Finale des Wettbewerbs Solarmobil Deutschland. Mitten auf dem Potsdamer Platz in Berlin ist eine Rennstrecke aufgebaut. Schülerteams aus sechs Bundesländern lassen ihre selbstgebauten Solarmobile gegeneinander antreten. Trotz strömenden Regens bleibt die Strecke während der Rennen von staunenden Touristen umlagert. Oft brandet Szenenapplaus auf – vor allem wenn die dem Boxfisch nachempfundene Karosse eines Elfjährigen über die Strecke flitzt.
Der Wirkungsgrad von Solarzellen ist längst noch nicht ausgereizt. Ein neues Fertigungsverfahren soll die Effizienz von Mehrfachsolarzellen gleich um ein Drittel steigern. Das könnte den Markt für konzentrierende Solarsysteme beleben, in denen diese Lichtsammler eingesetzt werden.
Den Linear-Solarspiegel stellte die Herstellerfirma Isomorph dieser Tage in Bayreuth vor: Damit lasse sich konzentriert sowohl Wärme wie Strom aus solarer Strahlung gewinnen. Eine „Weltneuheit“, postuliert Firmenchef Hans Graßmann. Erste Serienprodukte des Spiegels seien im Herbst 2010 zu kaufen.
Wechselrichter sind das Herz jeder photovoltaischen Anlage, ohne sie kommt der erzeugte Gleichstrom nicht ins Wechselstromnetz. Viel drehte sich daher letzte Woche in München auf der weltgrößten Solarmesse Intersolar um diese Geräte. Neben deren Knappheit waren die Miniaturisierung, die Leistungssteigerung und die zunehmende Integration die Topthemen.
Die Nutzung der Sonnenenergie stellt Architekten vor völlig neue Herausforderungen. Nicht jeder sieht im massiven Einsatz von Solartechnologie das Nonplusultra. Häuser der Zukunft sollen energieeffizient sein und sich ästhetisch ins Umfeld fügen, so das Fazit einer Tagung zur Zukunft der Solararchitektur.
Seit letztem Jahr haben einst rein visionäre Vorstellungen davon, in der Sahara aus Sonnenenergie Strom für Europa zu gewinnen, Gestalt angenommen. Mit dem deutschen Industriekonsortium Desertec gibt es Namen hinter dem Plan. Alle wissen: Ohne Kooperation in Europa und mit Nordafrika geht nichts. Letzte Woche kam eine Botschaft aus Paris: Ohne Frankreich geht gar nichts. Denn die Franzosen setzen mit „Transgreen“ ein Projekt auf, das den mit Desertec erzeugten Strom nach Europa leiten soll.
Wenn die Messe Intersolar (9. bis 11. Juni) in zwei Wochen in München zum Welttreffen der Solarbranche wird, dann wird es dort nicht nur um den bereits bestehenden Massenmarkt gehen. Die Zukunft steht mit auf dem Programm, und dazu zählt für viele in der Branche die organische Photovoltaik. Sie steht an der Schwelle zur Serienfertigung. Doch bei Wirkungsgrad, Kosten und Langlebigkeit gibt es noch viel zu tun.
Jedes zehnte Solarmodul, das heute hergestellt wird, ist eine Dünnschichtzelle, die den Halbleiter Cadmiumtellurid enthält. Die Zellen sind preiswert. Marktführer First Solar erwartet steigenden Absatz. Das EU-Parlament streitet jetzt darüber, ob für Solarmodule die gleichen Stoffverbotsregeln gelten sollen wie für Handys, Toaster und Computer. Die Solarbranche ist gespalten. VDI nachrichten, Brüssel/Düsseldorf, 9. 4. 10, swe
Die Oberfläche von Solarzellen bietet noch viel Optimierungspotenzial. Hier liegt auch die Emitterschicht: Sie leitet die im Siliziumkristall generierten Elektronen gut zu den Kontakten auf der Frontseite ab, erzeugt aber selbst keinen Strom. Mit einem Trick binden die Hersteller diese photoelektrisch tote Zone nun in die Energiegewinnung ein – und erhöhen so die Zelleffizienz. VDI nachrichten, Düsseldorf, 29. 1. 10, swe
Die Nutzung der Sonnenenergie für die zukünftige Wärme-, Strom- und Kraftstoffbereitstellung ist nicht mehr nur durch eine einzige Technologie, wie die gegenwärtig intensiv popularisierten Solarrinnenkraftwerke, zu lösen. Für Professor Franz Adolf Sturm stellt die bereits in den 80er-Jahren in Spanien erprobte Technologie eines solaren Aufwindkraftwerkes eine der Energietechniken der Zukunft dar, wie er im nachstehenden Artikel erläutert. VDI nachrichten, Hamburg, 15. 1. 10, swe