Werner Grosch ist Journalist und schreibt vor allem über Technik. Seine Fachgebiete sind unter anderem Elektromobilität, Energie, Robotik und Raumfahrt.
La Paz, der höchst gelegene Regierungssitz der Welt, ist dabei, seinen Öffentlichen Nahverkehr um das größte innerstädtische Seilbahnliniennetz weltweit zu vergrößern. Sechs Seilbahnlinien von Doppelmayr mit einer Länge von 30 km sollen den Verkehr der Millionenstadt bewältigen. Drei Seilbahnlinien sind schon in Betrieb.
Man könnte sie Hotelzimmer nennen, die verglasten Lodges, die 400 m hoch in der Steilwand im „Heiligen Tal“ in Peru hängen. Schwindelfreiheit genügt wohl kaum, um hier ruhig schlafen zu können. Die „Skylodges“, die nur Bergsteiger erreichen können, bieten aber nicht nur ein besonderes Erlebnis, sondern sogar einigen Komfort.
Einen 40 % kürzeren Bremsweg verspricht die Torricelli-Bremse, die das schwedische Unternehmen Autoliv entwickelt hat: Bei Gefahr senkt sich eine Platte am Unterboden des Autos ab und saugt sich an der Straße fest.
Der Zwischenbericht der französischen Ermittlungsbehörde BEA zum Absturz der Germanwings-Maschine im März in Südfrankreich bestätigt, was niemand mehr bezweifelte: Der Co-Pilot brachte das Flugzeug absichtlich und in vollem Bewusstsein zum Absturz. Schon auf dem Hinflug hatte Andreas L. mehrfach extrem niedrige Flughöhen eingegeben. Der Bericht gibt auch Details seiner Krankengeschichte preis.
Ein Schub für die Energiewende? Forscher am Karlsruher Institut für Technologie haben das Verfahren zur Herstellung von Energiespeichern etwa für E-Autos deutlich beschleunigt. Damit soll die Technologie wesentlich billiger werden.
Nach anderen Metropolen wie Kopenhagen, London und Paris setzt jetzt auch die spanische Hauptstadt voll aufs Rad und führt ein E-Bike-Verleihsystem ein, um den Stadtverkehr zu entlasten: Mit 35 Millionen Euro hat das Unternehmen Bicimad 123 Stationen für 1560 E-Bikes installiert. Eine halbe Stunde Radfahren kostet 50 Cent.
Viel kleiner, preiswerter und flexibler als herkömmliche Instrumente soll das neu entwickelte Inkubator-Mikroskop sein. Es ermöglicht die Beobachtung von Zellwachstum und –veränderung über Wochen. Und das vollautomatisch.
Das europäische Forschungsprojekt Bike Intermodal hat einen Prototyp für ein Faltrad entwickelt, das nur vier Kilogramm wiegt und sich mit 50x40x15 Zentimetern auf die Größe einer Aktentasche zusammenklappen lässt. Je nach Ausstattung soll der Winzling zwischen 500 und –inklusive Motor– 1300 Euro kosten.
Daimler verweigert weiter den Einsatz von R1234yf in seinen Fahrzeugen, Untersuchungen an der Münchener Universität zeigten ein hohes Risiko für Menschen bei Bränden. Hersteller Honeywell geht nun in die Offensive und wehrt sich gegen die Vorwürfe.
Mit einem neuen Verfahren lassen sich Formteile aus Hartmetall weitaus präziser, sicherer, einfacher und dabei noch billiger herstellen, als bisher üblich: Das elektrochemische Abtragen kann für die Produktion von Bauteilen für Autos, Flugzeuge und vieles mehr eingesetzt werden.