Zum E-Paper
Nachhaltige Bauprodukte in der Bauwirtschaft 26.05.2026, 08:00 Uhr

Nachhaltige Bauprodukte für gesunde Zukunftsräume

Ein neues Kompetenz- und Anwendungszentrum für nachhaltige Bauprodukte entsteht in Aachen: Forschung, Praxis und Raumgestaltung werden hier neu gedacht – mit starken Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Projektpartner bei Eröffnungsveranstaltung des RAUM Labors Aachen

Projektpartner beim Festakt zur Eröffnung des R.A.U.M.-Labors für nachhaltige Bauprodukte in Aachen – ein Meilenstein für nachhaltige Forschung und Praxis.

Foto: Forschungsprojekt R.A.U.M.-Labor

In Aachen hat sich etwas bewegt: Mit dem neuen Kompetenz- und Anwendungszentrum für nachhaltige Bauprodukte wächst ein Projekt heran, das mehr kann als klassische Forschung. Hier verbinden sich Kreativität, nachhaltiges Denken und wirtschaftliche Umsetzung, um die Baubranche grundlegend zu verändern. Die Idee dahinter? Forschung und Praxis unmittelbar zusammenzuführen, damit nachhaltige Bauprodukte nicht nur entworfen, sondern auch direkt getestet und optimiert werden.

Das R.A.U.M.-Labor: ein Leuchtturmprojekt für nachhaltige Bauprodukte

Unter dem Titel “R.A.U.M.-Labor Euregio-Maas-Rhein – Ressourcen, Atmosphären, Umwelten, Menschen” entsteht ein einzigartiges Zentrum. Die beteiligten Institutionen – darunter die RWTH Aachen, die FOM Hochschule und die Universität Maastricht – bringen ihre Stärken ein, um gemeinsam neue Wege zu gehen. In diesem Zentrum stehen praktische Anwendungsfälle im Mittelpunkt: Von kreislauffähigen Materialien bis hin zu gesunden Raumkonzepten wird hier ein ganzheitlicher Ansatz für nachhaltiges Bauen gelebt.

Nachhaltige Bauprodukte: Zusammenarbeit, die begeistert

Bei der Auftaktveranstaltung vergangenen Woche trafen sich Vertreter:innen aller Projektpartner zum ersten Mal in großer Runde. Dort wurde klar: Alle Beteiligten teilen eine Vision – nachhaltige Bauprodukte zu fördern, die sowohl ökologische als auch soziale Werte schaffen. In seinen eigenen Worten sagte Prof. Dr. Axel Minten von der FOM: „Wir wollen zeigen, wie Arbeit, Raum und innovative Nutzungskonzepte zu einer gesunden und nachhaltigen Zukunft beitragen.“ Diese menschliche Perspektive unterstreicht, dass es bei dem Projekt um mehr geht als Technik. Es geht um Räume zum Leben, Arbeiten und Wohlfühlen.

Warum nachhaltige Bauprodukte die Branche verändern

Die Baubranche steht vor einem Wandel. Materialien sollen ressourcenschonender, Prozesse effizienter und die Lebensqualität der Nutzer dauerhaft höher sein. Genau hier setzt das neue Zentrum an: Durch die Verbindung von Forschung, Entwicklung und Praxis entsteht ein Ort, an dem nachhaltige Bauprodukte unter realen Bedingungen erprobt werden. Unternehmen, Start-ups und Forschungsteams können im „Living Building Lab“ neue Konzepte testen und weiterentwickeln.

Raumgestaltung neu denken: mehr als nur Material

Im Kern des Projekts steht nicht nur das Material selbst, sondern auch die Frage: Wie beeinflusst Raum unser Leben? Unter dem Blickwinkel „Ressourcen, Atmosphären und Menschen“ arbeiten die Teams an Antworten, die weit über klassische Produktion hinausgehen. So entstehen Konzepte, die nicht nur nachhaltig sind, sondern auch gesund für die Menschen, die in diesen Räumen leben und arbeiten.

Wie Unternehmen von nachhaltigen Bauprodukten profitieren

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spielen in der Bauwirtschaft eine große Rolle. Doch oft fehlen ihnen Ressourcen für Forschung und Entwicklung. Das neue Kompetenzzentrum schließt genau diese Lücke:
• Unterstützung bei Materialtests
• Zugang zu modernsten Forschungseinrichtungen
• Netzwerk mit Hochschulen und Kooperationen
• Praxisnahe Umsetzung von Ideen

Für viele Firmen wird dies zur Chance, nachhaltige Innovationen schneller und erfolgreicher auf den Markt zu bringen.

Ein Zentrum mit Zukunft: Perspektiven für nachhaltige Bauprodukte

Das Projekt ist Teil der Initiative „Forschungsinfrastrukturen.NRW“ und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Mit diesem Rückenwind kann das Zentrum nicht nur innovative Forschung leisten, sondern auch langfristige Strukturen schaffen, die über Aachen hinaus wirken. Die Vision: Ein Netzwerk aus Forschung, Praxis und Wirtschaft, das nachhaltige Bauprodukte zur Norm macht. (FOM Hochschule)

Empfehlungen der Redaktion

60 % weniger Stahl: Hamburgs U5 setzt auf neue Tunneltechnik
U5 im Europaviertel: Meilensteine beim Bau der Station Güterplatz
Bildungsbau neu gedacht: Modular, flexibel, zukunftsfähig
Nichts mehr verpassen: Hier geht‘s zur Anmeldung für den Bauingenieur-Newsletter…