Kollaboration mit dem digitalen Zwilling 10.06.2022, 08:01 Uhr

Dassault: Die digitale Fabrik auf dem Messestand

Mit Partnern hat Dassault in Hannover gezeigt, was der digitalen Zwilling kann: gemeinsames Arbeiten von der Konstruktion bis zum Service am virtuellen Modell.

Dassault Systèmes hat auf der Messe in Hannover gezeigt, wie virtuelle Zwillinge zu nachhaltigen Innovationen und einer zukunftssicheren Fertigung beitragen. Foto: Dassault

Dassault Systèmes hat auf der Messe in Hannover gezeigt, wie virtuelle Zwillinge zu nachhaltigen Innovationen und einer zukunftssicheren Fertigung beitragen.

Foto: Dassault

Digitalisierung und Nachhaltigkeit – Dies waren die beiden Schwerpunktthemen auf der diesjährigen Hannover-Messe. Wie die 3D-Experience Plattform dabei unterstützt, nachhaltige Projekte für unterschiedlichste Beteiligte von der ersten Idee bis zu langfristigen Wartungsplänen umzusetzen, zeigte Dassault Systèmes. Dies war am Stand sowie auf der zeitgleich stattfindenden Branchenveranstaltung Manufacturing in the Age of Experience zu sehen. Besucher erhielten somit Einblicke in Lösungsansätze und wie eine Plattform für die Entwicklung kollaborativer sowie nachhaltiger Innovationen genutzt werden kann.

Gemeinsamer Showcase mit vier Partnern

Den Kern des Messeauftritts von Dassault Systèmes bildete der gemeinsame Showcase mit den Partnern e.Volution, Omron, VAF und Graebener Bipolar Plate Technologies. Entstanden ist das Projekt aus einer Idee des Unternehmens e.Volution, bei dem ein Mobility-as-a-Service System Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzellen ausstattet. Zur Entwicklung und Herstellung dieser speziellen Brennstoffzellentechnik, kombinierten alle Unternehmen ihre Expertise auf der 3D-Experience Plattform von Dassault Systèmes – von der Planung bis zur Umsetzung, über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Im Fokus stand dabei durchgängig die nahtlose Zusammenarbeit in Echtzeit. Auf der Plattform ließen sich alle Bereiche – ob Konstruktion, Manufacturing, Marketing oder Service – zusammenführen, um an einem gemeinsamen virtuellen Modell zu arbeiten.

Auf der Plattform ließen sich alle Bereiche – ob Konstruktion, Manufacturing, Marketing oder Service – zusammenführen, um an einem gemeinsamen virtuellen Modell zu arbeiten.

Foto: Dassault

Diesen gesamten Prozess konnten die Besucher an insgesamt 12 Stationen live erleben und Impulse für eigene Projekte mitnehmen.

  • Der Anbieter e.Volution, einer der Partner der diesjährigen Standpräsentation, entwickelt, produziert und betreibt Mobility-as-a-Service (MaaS)-Systeme bestehend aus innovativen Fahrzeugen mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb.

Prof. Dr. Günther Schuh, CEO e.Volution: „Unser gemeinsamer Showcase auf der Hannover Messe 2022 hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Spezialisten für die Entwicklung und Umsetzung von innovativen Mobilitätslösungen sehr wichtig ist. Unser Shuttle Meta unterstützt nicht nur dabei, die Fahrtzeit optimal als Arbeitszeit nutzen zu können. Durch den Einsatz von digitalen Technologien und Methodiken des modellbasierten Systems Engineering haben wir erstmals ein Fahrzeug der Kreislaufwirtschaft geschaffen, das regelmäßig effizient erneuert und aufgewertet wird und damit eine Lebens- und Einsatzdauer von 50 Jahren erreichen kann. Ein Durchbruch für die nachhaltige Mobilität.“

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  • e.Volution selbst besitzt nicht das spezielle Know-how über die eingesetzte Brennstoffzellentechnik. Durch den Aufbau und die Nutzung eines kollaborativen Netzwerks kann die Umsetzung des Geschäftsmodells jedoch trotzdem gelingen. Auf Basis der 3D-Experienc Plattform als Single Source of Truth ist das Unternehmen in der Lage, eine schnelle Umsetzung von der Konzeption über Simulation, Fertigung und Service sicherzustellen.

Fernando Colás, CEO Industrial Automation Business Europe, Omron: „Die offene Zusammenarbeit zwischen Dassault Systèmes, VAF und Omron ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Mehrwerte für Kunden erzielt werden können, wenn die verschiedenen Expertisen von Anbietern von virtuellem Design, Engineering und Automatisierung zusammengebracht werden.“

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  • Die verschiedenen Schritte der Wertschöpfungskette demonstriert Dassault Systèmes gemeinsam mit dem Industrie-Automatisierungsspezialisten Omron und dem Sondermaschinenbauer VAF. In der Produktentwicklung trägt die 3D-Experienc Plattform dazu bei, die Prozesse der Brennstoffzellenproduktion hochgradig zu automatisieren, die Qualität zu steigern und gleichzeitig drastisch reduzierte Zykluszeiten zu erzielen.

Hermann Stark, Geschäftsführer VAF: „Unsere Präsenz auf der Hannover Messe hat uns und unseren Kunden die Vorteile der 3D-Expierence Plattform nochmals verdeutlicht: Der schnelle Zugriff auf 3D-Modelle ermöglicht einen guten Überblick über den aktuellen Status der Maschine – für jeden verständlich, ortsunabhängig und in Echtzeit. So arbeiten alle Beteiligten mit der aktuellen Version und niemand greift auf veraltete Daten zurück. Diese Möglichkeit ist für uns erfolgsentscheidend für die Zukunft.“

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  • Wenn es um die Designabstimmung von Bipolarplatten – dem Herzstück eines Brennstoffzellen-Stacks – sowie der Serienfertigung eben dieser geht, kommt schließlich das Unternehmen Graebener Bipolar Plate Technologies in zweierlei Hinsicht zum Zug. Das Unternehmen ist nicht nur ein ausgewiesener Spezialist für das Engineering und den Bau von Produktionsanlagen und -linien zur Fertigung von Bipolarplatten, sondern bietet mit seinem hauseigenen Applikationslabor auch ein umfangreiches Leistungsportfolio vom Bipolarplatten-Design über das Prototyping bis zur Kleinserienfertigung.

Fabian Kapp, Managing Director Graebener: „Wenn man heute erfolgreich sein möchte, genügt es nicht immer, innovativ zu sein und das beste Produkt zu haben. Man braucht auch wertvolle Partner und Kooperationen, mit denen man Ideen weiterentwickeln und Kräfte bündeln kann. So entstehen nicht selten Lösungen, die noch größer sind als die Summe ihrer Einzelprodukte.“

Foto: Dassault

  • Das Ende der Demo zeigt, wie das Feedback aus den einzelnen Prozessschritten zurück in den Ideenpool für neue Varianten und Entwicklungen oder ganz neue Geschäftsmodelle fließen kann – ein virtueller Lebenszyklus über das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk hinweg.

Manufacturing in the Age of Experience

Bei der Manufacturing in the Age of Experience waren Gäste zudem dazu eingeladen, mit Hilfe von VR selbst in eine digitale Fabrik einzutauchen und anhand eigener Businessentscheidungen die Herausforderungen in der Produktion zu bewältigen – ein Ausblick, wie die Produktion der Zukunft mit digitalen Lösungen gestaltet werden kann.

Oliver Ribet, Executive Vice President Dassault Systèms: „Ein virtueller Zwilling ermöglicht eine wirkliche Zusammenarbeit aller Beteiligten, denn mit einem visuellen 3D-Modell sprechen alle die gleiche Sprache – egal ob aus dem Ingenieurswesen, der Konstruktion und der Finanzabteilung. Unser Ansatz, virtuelle Zwillinge über den kompletten Lebenszyklus einzubeziehen, ist der Schlüssel zum Erfolg, mit dem sich innovative Projekte effizient, schnell und nachhaltig umsetzen lassen.“

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„Wir haben auf der Hannover Messe sehr positives Feedback unserer Kunden, Partner und Besucher erhalten. Insbesondere das VR-Erlebnis bei der Manufacturing in the Age of Experience vermittelte einen einmaligen Eindruck, wie die Fabrik der Zukunft aussieht“, so Olivier Ribet, Executive Vice President EMEAR bei Dassault Systèmes. „Mit unserem Showcase konnten wir zudem zeigen, wie sich nachhaltige Innovationen von A bis Z umsetzen lassen, indem die 3D-Experience Plattform alle geschäftlichen und technischen Aspekte eines Projekts vereint. Ein virtueller Zwilling ermöglicht wirkliche Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der Einsatz von visuellen 3D-Modellen führt dazu, dass alle die gleiche Sprache sprechen – Ingenieure, Konstrukteure und die Finanzabteilung. Unser Ansatz, virtuelle Zwillinge über den kompletten Lebenszyklus einzubeziehen, ist der Schlüssel zum Erfolg, mit dem sich innovative Projekte effizient, schnell und nachhaltig umsetzen lassen.“

Die Herausforderungen der Standbesucher

Der gezeigte Showcase war für viele Besucher am Stand von Dassault Systèmes Auslöser, die eigenen Herausforderungen neu zu bewerten. Vier Punkte wurden dabei immer wieder genannt:

  • 1. Wie kann Nachhaltigkeit in jedem Schritt des Lebenszyklus umgesetzt werden?

Große Bedeutung für Hersteller hat heute die Erfassung und Reduktion des eigenen CO2-Fußabdrucks. Die Bilanzierung des CO2-Ausstoßes mit Hilfe einer Lifecycle Assessment Solution kann entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfolgen, in der dafür beispielsweise Materialauswahl, Produktionsverfahren oder Gewicht eines Greifers eine Rolle spielen. Dieser Aspekt wurde in jedem Schritt des Showcases berücksichtigt.

  • 2. Wie können Innovationen beschleunigt werden?

Unternehmen stehen häufig vor der Herausforderung, gute Ideen nicht schnell genug umsetzen zu können. Der gezeigte Use Case von Dassault Systèmes und den Partnern setzt hier an: Durch den Einsatz einer gemeinsamen Datenbasis auf der 3D-Experience Plattform wird die interdisziplinäre Kollaboration aller Experten gestärkt, beschleunigt und Wissenstransfer in Echtzeit ermöglicht. Die Gefahr, mit veralteten Daten zu arbeiten, wird eliminiert.

  • 3. Wie bleiben Unternehmen für Fachkräfte attraktiv?

Der Fachkräftemangel macht sich industrieübergreifend bemerkbar. Ein Unternehmen, das auf digitale Transformation setzt, kann dem entgegenwirken. Standortunabhängiges Arbeiten ermöglicht bereits heute, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden.

  • 4. Wie kann der wachsenden Bedeutung von Service und Wartung begegnet werden?

Die Entwicklung und Fertigung einer Maschine hat im Vergleich zu ihrer Laufzeit einen geringen Anteil am gesamten Lebenszyklus. Service- und Wartungskonzepten kommt daher eine immer größere Bedeutung zu. Mit individualisierten virtuellen Zwillingen lassen sich wichtige Businessentscheidungen bereits aus der Ferne treffen und die Instandhaltung von Maschinen sicherstellen.

Um langfristig ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu erreichen, muss die Digitalisierung vorangetrieben werden. Digitale Kontinuität, wirtschaftliche Robustheit sowie die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten sind für die Produktion von morgen entscheidend.

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Von Dassault Systèmes/Udo Schnell

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