Anzeige

Elektroschocks sollen Schmutzwasser aus dem Fracking reinigen

19. November 2015

Elektroschocks sollen Schmutzwasser aus dem Fracking reinigen
Beim Fracking entstehen große Mengen stark verunreinigten Wassers. MIT-Forscher wollen nun das Wasser mit Hilfe von Elektroschocks in eine saubere und eine stark belastete Fraktion trennen.
Mit Elektroschocks wollen US-Forscher stark verschmutztes Fracking-Wasser reinigen. Dabei fließt das Wasser zwischen zwei Elektroden, deren Spannung das Wasser in eine sauber und schmutzige Fraktion trennt. Im Labor funktioniert die Methode schon.
Anzeige
Anzeige


Fracking, also das Aufbrechen von Gesteinsformationen, um Erdgas und Erdöl freizusetzen, gilt in Deutschland als Technologie, die die Umwelt gefährden kann. Tatsächlich enthält das Wasser, das unter hohem Druck in den Untergrund gepresst wird, neben Sand wenige Prozent Chemikalien, die das Wasser wie ein Spülmittel enthärten, und verhindern, dass sich Algen bilden, die die Poren verstopfen. Ein Teil des Fracking-Wassers gelangt zur Oberfläche zurück, wo es im günstigsten Fall gesammelt und gereinigt wird.

Im günstigsten Fall entsteht Trinkwasser

Da es sich um sehr große Mengen an Flüssigkeit handelt, deren Reinigung sehr teuer ist, pressen manche Unternehmen das Schmutzwasser einfach in tief gelegene geologische Formationen. Forscher am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge haben jetzt ein Verfahren entwickelt, mit dem sich verunreinigtes Wasser in zwei Fraktionen aufteilen lässt.

Anzeige
Anzeige
Das verschmutzte Wasser fließt zwischen zwei Elektroden durch, die sauberes und schmutziges Wasser trennen.

Eine besteht im günstigsten Fall aus Frischwasser, das ohne weitere Behandlung trinkbar ist, die andere aus Wasser, in dem die Schadstoffe konzentriert sind. Damit ließe sich die Wassermenge, die endgelagert werden muss, drastisch verringern. Das Konzentrat könnte auch wieder mit Wasser und Sand vermischt und erneut zum Fracking genutzt werden.

Ionen werden abgelenkt

Anders als bei gängigen Verfahren wie der Umkehrosmose, bei der Verunreinigungen durch feine Membranen, die verstopfen können, zurückgehalten werden, arbeiten die MIT-Wissenschaftler mit elektrischen Schockwellen. Das verunreinigte Wasser fließt zwischen zwei Elektroden durch, zwischen denen in schneller Folge eine elektrische Spannung aufgebaut wird. Diese sorgt dafür, dass positiv geladene Ionen zur negativ geladenen Elektrode abgelenkt werden. Negativ geladenen Ionen drängen zur Gegenseite. Am Ende der Strecke teilt eine Art Messer die beiden Ströme in Frisch- und Schmutzwasser.

Die Schock-Elektrodialyse funktioniert bisher nur im Labor

Das Verfahren ist zur Entsalzung von Wasser entwickelt worden. In diesem Fall sind es die Natrium-Ionen – Salz ist ein Molekül, das Natrium und Chlor enthält –, die zur negativen Elektrode driften. Das gasförmige Chlor weicht in die Atmosphäre aus. Schock-Elektrodialyse nennen die Forscher ihre Entwicklung, die im Labor schon funktioniert. Sie hoffen, mit dieser Technik eine Entsalzungsmöglichkeit gefunden zu haben, die weniger Energie benötigt als etwa die Umkehrosmose, bei der Salzwasser mit hohem Druck durch eine Membran gepresst wird, die keine Natriumchlorid-Moleküle passieren lässt.

Anzeige
Anzeige

Sven Schlumpberger, der zum Entwicklerteam von Martin Bazant gehört, MIT-Professor für Chemie und Mathematik, geht davon aus, dass sich die Schock-Elektrodialyse auch für Fracking-Wasser eignet. Sie könnte allerdings nur einen Teil der Chemikalien aus dem Hauptstrom entfernen. Das Spülmittel bliebe sicherlich drin.

Fracking-Gebiet in Wyoming: In den USA werden täglich rund drei Millionen Barrel (169 Liter) Erdöl durch Fracking gefördert.

Und doch wäre das ein Fortschritt: Denn derzeit haben die USA in einigen Regionen große Probleme mit der Belastung des Trinkwassers als Folge des Frackings.

Anzeige
Anzeige

 



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige