Anzeige

KI im Militär: Mehrheit fordert menschliche Kontrolle über autonome Waffensysteme

06. März 2026

Eine Person steuert eine Drohne und überwacht sie über einen Monitor
Vonwegen autonom: Menschen und Deutschland wollen, dass die Entscheidung beim Einsatz autonomer Drohnen weiterhin von Menschen und nicht von einer KI getroffen werden. Foto: M. Ciupek
Trotz Kritik an der Wiedereinführung der Wehrpflicht ‒ bei autonomen Waffensystemen soll die finale Entscheidung nicht der KI überlassen werden. Das zeigt eine Umfrage des TÜV-Verbands.
Anzeige
Anzeige


„Moderne Streitkräfte kommen an modernen Verteidigungssystemen mit Künstlicher Intelligenz nicht vorbei. Entscheidend ist, dass die Politik für ihren Einsatz klare Leitplanken definiert“, sagt Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. Im Auftrag des TÜV-Verbands hat Forsa deshalb 1005 Personen ab 16 Jahren befragt.

Bühler fast das Ergebnis so zusammen: „Die Bürgerinnen und Bürger erkennen, dass neue Technologien auch die sicherheitspolitische Lage verändern.“ Demnach befürwortet eine Mehrheit der Bevölkerung, dass die Bundeswehr verstärkt in moderne Waffensysteme investiert. Dazu zählen beispielsweise Kampf- und Aufklärungsdrohnen, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) weitgehend autonom agieren können.

Anzeige
Anzeige

Laut Umfrage finden vier von fünf Befragten (81 %) es grundsätzlich sinnvoll, dass die Bundeswehr stärker in militärische KI-Technologien investiert. Dazu zählen Drohnen, Roboter oder autonome Fahrzeuge. Dagegen lehnen 11 % das ab und 8 % sind unentschieden.

Fehentscheidungen der KI und Wettrüsten werden befürchtet

Bühler macht aber auch deutlich: „Die Bevölkerung sieht beim militärischen Einsatz von KI nicht nur Effizienz- und Verteidigungspotenziale, sondern auch erhebliche Risiken.“ Zwei Dritteln (67 %) der Befragten befürchten Fehlentscheidungen. Autonome Systeme könnten beispielsweise Ziele falsch erkennen. Zudem sehen 64 % die Gefahr, dass der Mensch die Kontrolle über KI-gesteuerte Waffensysteme verlieren könnte.

Ähnlich hoch ist die Furcht vor einer Eskalation. So haben 63 % Sorgen vor wachsenden Spannungen durch ein internationales Wettrüsten mit KI-Technologien. Und: 61 % halten ungewollte Eskalationen oder eine Ausweitung von Konflikten für ein realistisches Risiko.

Anzeige
Anzeige

„Gerade bei autonomen Systemen fürchten die Befragten einen Kontrollverlust, der zur Entstehung oder Ausweitung militärischer Konflikte führen kann“, fasst das der Geschäftsführer des TÜV-Verbandes zusammen.

Menschliche Kontrolle für autonome KI-Systeme

In Deutschland gilt offiziell, dass der Einsatz von autonomen Systemen von Menschen überwacht werden muss. Das gilt auch für das Militär sowie Sicherheitskräfte wie die Polizei. Dennoch wurde auch gefragt, wer künftig über den Einsatz von Waffengewalt im Verteidigungsfall entscheiden soll: Der Mensch oder das KI-System. Vier von zehn Befragten (40 %) sprechen sich für eine vollständige menschliche Kontrolle aus. Danach müsse jede einzelne Entscheidung eines KI-Systems überprüft werden.

Anzeige
Anzeige

Den Einsatz teilautonomer Systeme befürworteten dagegen 41 %. In der Praxis würde das bedeuten: Die Waffensysteme erstellen Analysen. Sie machen Vorschläge und treffen eigenständig Entscheidungen. Menschen können aber jederzeit eingreifen.

Nur 1 % billigt vollautonome Systeme ohne menschliche Kontrolle. Grundsätzlich lehnen 12 % es ab, den KI-Systemen Entscheidungsbefugnisse über den Einsatz von Waffengewalt einzuräumen. Umgekehrt erwarten somit 81 % der Befragten, dass der Mensch die Letztverantwortung trägt.

Mit Verweis auf den AI-Act der EU, der den Einsatz künstlicher Intelligenz generell Regelt, sagt Bühler: „Der AI Act adressiert auch die technische Sicherheit von KI-Systemen. Themen wie Qualität der Trainingsdaten, menschliche Aufsicht oder Nachvollzieharbeit von Entscheidungen, sind sowohl für zivile als auch für militärische KI-Anwendungen essenziell.“ Im Kern müsse es nun darum gehen, auf allen Ebenen einen verantwortungsvollen Umgang mit sicherheitskritischen Technologien zu finden.

Der Geschäftsführer des TÜV-Verbands hat dazu eine klare Meinung: „Verteidigungsfähigkeit bedeutet nicht, Maschinen die Entscheidung über Leben und Tod zu überlassen. Sie bedeutet, Technologie so zu gestalten, dass sie unsere Sicherheit stärkt, ohne die menschliche Hoheit aufzugeben.“

Mit Informationen des TÜV-Verbands.



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

Junior Projektingenieur Papierverarbeitung (m/w/d)
Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG

03.10.2026
Miltenberg
Teamleiter (m/w/d) Vertrieb und Kalkulation TGA
LIST AG

03.10.2026
Düsseldorf
Ingenieur:in Explosionsschutz als Fachleiter:in
TÜV NORD CERT GmbH

03.10.2026
Essen
Bauüberwacher (m/w/d) Straßenverkehrsanlagen
Bundesagentur für Arbeit - Vössing Ingenieurgesellschaft mbH

03.10.2026
Stuttgart
Bauingenieur/-in (m/w/d)
Bundesagentur für Arbeit - Landeshauptstadt Stuttgart

03.10.2026
Stuttgart
Technische/r Projektmitarbeiter/in (m/w/d) – Bauwesen / Projektkoordination
Bundesagentur für Arbeit - Dr. Kerner GmbH & Co. KG

03.10.2026
Stuttgart
Junior Bauüberwacher:in Oberbau / Konstruktiver Ingenieurbau (w/m/d)
DB InfraGO AG

03.10.2026
Köln
Senior Ingenieur:in Leit- und Sicherungstechnik im Großprojekt Rhein-Ruhr-Express (w/m/d)
DB InfraGO AG

03.10.2026
Duisburg
Junior Bauingenieur:in als Bezirksleiter:in Fahrbahn (w/m/d)
DB InfraGO AG

03.10.2026
Aachen, Bonn, Köln, Troisdorf
Projektleiter (m/w/d) Industriebau
MEGGLE GmbH & Co. KG

03.10.2026
Wasserburg
Projektingenieur Elektrotechnik (w/m/d)
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG

03.10.2026
Frankfurt am Main
Teamleiter (m/w/d) Vertrieb und Kalkulation TGA
LIST Ingenieure GmbH & Co. KG

04.10.2026
Bielefeld
Senior Projektingenieur (m/w/d) – EMSR-Technik – Projektmanagement
REUTERS INGENIEUR GmbH

04.10.2026
Hofheim
Technische*r Angestellte*r (Techniker*in oder Ingenieur*in) Werkstofftechnik, Physiktechnik, Maschinenbau
Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP)

04.10.2026
Garching
Ingenieurin (m/w/d) / Techniker (m/w/d) der Mess- und Regelungstechnik für Gebäudeautomation
Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH)

04.10.2026
Eutin, Lübeck
Leitung Entwicklung (w/m/d) Mechatronische Systeme / Industrielle Sicherheits- und Automatisierungstechnik
Bernstein AG

04.10.2026
Porta Westfalica
Planungsingenieur (w/m/d) und Projektsteuerung – Verkehrsinfrastruktur und Gleisplanung
Ruhrbahn GmbH

04.10.2026
Essen
Gruppenleiter:in Automatisierungstechnik
TraveNetz GmbH

04.10.2026
Lübeck
Bauleiter (m/w/d) Rohrsanierung / Kanalsanierung
Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG

04.10.2026
München, Neumarkt in der Oberpfalz, Nürnberg, Regensburg
Vertriebsingenieur / Projektingenieur (m/w/d) im Außendienst – Südbayern
DEPRAG SCHULZ GMBH u. CO. KG

04.10.2026
verschiedene Einsatzorte

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige