DGNB-Report 09.09.2022, 13:47 Uhr

Nachhaltige Baumaterialien: Worauf es bei der Auswahl ankommt

Baumaterialien so auszuwählen, dass am Ende ein ganzheitlich nachhaltiges Gebäude entsteht, ist nicht trivial. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen hat deshalb eine kompakte Publikation zur Materialwahl bei Bauprodukten mit Grafiken und einer Checkliste veröffentlicht.

Die DGNB hat eine neue Publikation mit dem Titel „Bauprodukte im Blick der Nachhaltigkeit: Worauf es bei der Materialwahl wirklich ankommt“ veröffentlicht. Foto: DGNB

Die DGNB hat eine neue Publikation mit dem Titel „Bauprodukte im Blick der Nachhaltigkeit: Worauf es bei der Materialwahl wirklich ankommt“ veröffentlicht.

Foto: DGNB

Der DGNB-Report „Bauprodukte im Blick der Nachhaltigkeit: Worauf es bei der Materialwahl wirklich ankommt“ soll Planenden und Bauherren Prinzipien und Methoden an die Hand geben, die bei der Auswahl der Baumaterialien helfen. Zugleich schafft er laut DGNB eine Grundlage für die Kommunikation zwischen Planenden und den Herstellern von Bauprodukten.

Komplexität der Auswahl von Baumaterialien für Gebäude ist hoch

„Wir bekommen immer wieder gespiegelt, wie komplex die Auswahl der Baumaterialien bei nachhaltigen Gebäuden ist“, sagt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Planende wissen oft nicht, wo sie die nötigen Informationen herbekommen oder welche Fragen überhaupt zu stellen sind. Hier setzt unser neuer Report an.“ Er soll Planenden mehr Sicherheit bei der Produktwahl geben und helfen, diese systematisch aus dem Blick eines ganzheitlich nachhaltigen Gebäudes auszuwählen.

„Planende wissen oft nicht, wo sie die nötigen Informationen herbekommen oder welche Fragen überhaupt zu stellen sind“, sagt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB.

Foto: DGNB

Vier Themen im Fokus der Materialwahl

Im Wesentlichen seien bei der nachhaltigen Materialwahl vier Themenblöcke relevant:

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
AVISTA OIL Deutschland GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) im Anlagenbau AVISTA OIL Deutschland GmbH
Hannover Zum Job 
JUMO GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Strategischer Einkäufer im Bereich Mechanik (m/w/d) JUMO GmbH & Co. KG
GSI - Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH Niederlassung SLV München-Firmenlogo
Diplom-Ingenieur / Master / Bachelor (m/w/divers) GSI - Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH Niederlassung SLV München
Würzburg (Home-Office) Zum Job 
Wacker Chemie AG-Firmenlogo
Betreuungsingenieur OT-Sicherheit (w/m/d) Wacker Chemie AG
Burghausen Zum Job 
PFEIFER DRAKO Drahtseilwerk GmbH-Firmenlogo
HSE-Manager (m/w/d) am Standort Mülheim, Division Ropes & Services PFEIFER DRAKO Drahtseilwerk GmbH
Mülheim an der Ruhr Zum Job 
BORSIG ZM Compression GmbH-Firmenlogo
Mechatroniker (m/w/d) Prüffeld und Montage BORSIG ZM Compression GmbH
Meerane Zum Job 
PFEIFER DRAKO Drahtseilwerk GmbH-Firmenlogo
Produktionsleiter (m/w/d) am Standort Mülheim, Division Ropes & Services PFEIFER DRAKO Drahtseilwerk GmbH
Mülheim an der Ruhr Zum Job 
thyssenkrupp nucera-Firmenlogo
Verfahrensingenieur/Process Engineer Elektrolysetechnologien (m/w/divers) thyssenkrupp nucera
Dortmund Zum Job 
thyssenkrupp Bilstein GmbH-Firmenlogo
Software Engineer - Automotive (m/w/divers) thyssenkrupp Bilstein GmbH
Ennepetal Zum Job 
thyssenkrupp Steel Europe AG-Firmenlogo
Werkstudent:in im Bereich "Grüne Transformation" (m/w/d) thyssenkrupp Steel Europe AG
Duisburg Zum Job 
SRAM Deutschland GmbH-Firmenlogo
Design Engineer (m/f/d) SRAM Deutschland GmbH
Schweinfurt Zum Job 
Bertrandt Technologie GmbH Mönsheim-Firmenlogo
Bauteilverantwortlicher - Lichtelektronik im Sportwagen (m/w/d) Bertrandt Technologie GmbH Mönsheim
Mönsheim Zum Job 
Evangelische Kliniken Rheinland gGmbH-Firmenlogo
Bauleiter:in (m/w/d) im Gesundheitswesen Evangelische Kliniken Rheinland gGmbH
Bergisch Gladbach Zum Job 
Bertrandt Technologie GmbH Mönsheim-Firmenlogo
Ingenieur - Lichtelektronik im Sportwagen (m/w/d) Bertrandt Technologie GmbH Mönsheim
Mönsheim Zum Job 
Energie-Wende-Garching GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Technischer Leiter (m/w/d) Energie-Wende-Garching GmbH & Co. KG
Garching Zum Job 
RATISBONA Handelsimmobilien-Firmenlogo
Bauleiter für Handelsimmobilien (m/w/d) RATISBONA Handelsimmobilien
RATISBONA Handelsimmobilien-Firmenlogo
Bauzeichner im Hochbau (m/w/d) RATISBONA Handelsimmobilien
Regensburg Zum Job 
RATISBONA Handelsimmobilien-Firmenlogo
Bauingenieur für unsere Tiefbauplanung (LPH 1-5) (m/w/d) RATISBONA Handelsimmobilien
Regensburg Zum Job 
HBC Hochschule Biberach-Firmenlogo
W2-Vertretungsprofessur (m/w/d) HBC Hochschule Biberach
Biberach an der Riß Zum Job 
NORD-MICRO GmbH & Co. OHG-Firmenlogo
Ingenieur Elektrotechnik (m/w/d) Leiterplattenlayout / Baugruppenkonstruktion NORD-MICRO GmbH & Co. OHG
Frankfurt am Main Zum Job 
  • Klimaschutz
  • Ressourcenschonung
  • der Schutz der Gesundheit und Umwelt sowie
  • die Beachtung nachhaltiger Lieferketten.

Der Report behandelt jedes der Themen für sich.

„Am Ende geht es darum, alle vier Themen im Hinterkopf zu haben und im gesamten Planungsprozess bei Materialfragen immer wieder abzurufen und projektspezifisch zu beantworten“, erläutert Johannes Kreißig, ebenfalls Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Uns war wichtig, keine Pauschalantworten zu liefern, sondern den Blick auf das zu lenken, was für die Zielsetzung eines nachhaltigen Gebäudes wirklich wirkt.“

Der neue DGNB-Report enthält auch eine Checkliste, die zur konkreten Umsetzung ermutigen soll.

Foto: DGNB

Keine konkreten Empfehlungen

So werden etwa keine Empfehlungen für bestimmte Baustoffe gegeben. Vielmehr erklärt der Report beim Thema Klimaschutz, wie Planende in ihren Bauprojekten die größten Hebel zur CO2-Reduktion selbst finden können. Erläutert wird beispielsweise auch, warum das Suffizienzprinzip immer an erster Stelle stehen sollte. Dieses fragt nach dem richtigen und notwendigen Maß für die individuelle Bauaufgabe.

„Im Kontext der Ressourcenschonung wird häufig über recyclingfähige Bauprodukte gesprochen“, sagt Lemaitre. „Dabei sollten wir uns doch zuallererst darum bemühen, Ressourcen im Hier und Jetzt zu schonen. Solche Schwerpunktsetzungen finden sich in allen Kapiteln unseres Reports.“

Unterstützung bei der Orientierung

Mit 30 Seiten und drei Kapiteln ist die Publikation nach Ansicht der DGNB schlank gehalten. „Wir haben hier keinen 200-seitigen Leitfaden mit Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein nachhaltiges Gebäude entwickelt. Dafür haben wir ja bereits das DGNB Zertifizierungssystem“, betont Kreißig. „Vielmehr wollen wir in kompakter Form Orientierung für die Materialwahl geben und Lust auf die konkrete Umsetzung machen.“ Unterstützen sollen dabei zahlreiche Grafiken, Checklisten und die Vorstellung altbekannter und neuer Baustoffalternativen.

Der Report kann in digitaler Form oder als Printversion bestellt werden.

Foto: DGNB

Der Report kann unter www.dgnb.de/publikationen kostenfrei in digitaler Form oder als Printversion bestellt werden.

Empfehlung der Redaktion – das könnte Sie auch interessieren:

  1. Aktuelle Beiträge aus dem Special "Bauen für den Klimaschutz"
  2. Nachhaltigkeit: Kreislauf-Pass und Materiallisten machen Cradle-to-Cradle-Bauen konkreter
  3. Nachhaltigkeit: Gebäuderessourcenpass steht zur Diskussion bereit
  4. Kreislaufwirtschaft: Heidelberg will Baustoffe-Schätze der Stadt heben
  5. DGNB: Nachhaltige Sanierungen neu zertifiziert
  6. Nichts mehr verpassen: Hier geht‘s zur Newsletter-Anmeldung
Von DGNB / Karlhorst Klotz