Arbeitsmarkt 30.06.2022, 13:11 Uhr

Immer bessere Job-Chancen am Bau

Trotz der jüngsten Abkühlung am Bau suchen die Bauunternehmen verstärkt Personal.

Gute Aussichten: Die Zahl der offenen Stellen am Bau stieg im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter an. Foto: PantherMedia  / jordan_rusev

Gute Aussichten: Die Zahl der offenen Stellen am Bau stieg im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter an.

Foto: PantherMedia / jordan_rusev

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldete für den Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat einen weiteren Anstieg der Zahl offener Stellen in bauhauptgewerblichen Berufen von 11,4 Prozent auf 18.450 Stellen. Inklusive ausbaugewerblicher Berufe und Helfern ist sogar ein Zuwachs um 14,6 Prozent auf 23.330 offene Stellen zu vermelden. „Und das sind nur die Stellen, die der Bundesagentur gemeldet werden, die tatsächliche Zahl wird deutlich höher ausfallen“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Arbeitsmarktdaten für die Bauwirtschaft.

Stille Reserve neigt sich dem Ende zu

Die stille Reserve sei nahezu aufgebraucht: Die Zahl der arbeitslosen Bauarbeiter und Bauarbeiterinnen sei seit Jahren im Trend rückläufig; bei Facharbeiterinnen und Facharbeitern liege die Zahl der gemeldeten offenen Stellen derzeit sogar deutlich über der Zahl der Arbeitslosen.

So hat die Bundesagentur für Juni 12.400 Arbeitslose mit bauhauptgewerblichen Berufen gemeldet, 13,5 Prozent weniger als im Juni 2021. Bezieht man die Zahl der Helfer und Helferinnen sowie ausbaugewerblichen Arbeitslosen mit ein, so ist die absolute Zahl mit 92.100 Personen deutlich höher und der Rückgang mit 12,5 Prozent etwas geringer.

Mehr Produktivität durch Digitalisierung und Industriealisierung

Wenn der Fachkräftebedarf – aufgrund des demografischen Wandels – nicht mehr über die freie inländische Reserve und in absehbarer Zeit auch nicht mehr über das europäische Ausland gedeckt werden könne, „müssen wir vor allem unsere Prozesse produktiver gestalten“, forderte Müller. „Dies bedeutet etwa die konsequente Prozessdigitalisierung von der Genehmigung bis zum Betrieb eines Bauwerks, die Vernetzung von Planung- und Bauprozessen sowie stationäre, industrielle Fertigungsmethoden.“

Die gesamte Branche sowie die beauftragenden Unternehmen seien gefordert, diesen radikalen Paradigmenwechsel am Bau jetzt anzugehen, wenn der Investitionsstau abgebaut und vor allem Klimaschutzziele eingehalten werden sollen. „Es ist nicht mehr die Zeit für lange Debatten, wir müssen jetzt einen radikalen Wandel herbeiführen“, appellierte Müller an die am Bau Beteiligten. 

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Von Bauindustrie / Karlhorst Klotz

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