Radfahren? Aber sicher! 02.07.2020, 10:00 Uhr

Junge Radfahrer tragen häufiger einen Schutzhelm

Immer mehr junge Menschen trugen 2019 zum eigenen Schutz einen Fahrradhelm. Das begrüßt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Die Helmtragequote unter jungen Erwachsenen hat sich im Vergleich zu 2018 zufolge einer aktuellen Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Die Aktion „Looks like shit. But saves my life“ zeigt erste Erfolge.

Immer mehr junge Menschen tragen einen Fahrradhelm. Laut einer aktuellen Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen, hat sich die Helmtragequote bei den 22–30-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Foto: Adobe Stock

Immer mehr junge Menschen tragen einen Fahrradhelm. Laut einer aktuellen Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen, hat sich die Helmtragequote bei den 22–30-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Foto: Adobe Stock

Fahrradfahren ist gesund und emissionsarm – aber im Straßenverkehr kann es gefährlich sein. Vor allem weil Jugendliche und Erwachsen im durchschnitt selten Fahrradhelme tragen. Daher haben das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der DVR im Frühjahr 2019 die Kampagne „Runter vom Gas“ des die Fahrradhelm-Aktion „Looks like shit. But saves my life“ gestartet – für höhere Helmtragequoten.

Doppelt so viele Radfahrer mit Helm

Neueste Ergebnisse aus den jährlich erhobenen Verkehrsbeobachtungen der BASt zeigen nun nach einem Jahr, dass sich insbesondere bei den insbesondere bei den 22- bis 30-Jährigen die Quote mehr als verdoppelt hat. Sie erhöhte sich von 8 auf 18 Prozent Damit sind in dieser Zielgruppe signifikante Anstiege der Helmtragequote zu verzeichnen. Bei den Jugendlichen setzte 2018 lediglich jeder 13. Radler zwischen 17 bis 21 Jahren einen Fahrradhelm auf (8 Prozent), tat das 2019 fast jeder siebte (14 Prozent).

Wieviel Verkehrsteilnehmer sind Radfahrende?

Die Verkehrsbeobachtungen der BASt erfolgen in zwei Erhebungsperioden im Juni und September jeweils in den selben 6 Erhebungsregionen. Dabei werden die Sicherungsquoten von Pkw-Insassen und das Tragen von Schutzhelmen und Schutzkleidung auf Zweirädern erfasst werden. Das Erhebungsverfahren ist standardisiert und ermöglicht eine kontinuierliche Fortschreibung der Entwicklung des Schutzverhaltens.

Den aktuellen Ergebnissen liegen Beobachtungen von 18.292 Pkw mit 24.117 erwachsenen Pkw-Insassen zugrunde, ergänzt um eine Zusatz-Stichprobe von 1.771 erwachsenen Fondinsassen und 4.443 kindersitzpflichtigen Kindern (bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres). Die Beobachtungen des Zweiradverkehrs des Jahres 2019 umfassen 13.111 Rad-Fahrende sowie 3.857 motorisierte Zweirad-Fahrende innerorts. Die Erhebungen im Güterkraftverkehr umfassen 4.488 Fahrzeuge.

„Looks like shit, but saves my life“

Radfahrende sind die schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr und nur wenig geschützt. Daher sind alle Verkehrsteilnehmer in der Pflicht, den zunehmenden Radverkehr sicherer zu machen. Mittlerweile gibt es qualitativ sehr hochwertige Helme oder Airbags zum Schutz vor Kopfverletzungen, mit denen Radfahrende sicher im Straßenverkehr unterwegs sind. „Sollte unsere gemeinsam mit dem BMVI durchgeführte Aktion „Looks like shit, but saves my live“ zu einem besseren Image des Fahrradhelms bei jungen Leuten beigetragen haben, wäre das sehr erfreulich“, äußerte sich Prof. Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, zu den Ergebnissen der jüngsten BASt-Studie. Neben modernen Helmen können Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen auch mit gut sichtbarer Kleidung etwas für den eigenen Schutz machen.

  1. Quelle: www.dvr.de; www.bast.de

von Annika Hilse

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