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Sicher über die Kleine Nister 20.05.2026, 10:30 Uhr

Holzbrücke im DBU-Naturerbe: Regionale Konstruktion begeistert Besucher

Nachhaltig gebaut und tief verwurzelt in der Region: Die neue Holzbrücke im DBU-Naturerbe Stegskopf verbindet nicht nur Wanderwege, sondern auch Mensch, Natur und Handwerk aus heimischem Douglasien- und Lärchenholz.

Baustelle neue Holzbrücke aus regionalem Holz während der Montage, Handwerker arbeiten am Bauwerk.

Einsatz regionaler Handwerkskunst: Die neue Holzbrücke am Stegskopf entsteht aus unbehandeltem Douglasien- und Lärchenkernholz und verbindet Tradition mit nachhaltigem Bauen.

Foto: Christof Hast/Bundesforst

Im Herzen des DBU-Naturerbes Stegskopf hat sich etwas bewegt: Besucherinnen und Besucher erleben seit Kurzem eine beeindruckende Holzbrücke, die sicher über die Kleine Nister führt und sich in die bunt blühende Frühlingslandschaft eingebettet ist. Nach Abschluss der letzten Handwerksarbeiten am Geländer erweist sich das Bauwerk als lebendiger Teil der Natur.

Regionales Holz schafft Verbindungen

Was diese Holzbrücke besonders macht, ist nicht nur ihre Funktion, sondern ihr Ursprung: Das verwendete unbehandelte Douglasien- und Lärchenkernholz stammt direkt aus der Region. Diese Entscheidung zeigt einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, kurze Transportwege und die Nutzung lokaler Ressourcen.

Holzbrücke mit Verantwortung

Sicherheit stand bei diesem Projekt an erster Stelle. Die alte Brücke von 1984 war gefährlich marode geworden, weshalb der Austausch unumgänglich war. „Die alte Brückenkonstruktion musste aufgrund ihrer Belastung mit Holzschutzmitteln über ein heimisches Spezialunternehmen umweltgerecht entsorgt werden“, so Revierleiter Christof Hast vom Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel.

Nach einer professionellen Umsetzung mit dreißig Kubikmeter Holz durch lokale Unternehmen sorgt die neue Holzbrücke nun für sichere Überquerung selbst bei Fahrrad- oder Familienausflügen entlang der Platzrandstraße Süd zwischen Hof und Nisterberg. Motorisierte Fahrzeuge sind im DBU-Naturerbe Stegskopf die Ausnahme. Nur wenige Berechtigte, wie der Revierleiter mit seinem Geländewagen oder Pächter mit landwirtschaftlichen Maschinen, dürfen das Gebiet befahren. Genau diese Nutzung macht deutlich, wie stabil und tragfähig die neue Holzbrücke konzipiert ist – ihre Dimensionen lassen die Belastbarkeit bereits auf den ersten Blick erkennen.

Drei Wochen Bauzeit für Jahrzehnte umgesetzt

Beeindruckend schnell ging der Bau der neuen Holzbrücke: Innerhalb von rund drei Wochen wurde die 8 m breite und 16,50 m lange Konstruktion komplett ersetzt. Diese effiziente Bauzeit zeigt, wie gut Planung, regionale Zusammenarbeit und handwerkliches Können aufeinander abgestimmt waren.

Die Entscheidung, regionale Partner mit einzubeziehen, hat das Projekt nicht nur bautechnisch, sondern auch gesellschaftlich gestärkt. Holz aus Nachbarkreisen, lokale Sägewerke sowie Unternehmen aus der Umgebung trugen dazu bei, dass die neue Holzbrücke nicht nur gebaut, sondern gemeinsam erlebt wurde.

Holzbrücke – mehr als nur ein Übergang

Für viele Besucherinnen und Besucher ist die neue Holzbrücke mehr als eine reine Querung: Sie erweitert das Naturerlebnis im Stegskopf, wo gelbe Sumpfdotterblumen am Ufer der Kleinen Nister vom erwachenden Frühling kündigen. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird von diesem Zusammenspiel aus Konstruktion und Landschaft inspiriert.

Langlebig und ökologisch gebaute Holzbrücke

Die verwendeten Holzarten gelten als sehr widerstandsfähig und wetterbeständig, sodass die Erwartungen hoch sind: Die neue Holzbrücke soll Besucherinnen und Besuchern sowie Naturfreundinnen und Naturfreunden über viele Jahrzehnte hinweg dienen. Durch die Wahl von unbehandeltem Holz wird zudem ein möglichst natürlicher und ökologischer Bauansatz verfolgt.

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