
Leonardo da Vinci träumte davon, fliegen zu können. Diesen Traum konnte er sich nicht erfüllen und er sah auch nie ein Flugzeug in die Lüfte steigen. Dennoch gab er nie auf. Viele seiner Ideen und Entwürfe musste er wieder verwerfen, da er bemerkte, dass sie sich in der Praxis gar nicht umsetzen ließen. Doch genau von diesem Verfahren können Ingenieure lernen. Es ist nicht schlimm, zu scheitern, denn jede Idee lässt sich optimieren. Und bekanntlich lernt man ja aus seinen Fehlern. Leidenschaftliche Beharrlichkeit ist hier das Stichwort.
Bei unserer Zielerreichung kommt uns oft die Realität in die Quere. Andere Verpflichtungen sind wichtiger oder müssen zumindest zuerst erledigt werden. Zu hohe Erwartungen können ebenfalls zur Stolperfalle werden. Egal, um welche Widerstände es sich handelt: Ingenieure sollten sich nie verunsichern lassen. Wer sich ambitionierte Ziele setzt, gibt seinem Streben eine Richtung. Die Basis für außergewöhnliche Leistungen ist gelegt. Klar ist, nur wenn wir von unseren eigenen Zielen vollständig überzeugt sind, dann werden wir sie auch erfolgreich umsetzen können. Ein Beispiel können sich Ingenieure an dem großen Denker Leonardo da Vinci nehmen. In seinem Buch “Die Da-Vinci-Formel” beschreibt der Autor Jens Möller, warum sich der Maler und Erfinder als Leitbild so gut eignet.
Leidenschaft ist der Schlüssel zum Erfolg
Leonardo da Vinci wusste, dass er seine ambitionierten Ziele, wie den Bau der ersten funktionierenden Flugmaschine der Welt, nur erreichen konnte, wenn er mit Leidenschaft und Beharrlichkeit an ihnen arbeitete. „Auf dem Kopfkissen oder unter der Decke ausgestreckt erntest du nicht den Ruhm“, ermahnt er sich in einem seiner Notizbücher. Er wollte nicht auf eine bessere Zukunft warten – er wollte sie selbst gestalten. Dass auf einem solchen Weg Rückschläge unvermeidlich sind, erkannte auch da Vinci. Er sah seine Fehler und Irrtümer daher als nützliche Erfahrungen, die ihm wertvolle Informationen für sein weiteres Vorankommen lieferten. Genau diese Denkweise sorgte dafür, dass sich nicht nur seine Ideen, sondern auch er selbst immer weiterentwickelten.
Wie aus Ihren Ideen mehr als nur Gedankenspiele werden
Es reicht nicht aus, Ideen nur zu haben – man muss sie auch umsetzen. Ansonsten bleiben sie nicht mehr als reine Gedankenspiele und verpasste Chancen, denen wir früher oder später nachtrauern werden. Das bedeutet: Wer von seiner Idee wirklich überzeugt ist, sollte umgehend handeln.
Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Denn leider fühlen wir uns mit der Vorstellung, nur über unsere Ideen zu sprechen und nachzudenken, allzu sicher – nicht aber mit der Vorstellung, sie tatsächlich umzusetzen. Aus genau diesem Grund ist es wichtig, nicht zu lange zu warten, sondern so bald wie möglich den ersten Schritt in Richtung Umsetzung zu gehen.
Sich ein konkretes Ziel zu setzen ist dabei das A und O. Nach und nach werden neue Gewohnheiten entwickelt, um das Ziel zu erreichen. Am besten gelingt das mit dem Prinzip der kleinen Schritte, das im Japanischen auch als „Kaizen“ bekannt ist. Statt den Blick auf das zu Beginn oft unerreichbare erscheinende Ziel zu richten, zwingt uns das Kaizen-Prinzip dazu, unseren Fokus auf kleine konkrete Umsetzungsschritte zu lenken und ins Handeln zu kommen.
Tipp: „Kaizen-Denken“ praktizieren
Schnappen Sie sich am besten heute noch eine Idee, von der Sie überzeugt sind und die Sie umsetzen möchten. Machen Sie sich dann mindestens eine Stunde lang ganz konkret Gedanken, wie die nächsten kleinen Schritte aussehen könnten, mit denen Sie Ihre Idee ins Rollen bringen und Ihre damit verbundenen Ziele erreichen.
Jens Möller erläutert dazu: „Wer sich neue Ziele setzt und alte Gewohnheiten ändern will, sollte auch die Frage nach dem Warum stellen: Warum will ich innovativer werden oder mein eigenes Unternehmen gründen? Verfolge ich ein Ziel ohne tieferen Sinn, werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit scheitern.” Haben Sie einen guten Grund, ist es besonders erfolgversprechend, eine neu angestrebte Gewohnheit zunächst nur in kleinen Schritten in den Alltag einzuführen, um sich selbst nicht zu überfordern. Psychologen nennen dieses Vorgehen „Habituation“, so Möller.
Aufgabe aus dem Buch Die Da-Vinci-Formel
Was wollen Sie wirklich?
Beginnen Sie
Pushen Sie Ihr Vorhaben
Definieren Sie Meilensteine
Prioritäten setzen
Think big: Der Mut muss da sein
Ob Unternehmen oder Privatperson: Der Mut für innovative Ideen muss da sein. Ingenieure sollten sich, sofern nicht schon getan, “Think big” auf die Fahne schreiben. Diese Denkweise gepaart mit den oben genannten Tipps überzeugt Geschäftsführer, Kollegen und den Freundeskreis. Wer groß denkt, steckt sich mitunter zu hohe Ziele, aber wird unterm Strich dennoch mehr erreichen, als derjenige, der von Anfang an eher kleine Brötchen backen wollte. Über sich hinauszuwachsen und an den großen Traum zu glauben, ist das Geheimnis. Nicht nur für Leonardo da Vinci.
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