Fernzugriff auf Brandmeldeanlagen: Siemens erhält als Erster das VdS-Siegel
Sebastian Brose, VdS-Bereichsleiter Security & Geo (Mitte), übergab das offizielle Anerkennungszertifikat an Tobias Hatting, Service Delivery Manager, Stefan Crass, Portfolio Manager Safety Services, Tina Rohmann, Quality Manager, und Bettina Popp, Leitung Risk & Quality Management von Siemens (vlnr.).
Foto: Siemens
Brandmeldeanlagen gehören zu den sicherheitskritischsten Systemen eines Gebäudes. Tritt eine Störung auf, zählt jede Minute – bislang war dafür häufig zunächst ein Techniker vor Ort nötig. Siemens hat nun als erster Errichter die VdS-Anerkennung mit dem Zusatz „Geprüfter Fernservice nach DIN EN 50710“ erhalten. Damit bestätigt VdS, dass Brandmeldeanlagen über einen abgesicherten Fernzugriff normkonform geprüft und Störungen, soweit zulässig, auch aus der Ferne behoben werden können.
Was sind die Vorteile von Fernzugriffen?
Als 2024 in einem Serverraum des Johanna-Etienne-Krankenhauses in Neuss ein Feuer ausbrach, löste die automatische Brandmeldeanlage sofort Alarm aus. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Löschzügen an, rund 140 Patientinnen und Patienten wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Die Einsatzkräfte konnten den Brand löschen und verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Der Fall zeigt, wie wichtig eine jederzeit zuverlässig funktionierende Brandmeldetechnik ist.
Tritt an einer solchen Anlage eine Störung auf, muss sie möglichst schnell behoben werden. Über einen nach DIN EN 50710 abgesicherten Fernzugriff kann das zuständige Serviceunternehmen die Ursache analysieren, Einstellungen kontrollieren und zulässige Korrekturen direkt vornehmen. Erst wenn Arbeiten an der Anlage selbst erforderlich sind, muss ein Techniker zum Einsatzort fahren. Das verkürzt die Reaktionszeit, reduziert Ausfallzeiten und stellt sicher, dass der Fernzugriff die hohen Sicherheitsanforderungen der Norm erfüllt.
Siemens wird erster Errichter mit geprüftem Fernservice
Als erster Errichter erhält die Siemens AG die VdS-Anerkennung mit dem Zusatz „Geprüfter Fernservice nach DIN EN 50710“. Damit bestätigt VdS, dass die Fernwartung von Brandmeldeanlagen die hohen Sicherheitsanforderungen der europäischen Norm erfüllt. Die erstmals in die VdS-Errichteranerkennung integrierte Zertifizierung schafft einen transparenten Nachweis für sichere und normkonforme Fernzugriffe.
- Siemens AG ist der erste Errichter, der die VdS-Anerkennung mit dem Zusatz „Geprüfter Fernservice nach DIN EN 50710“ erhält.
- Die Anerkennung bestätigt, dass die Fernwartung von Brandmeldeanlagen den hohen Sicherheitsanforderungen der europäischen Norm DIN EN 50710 entspricht.
- Die Zertifizierung ist erstmals direkt Bestandteil der VdS-Errichteranerkennung und dokumentiert eine sichere und normkonforme Fernwartung.
- Mit der erweiterten Anerkennung stärkt VdS den sicheren Einsatz moderner Fernwartungslösungen und unterstreicht seine Rolle als Innovations- und Standardisierungspartner.
Fernservice: Zertifizierung wird Teil der VdS-Anerkennung
Im Rahmen der VdS-Errichteranerkennung wurden an den Siemens-Standorten Essen und Frankfurt auch die Anforderungen der DIN EN 50710 für sichere Fernzugriffe geprüft. Der Nachweis erfolgt künftig direkt als Zusatz zur VdS-Anerkennung. „Die Integration der Zertifizierung in die VdS-Errichteranerkennung schafft einen transparenten Nachweis für sichere und normkonforme Fernwartung und reduziert den Aufwand für Errichter und Betreiber“, sagt Sebastian Brose, Bereichsleiter Security & Geo bei VdS. „Die unabhängige Validierung durch VdS bestätigt die normkonforme Umsetzung unserer Fernwartungsprozesse und stärkt das Vertrauen in unsere Lösungen“, ergänzt Stefan Crass, Portfoliomanager Safety Services bei Siemens AG.
Zukunftsfähige Sicherheitslösungen
Mit dem erfolgreichen Anerkennungsverfahren von Siemens unterstreicht VdS seine Rolle als Innovationspartner für sichere Fernwartungslösungen – von Gefahrenmelde- und Feuerlöschanlagen bis hin zu vernetzten Gebäudesystemen. VdS hat die Entwicklung der DIN EN 50710 aktiv mitgestaltet und ergänzt diese durch eigene Richtlinien wie VdS 6041 für sichere Fernzugangsinfrastrukturen. Darüber hinaus bietet VdS Zertifizierungen für Selbsttesteinrichtungen (VdS 6038) an, die Störungen frühzeitig erkennen und über Fernzugangsinfrastrukturen arbeiten.
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite der VdS.
www.vds.de/Annika Hilse




