Der DGNB Jahreskongress bietet an drei Tagen einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze für nachhaltiges Bauen. Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis diskutieren globale Trends, nationale Strategien und konkrete kommunale Umsetzungen.
Zum Auftakt setzt der Standpunkt wichtige Impulse: Prof. Dr.-Ing. Peter Mark von der Ruhr-Universität Bochum geht in „Modulares Wiederverwenden – Der Schlüssel zum Kreislauf“ auf die Bedeutung der Wiederverwendung von Bauteilen aus Beton ein. Dabei ist die Serienfertigung wichtig, um wirtschaftlich und individuell zu Bauen. Bauen mit Beton für…
Die Dekarbonisierung der Bauindustrie zählt zu den größten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Rund acht Prozent der globalen CO2-Emissionen entstehen allein durch die Zementproduktion. Gleichzeitig geraten etablierte Zementersatzstoffe wie Flugasche oder Hüttensand durch den Kohleausstieg und die Transformation der Stahlindustrie zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund gewinnen neue, skalierbare Technologien zur…
In Deutschland fallen laut Umweltbundesamt jedes Jahr rund 86 Millionen Tonnen Bauschutt und Bauabfälle an. Ein Großteil dieser Materialien landet bislang auf Deponien oder wird nur minderwertig verwertet. Für die Bauindustrie bedeutet das nicht nur den Verlust wertvoller Rohstoffe, sondern auch vermeidbare klimaschädliche Emissionen. Dabei rückt die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen…
Holz als Baustoff erlebt eine Renaissance – insbesondere im urbanen Raum. Mit dem Projekt „roots“ in der Hamburger Hafencity wurde nun ein wegweisendes Holzhochhaus realisiert, das als Modell für nachhaltiges Bauen gelten kann. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) förderte die Konzeption und Entwicklung des Projekts mit rund 490 000 €. Das Vorhaben…
Mit dem Teileinsturz der Dresdner Carolabrücke im September 2024 wurde die deutsche Infrastrukturpolitik wach gerüttelt. Mindestens 8.000 Autobahnbrücken sowie rund 18.000 Schienenkilometer gelten aktuell als sanierungsbedürftig. Der Investitionsbedarf wird auf bis zu 100 Milliarden Euro geschätzt. Ein kontinuierliches Monitoring von Brücken, Schienen und Ingenieurbauwerken könnte Schäden frühzeitig erkennen – wurde…
Historische Gebäude, Kunstwerke und archäologische Stätten sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Umweltverschmutzung, klimatische Veränderungen, Materialalterung oder Nutzungseinflüsse führen oft zu schleichenden Schäden, die erst spät erkannt werden. Für Bauingenieure, die im Bereich Sanierung, Instandsetzung und Denkmalpflege tätig sind, gewinnt daher der Einsatz digitaler Technologien zur Zustandsüberwachung zunehmend an Bedeutung. Genau hier…
Angesichts knapper werdender Primärrohstoffe und steigender Anforderungen an nachhaltiges Bauen gewinnt das Konzept des Urban Mining eine zentrale Bedeutung für das Bauingenieurwesen. Was einst als visionärer Ansatz galt, wird heute zunehmend zur praktischen Notwendigkeit: Die systematische Rückgewinnung von Baustoffen aus bestehenden Gebäuden und Infrastrukturen. Der urbane Gebäudebestand wird zur…
Mit dem Neubau einer modernen Ausstellungshalle inklusive Büro- und Sozialräumen hat Brüninghoff für den Holzgroßhandel Höttcke in Werne ein architektonisch und statisch anspruchsvolles Projekt umgesetzt. Der Holz-Hybridbau erweitert die bestehenden Hallenflächen des Unternehmens deutlich – und setzt gleichzeitig ein Zeichen für zukunftsfähige Konstruktionsweisen im Sinne des Cradle-to-Cradle-Gedankens. Der Holzgroßhandel…
M. Feldmann, H. Bartsch, K. Wolters, N. Stranghöner, D. Jungbluth, M. Knobloch, U. Kuhlmann, S. Uszball, A. Bours, M. Ziwes, M. von Arnim, T. Ummenhofer, M. Albiez, P. Weidner, R. Stroetmann, H. Pasternak, M. Mensinger Bauingenieur Jahrgang 100 (2025) Heft 12 Publikationsdatum: 05.12.2025 doi.org/10.37544/0005-6650-2025-12-27…