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Roboter-Start-up Humanoid wird zum Einhorn – auch Bosch und Schaeffler steigen ein

22. Juli 2026

Humanoid ist erst zwei Jahre alt und schon 1,35 Mrd. $ wert. Jetzt steigen Bosch und Schaeffler ein, obwohl die Serienproduktion noch aussteht. Warum die deutschen Industriekonzerne in das Start-up investieren.
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Das vor zwei Jahren gegründete Unternehmen Humanoid hat von Investoren 152 Mio. $ eingesammelt und wird nun mit 1,35 Mrd. $ taxiert. Kunden orderten nach Angaben des Unternehmens bereits 34.000 Roboter im Wert von 2,4 Mrd. $.

Die jüngste Finanzierungsrunde wurde von Prime Movers Lab angeführt, einem Investor, der bereits die Bewertung von Figure AI auf 39 Mrd. $ begleitet hat. Außerdem beteiligten sich Bosch, Schaeffler und Aglaé Ventures. Das meldet unter anderem das UK-News-Portal TFN (Tech Funding News). Aglaé Ventures ist die Investmentgesellschaft von Bernard Arnault, dem reichsten Menschen Europas.

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Inhaltsverzeichnis

Humanoid setzt auf Rollen anstelle von Beinen

Nach eigenen Angaben hat Humanoid bereits Vorbestellungen für 34.000 Roboter im Gesamtwert von 2,4 Mrd. $ erhalten. Auf Rechnung ausgeliefert wurde bisher aber noch nichts. Das wichtigste aktuelle Produkt ist ein fahrbarer Roboter, während Wettbewerber aus den USA und China vor allem auf zweibeinige humanoide Roboter setzen.

Lesetipp: Siemens testet Humanoid in der Praxis

Zu den Investoren zählen auch die deutschen Unternehmen Schaeffler und Bosch. Die Robert Bosch Robotics GmbH wird obendrein als Auftragsfertiger für Humanoid tätig sein und das Unternehmen mit strategischer Beratung sowie technischer Expertise in den Bereichen Hardwareentwicklung, Produktion und Lieferkettenmanagement unterstützen. Damit ist einer der größten europäischen Industriekonzerne unmittelbar in den Produktionsaufbau von Humanoid eingebunden. „Wir sehen erhebliche Wachstumsmöglichkeiten im Bereich humanoider Robotik“, sagt Mathias Pillin, Chief Technology Officer der Robert Bosch GmbH.

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Lesetipp: Tausende Humanoide bei Schaeffler bis 2035

Schaeffler-CEO Klaus Rosenfeld erklärte, die humanoide Robotik entwickle sich „rasant von einem visionären Konzept zu einer industriellen Realität“ und bezeichnete die Investition von Schaeffler als sowohl strategisch als auch wirtschaftlich motiviert.

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Sokolov: Vom Schmuckhändler zum Robotik-Experten

Artem Sokolov gründete Humanoid im Mai 2024 in London und investierte Berichten zufolge zum Start 30 Mio. $ eigenes Kapital. Im August 2025 verkaufte er das Familienunternehmen, die Sokolov Group. Das Unternehmen ist zugleich Schmuckmarke und Einzelhandelskette. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei etwa 1 Mrd. $. Nach eigenen Angaben gründete er Humanoid, um Roboter zu entwickeln, die repetitive Fabrikarbeiten übernehmen können.

Das Start-up entwickelt sowohl fahrbare als auch zweibeinige humanoide Roboter auf Basis seiner Plattform HMND 01, die mit dem firmeneigenen KI-System KinetIQ arbeitet. Humanoid gibt an, den fahrbaren Alpha-Prototypen in sieben Monaten und den zweibeinigen Prototypen in nur fünf Monaten entwickelt zu haben, während der Branchendurchschnitt bei 18 bis 24 Monaten liege.



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