Anzeige

Österreicher bauen schwimmende Solarinseln für die Malediven

06. April 2018

Österreicher bauen schwimmende Solarinseln für die Malediven
Aktuell wird Strom auf den Malediven mit Dieselgeneratoren erzeugt. Täglich werden selbst auf einer kleinen Insel rund 10.000 Liter Diesel verbrannt. Das ist laut, stinkt und ist teuer. Foto: Swimsol
Aufatmen für die Bewohner der Malediven: Sie werden unabhängiger von teuren und schmutzigen Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung auf den unzähligen kleinen Inseln. Österreichische Ingenieure haben auf dem Meer schwimmende Solarinseln entwickelt, die Millionen Liter Diesel einsparen sollen.
Anzeige
Anzeige


So traumhaft die Malediven als Urlaubsziel sein mögen, die Stromproduktion ist dreckig und laut. Denn die meisten der rund 1.200 Inseln des Landes nutzen Dieselgeneratoren. Ein durchschnittliches Touristen-Resort verbraucht täglich stolze 10.000 Liter Diesel, um genügend Strom zur Verfügung zu stellen – ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukts gibt der Inselstaat im Indischen Ozean für den Import des Kraftstoffs aus. Wünschenswert wäre der Umstieg auf erneuerbare Energien. Das Problem: Es gibt kaum Wind, Wellen und Gezeiten. Nur Sonne. Doch für Solaranlagen ist auf den meist winzig kleinen Inseln nicht ausreichend Platz. Was also tun?

Eine Solarinsel liefert genügend Strom für 192 Fernseher

Swimsol hat sich für das Platzproblem eine Lösung einfallen lassen. Das Start-up aus Österreich hat Solar Sea entwickelt – 14 x 14 Meter große Solarplattformen, die nicht auf dem Land stehen, sondern im Wasser schwimmen. Eine Plattform besteht aus 96 Solarpaneels, die jeweils eine Leistung von 260 Watt haben. Eine Solarinsel würde laut Hersteller somit ausreichen, um 192 LCD-Fernseher mit Strom zu versorgen. Swimsol ist überzeugt: Ein durchschnittliches maledivisches Resort kann mit einer schwimmenden Solaranlage je nach Ausbaustufe bis zu 30 % Diesel einsparen.

Anzeige
Anzeige

So leicht aufzubauen wie ein Ikea-Schrank

Herzstück der Solarinseln ist eine Gerüstkonstruktion aus Aluminium, die in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien entstanden ist. Sie lässt sich angeblich so leicht zusammenstecken wie ein Ikea-Schrank. Ganz ohne schwere Maschinen und Schweißarbeiten ist die Solarinsel innerhalb eines Tages bereit für die Stromproduktion.

Sie ist korrosionsbeständig und liegt zur Hälfte über und zur Hälfte unter dem Wasser. Damit übersteht die Insel laut Hersteller leichte Unwetter mit bis zu zwei Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von 120 km/h. Die Lebensdauer liegt bei 30 Jahren. Kostenpunkt: rund 50 Euro pro Quadratmeter.

Solarstrom soll Dieselgeneratoren ersetzen

Swimsol hat bislang Anlagen mit einer Leistung von rund 1 MW in Betrieb genommen – das spart bereits 400.000 Liter Diesel. Weitere 3 MW sollen 2018 folgen. Den Strom verkauft das Start-up vor allem an Luxus-Resorts und rechnet mit Einnahmen zwischen drei und sechs Millionen Dollar. Expandieren wollen die Unternehmer mit ihrer Idee nach Malaysia, Indonesien, Singapur, Abu Dhabi und nach Japan.

Anzeige
Anzeige

Allein sind die Ingenieure aus Österreich mit ihrer Idee allerdings nicht. Konkurrenz kommt aus China. 2017 ist in einer überfluteten Bergbau-Gegend das größte schwimmende Solarkraftwerk der Welt ans Netz gegangen.



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

Projektleiter Umspannwerke (m/w/d)
TenneT

14.09.2026
Bayreuth
Technischer Redakteur (w/m/d) Avionik
Akkodis Germany GmbH

14.09.2026
München
Senior Softwareentwickler C++(w/m/d)
Akkodis Germany GmbH

14.09.2026
München
Bauingenieur / erfahrener Bautechniker für den Streckenbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für die Projektleitung im Streckenbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Abteilungsleitung (w/m/d) Bauwerksprüfung
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur / erfahrener Bautechniker für den Konstruktiven Ingenieurbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für Streckenplanung (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für Straßenplanung / Verkehrsplanung (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für die Projektleitung im Konstruktiven Ingenieurbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Senior Expert Maritime Systems Engineering (w/m/d)
HENSOLDT

14.09.2026
Wilhelmshaven, Kiel, Rostock, Hamburg
Systems Engineering (w/m/d)
HENSOLDT

14.09.2026
Rostock
Fachkoordinator:in
Westdeutscher Rundfunk

14.09.2026
Köln
Kundenbetreuer Service Industrie (m/w/d)
Grünbeck AG

14.09.2026
Höchstädt an der Donau
Teamleitung operative Netzführung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

14.09.2026
Wendlingen am Neckar
300mm Metrology Expert (all genders)
AIXTRON SE

14.09.2026
Herzogenrath
Qualitätsprüfer (m/w/d)
Horn Hartstoffe GmbH

15.09.2026
Tübingen
Inbetriebnahme- & Applikationstechniker Drive-by-Wire (m/w/d)
Arnold NextG GmbH

15.09.2026
Pfronstetten-Aichelau
Projektleitung Hafenausbau und Hafensanierung (m/w/d)
Stadt Hildesheim Der Oberbürgermeister

15.09.2026
Hildesheim
Projektmitarbeiter:in (m/w/d) im Bau- und Vertragsmanagement
IGS Ingenieure GmbH & Co. KG

15.09.2026
Duisburg, Hamburg, München, Stuttgart, Weimar⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige