Kolumne Karriere für Einsteiger 15.12.2025, 08:00 Uhr

Yep, we can – Das sagen Unternehmen zur Jobsituation für Ingenieur:innen 2026

Ein verrücktes Jahr neigt sich langsam dem Ende. Gestartet mit wenig Elan, zerredet in politischen und gesellschaftlichen Zerwürfnissen, durchgemogelt in Kompromissen und gefühltem Stillstand und final dann angekommen in schlechter Laune und schlechten Prognosen.

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Ja, das Jahr war anstrengend und auf dem Jobmarkt sind ein paar dunkle Wolken aufgezogen. Aber es gibt genügend Chancen, sagt unserer Kolumnistin Anja Robert.

Foto: PantherMedia / mangostock

Zeitenwende, Krise und Kipppunkte waren die zentralen Begriffe in 2025. Da hilft auch kein Glühwein im Lichterglanz. Aktuell überbieten sich die Medien nun auch noch mit Berichten über die schlechten Arbeitsmarktchancen für Hochschulabsolvierende.

Ist alles wirklich Krise? Sind die Arbeitsmarktchancen wirklich so schlecht?

Aber stimmt das so alles wirklich? Ist wirklich alles Krise? Wir wollten es genauer wissen und haben die Unternehmen gefragt, mit denen wir an der RWTH Aachen einen engen Kontakt haben. Wir wollten wissen was für 2026 geplant ist. Gefragt haben wir rund 1700 Unternehmen. Und das Stimmungsbild hat uns überrascht. Bei den Rückmeldungen gaben 31 % an, in 2026 mehr Absolvierende einzustellen als in 2025, 32 % gehen davon aus, dass die Einstellungen auf dem Niveau bleiben, 27 % können es aktuell noch nicht einschätzen und nur 7 % gaben an, dass sie in 2026 keine Absolvierenden einstellen werden. Diese Ergebnisse sind nur ein weiteres Stimmungsbild, sie sind nicht repräsentativ und ja, es gab wirklich schon mal bessere Zeiten. Aber sie zeigen, dass der Arbeitsmarkt für Ingenieure noch lebt.

Der stabile Mittelstand als Rettungsanker

In meiner täglichen Arbeit erlebe ich viele Studierende und Jungingenieurinnen und Jungingenieure die von einer Karriere bei den großen Konzernen geträumt haben und aktuell wirklich hart vom Einstellungsstopp bei vielen Großunternehmen ausgebremst werden. Aber es gibt immer noch einen stabilen Mittelstand, es gibt immer noch zahlreiche äußerst erfolgreiche Hidden Champions und spannende Ingenieurbüros, Beratungsunternehmen, Forschungseinrichtungen und auch der öffentliche Sektor sucht gut ausgebildete Menschen. Und noch eine gute Nachricht: Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 in Deutschland rund 99 300 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 9,5 % mehr neu gegründete größere Betriebe als im Vorjahreszeitraum.

Und ja, es haben auch viele Unternehmen in 2025 aufgegeben, aber die Zahl der Neugründungen übersteigt die Zahl der Insolvenzen.

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Das Glas ist immer noch halb voll – es kommt halt auch auf die Einstellung an

Es gibt also immer noch genug zu tun, aber man muss definitiv länger und auch kreativer suchen als noch vor zwei Jahren. Und man muss flexibler sein, Netzwerke nutzen, die Branche wechseln, die Fachdisziplin ausweiten und seinen Wunscharbeitgeber neu definieren. Aber bei aller Unsicherheit und Dynamik ist das Glas in Deutschland immer noch halb voll, es kommt halt auch die Einstellung an.

Nutzen Sie die Weihnachtszeit, um mal Freude zu tanken, Freunde zu treffen und einen positiven Blick in die Zukunft zu werfen und wer weiß, manchmal kommt es ja auch besser als man denkt.

In diesem Sinne: Frohes Fest und viel Erfolg.

Bildunterschrift: Ja, das Jahr war anstrengend und auf dem Jobmarkt sind ein paar dunkle Wolken aufgezogen. Aber es gibt genügend Chancen, sagt unsere Kolumnistin Anja Robert. Foto: PantherMedia / mangostock

 

Ein Beitrag von:

  • Anja Robert

    ist die Koordinatorin des Career Centers der RWTH Aachen University. Dort berät sie Studierende und Absolvierende in allen Karrierefragen. Die RWTH Aachen University ist eine der größten technischen Hochschulen Europas. In nationalen Rankings und internationalen Bewertungen belegt die RWTH Aachen University zahlreiche Spitzenplätze in der Vermittlungsfähigkeit der Absolvierenden.

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