Kolumne von Anja Robert 20.11.2025, 11:00 Uhr

Wie Sie in Meetings wirklich gehört werden – ohne lauter zu sein

Mehr Wirkung in Meetings: Wie Nachwuchskräfte mit Haltung, Timing und der Fünf-Sekunden-Regel überzeugen, ohne laut zu werden.

Meeting

Wie junge Ingenieurinnen und Ingenieure trotz Sitzungsmikado Gehör finden: Strategien, Regeln und die überraschende Wirkung von fünf Sekunden Schweigen.

Foto: Smarterpix / paulprescott

Auf meine Oktober-Kolumne erreichte mich eine interessante Leserrückmeldung, die ich gerne aufgreife. In der Kolumne hatte ich dazu aufgerufen, wieder mehr miteinander zu reden. Hierzu formulierte ich den Appell an die Jungingenieurinnen und Jungingenieure, ihre Ideen und Anmerkungen einzubringen, auch gegen das „Haben-wir-schon -immer-so-gemacht“ der Älteren, aber auch den Aufruf an die „Boomer“, zuzuhören und Ideen und Anregungen ernst zu nehmen.

Mein Karrieretipp an die Nachwuchskräfte: Kommunikation und Durchhaltevermögen sind zwei Kompetenzen, die in zahlreichen Studien immer wieder als wichtige Faktoren für den beruflichen Erfolg genannt werden.

Wenn Schweigen klüger ist – und Reden gezielter sein sollte

Mich erreichte nun die ergänzende Rückmeldung eines Lesers: „Ein kluger Mensch ist gut beraten, dass er nichts sagt, wenn er nichts zu sagen hat.“ Sehr richtig. Und ich weiß genau, was der Leser meint, wenn er weiter ausführt, dass viele Menschen viel zu viel Redezeit in Anspruch nehmen und es hier eine Korrelation zu Hierarchiestufen zu geben scheint.

Häufig ist dies auch gekoppelt mit dem weit verbreiteten Sitzungsmikado: Es gewinnt der, der am Ende noch sitzt. Stellt sich die Frage, wie man als Jungingenieurin oder Jungingenieur damit umgeht und seine Ideen und Anmerkungen trotzdem erfolgreich einbringt. Erste Grundregel: Streichen Sie das Wort „aber“ aus Ihrem Sprachschatz, denn „aber“ klingt nach Widerspruch. Nutzen Sie lieber ein „und“, das klingt verbindend und ergänzend und erweckt beim Zuhörer den Eindruck von Zustimmung. Ein „und“ muss auch besser durchdacht werden, man muss das Verbindende suchen und die Argumentation besser strukturieren.

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Zuhören und Haltung bewahren

Eine weitere wichtige Karriereregel: Zuhören und Haltung bewahren. Bleiben Sie gelassen, folgen Sie dem Gespräch, schauen Sie die Leute an, nicken Sie, um Zustimmung zu signalisieren. Seien Sie aufmerksam, wer redet wann, platzieren Sie Ihre Argumente ruhig und konzentriert. Kaum ein Vorgesetzter wird gerne unterbrochen oder gar in einer Sitzung kritisiert.

Je höher die Position, desto weniger Widerspruch ist die Person gewöhnt, da hilft manchmal nur zurücklehnen und wundern. Sitzungen sind in der Regel der falsche Ort für die beste Idee, diese Zusammenkünfte sind eher ein Ort für viele Wörter und mehrheitsfähige Kompromisse.

Und last, but not least: Beweisen Sie Durchhaltevermögen und seien Sie vorbereitet, werden Sie auch in langen Sitzungen nicht unkonzentriert oder hungrig. Häufig dauert es lange, bis man sein Argument einbringen kann, aber diese Chance sollte man nutzen, um gehört zu werden.

Die Fünf-Sekunden-Regel: Ein unterschätztes Werkzeug

Und abschließend noch ein kleiner Tipp an alle. Es gibt die sogenannte Fünf-Sekunden-Regel. Der Mechanismus dahinter ist einfach. Wir Menschen halten Schweigen schlecht aus, wenn also nicht geredet wird, fängt irgendjemand an oder fordert zum Reden auf. Probieren Sie es mal aus, bringen Sie ihr Argument und dann atmen Sie durch und zählen innerlich bis fünf, Sie werden erstaunt sein, was das bewirken kann.

Nun sind der Worte aber genug geschrieben…1, 2, 3, 4, 5.

Viel Erfolg

Ein Beitrag von:

  • Anja Robert

    ist die Koordinatorin des Career Centers der RWTH Aachen University. Dort berät sie Studierende und Absolvierende in allen Karrierefragen. Die RWTH Aachen University ist eine der größten technischen Hochschulen Europas. In nationalen Rankings und internationalen Bewertungen belegt die RWTH Aachen University zahlreiche Spitzenplätze in der Vermittlungsfähigkeit der Absolvierenden.

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