Beförderung: Wer KI nutzt, steigt schneller auf
Wer KI-Tools clever einsetzt, arbeitet nicht nur produktiver, sondern hat auch bessere Chancen auf eine Beförderung. Mitarbeitende, die regelmäßig damit arbeiten, gelten zudem als besonders wertvoll fürs Unternehmen – ein klarer Vorteil für alle, die im Job vorankommen wollen. Zumindest so funktioniert es bei Cisco.
Wer KI clever einsetzt, arbeitet produktiver und steigert seine Karrierechancen.
Foto: Smarterpix/Gorodenkoff
Wer fleißig mit KI arbeitet, scheint Karrierewind im Rücken zu haben. Das legt zumindest ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Technologiekonzerns Cisco nahe. Demnach nutzten Cisco -Mitarbeitende, die für eine Beförderung vorgeschlagen wurden, künstliche Intelligenz rund 50 % häufiger als Kolleginnen und Kollegen ohne Aufstiegsempfehlung.
Für die Studie wertete Cisco anonymisiert die KI-Nutzung von rund 90.000 Mitarbeitenden zwischen August 2024 und Oktober 2025 aus. Doch damit nicht genug: Wer KI nicht nur ausprobiert, sondern konsequent einsetzt, gilt im Unternehmen offenbar als besonders wertvoll. Aktive KI-Nutzer und -Nutzerinnen werden laut Bericht mit einer um 40 % höheren Wahrscheinlichkeit als „unverzichtbar für das Unternehmen“ eingestuft.
Mehr Effizienz, bessere Leistung
Der Hauptgrund dürfte ganz simpel sein: KI macht die Arbeit effizienter. Mehr als 70 % der befragten Mitarbeitenden sagen, dass ihnen KI Zeit spart, die Produktivität steigert und Routineaufgaben erleichtert. Das bleibt nicht ohne Folgen. Wer KI-Tools häufiger nutzt, schneidet bei der Leistung offenbar besser ab und erreicht im Schnitt etwas höhere IPF-Werte, also bessere individuelle Leistungsbewertungen.
„Der Report zeigt sehr deutlich, dass KI-Nutzung die persönliche Produktivität verbessert und die Karrierechancen erhöht. Gleichzeitig wird Cisco zu einem Ort, an dem KI-Fähigkeiten nicht nur entwickelt, sondern auch belohnt werden“, kommentiert Christopher Tighe, Geschäftsführer von Cisco in der Schweiz.
Wie können Mitarbeitende den Umgang mit KI lernen?
Vor allem durch Ausprobieren. Die große Mehrheit der Mitarbeitenden eignet sich KI-Wissen ganz pragmatisch an: 87 % geben an, dass sie KI aus Neugier nutzen und im Arbeitsalltag mit für ihre Rolle passenden Tools experimentieren. Entscheidend ist dabei, dass es genügend Unterstützung gibt – etwa durch leicht zugängliche Hilfestellungen und Ressourcen. Sie sorgen dafür, dass Vertrauen entsteht und KI langfristig akzeptiert wird.
Mindestens genauso wichtig ist die Vorbildrolle des Managements. Mitarbeitende, deren direkte Vorgesetzte selbst mit KI arbeiten, nutzen die Technologie doppelt so häufig. Der Effekt von Top-down-Ansätzen ist also erheblich. Schon kleine Signale reichen aus: Wenn KI-Tools in Team-Meetings oder Einzelgesprächen thematisiert werden, entstehen Gelegenheiten, konkrete Anwendungen zu zeigen, Berührungsängste abzubauen und den Einsatz von KI im Alltag selbstverständlich zu machen.
Führungskräfte als Vorbilder
Die Daten bei Cisco zeigen klar: Wer vorangeht, macht den Weg frei. Mitarbeitende, deren direkte Vorgesetzte KI aktiv einsetzen, nutzen die Technologie selbst doppelt so häufig wie Kolleginnen und Kollegen ohne solche Vorbilder. Das zeigt, wie entscheidend Top-down-Modelle für die Akzeptanz neuer Tools sind.
Dabei kommt es nicht auf große Programme an – schon kleine, alltägliche Signale können einen großen Unterschied machen. Wenn Vorgesetzte in Team-Meetings, Einzelgesprächen oder Projektbesprechungen KI-Tools erwähnen, eröffnen sie Gelegenheiten, die Technik praktisch zu demonstrieren. Mitarbeitende können so sehen, wie KI im Arbeitsalltag sinnvoll eingesetzt wird, Hemmungen abbauen und Vertrauen aufbauen. Auf diese Weise wird KI nicht nur ein Werkzeug, sondern ein selbstverständlicher Teil der täglichen Arbeit, und die Führungskräfte tragen aktiv dazu bei, diese Kultur zu etablieren.
So wurde die Studie durchgeführt
Für die Analyse nutzte Cisco eine umfassende Datengrundlage von August 2024 bis Oktober 2025, um Einführung, Nutzung und Auswirkungen von KI-Tools im Unternehmen zu untersuchen. Im Fokus standen insbesondere CIRCUIT (Ciscos interner KI-Assistent), GitHub Copilot und Ask Cody.
Die Studie basiert auf anonymisierten und aggregierten Daten aus verschiedenen Quellen: der Nutzung von KI-Tools, KI-Lernpfaden, Umfragen zur Mitarbeitererfahrung (darunter Real Deal, Engagement Pulse, IT@Cisco, AI@Cisco), Mitarbeiterdemografie, Zusammenarbeit (Webex, Teilnahme an Events oder Büroanwesenheit), Leistung und Belohnungen, Fähigkeiten sowie Informationen zu Einstellungen und Kündigungen.
Ein Beitrag von: