klimaneutral, sondern sogar klimapositiv werden. Eine Studie des Wuppertal Instituts und der Universität Kassel zeigt erstmals detailliert auf, wie dieser ambitionierte Wandel gelingen kann – trotz aktueller Wirtschaftskrise und verschärfter globaler Klimaherausforderungen.
Chinesische Forschende haben eine neue Methode zur Eisenherstellung entwickelt, die den Prozess um das 3.600-fache schneller macht. Diese Technologie soll nicht nur effizienter sein, sondern auch die Umwelt weniger belasten.
Stahl ist unverzichtbar im modernen Leben, aber seine Produktion ist klimaschädlich. Das MIT-Spin-off Boston Metal möchte die die Industrie mit einem elektrochemischen Verfahren revolutionieren, das Emissionen reduziert und als Nebenprodukt Sauerstoff freisetzt.
Jährlich entstehen bei der Herstellung von Aluminium etwa 180 Millionen Tonnen schädlichen Rotschlamms. Forschende des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung haben nun gezeigt, wie dieser Abfall in grünen Stahl umgewandelt werden kann.
Stahlbauteile, die durch hochfeste Klebstoffe verbunden sind, lassen sich nur schwer wieder lösen. Oft kommen dafür aufwendige, kostenintensive Verfahren zum Einsatz. Nun haben Forschende eine neue Lösung entwickelt, die nicht nur nachhaltig, sondern auch materialschonend und wirtschaftlich ist.
Forschende haben eine Methode entwickelt, mit der sich die Eigenschaften von Stahl besser bearbeiten lassen. Das Ergebnis: Das Material kann einerseits ultrahochfest sein und andererseits auch gut verformbar sein. Gelungen ist den Forschenden das, weil sie sich mit der Struktur des Martensits eingehend beschäftigt haben.
Damit der 3D-Druck für weitere Branchen und Anwendungen genutzt werden kann, hat ein Forschungsteam der RWTH Aachen und des Fraunhofer-Instituts IFAM einen Pulverbaukasten entwickelt. Das Ziel: Die Auswahl an Materialien zu vervielfachen und kleineren Betrieben in der Produktion mehr Flexibilität zu ermöglichen.
Das Reallabor H2Stahl wird endlich Wirklichkeit. Thyssenkrupp startet gemeinsam mit seinen Partnern die Umsetzung einer Vision. Es handelt sich um den ersten großindustriellen Einsatz von Wasserstoff in der Stahlherstellung. Nachhaltigkeit ist das Ziel.