Einführung Allgemeines zum Produktmanagement Dort, wo es um die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung von Serienprodukten geht, nimmt das Produktmanagement als Querschnittsfunktion eine große Bedeutung in den Unternehmen ein. Die Ingenieure verantworten die konkrete Umsetzung der Produktstrategie und eine Reihe von Koordinationsaufgaben in der Schnittstelle zwischen Kunden, Entwicklung/Konstruktion, Fertigung, Vertrieb, Marketing. Die Mitarbeiter im Produktmanagement können dabei für ein einzelnes Produkt, eine Produktgruppe oder alle Produkte bzw. Services z. B. für eine Branche zuständig sein. Sie begleiten und verantworten das Schicksal ihrer Produkte während des gesamten Produktlebenszyklus, d. h. von der Ideengenerierung über die Entwicklung, Vermarktung bis zur Eliminierung. Dabei werden sie immer stärker global tätig und unterstützen z. B. die Vertriebseinheiten weltweit.Daraus folgt einerseits, dass Ingenieur im Produktmanagement ständig ihr Ohr am Markt und bei den Kunden haben müssen, um Problemstellungen zu erkennen und die Entwicklung neuer Lösungen anzustoßen. Am Anfang der Entwicklung steht die Produktdefinition. Bei der späteren Umsetzung geht es darum, gleichermaßen Belange der unternehmensinternen Bereiche und des Marktes unter einen Hut zu bringen. Fürs Produktmanagement brauchen Ingenieure Know-how der Branche Ohne technische Kenntnisse und branchenbezogenes Know-how dürften sich Ingenieure im Produktmanagement demnach schwer tun. Während des gesamten Entwicklungsprozesses achten sie darauf, dass die ursprünglich getroffenen Produktvereinbarungen wirklich eingehalten werden. Ist das Produkt entwickelt, konzentrieren sich letztlich die Aktivitäten des Produktmanagements auf das Marketing. Es wird dabei über den Einsatz aller Marketinginstrumente der Sortiments-, Preis- und Konditionen-, Kommunikations- und Distributionspolitik entschieden.In letzter Konsequenz ist das Produktmanagement für den Markterfolg seiner Produkte verantwortlich. Je technischer und komplexer die Produkte, desto mehr Ingenieurexpertise ist bei der Ausübung der Tätigkeiten gefragt. Andererseits müssen Produktmanager stark kunden- und vertriebsorientiert denken und handeln. Dieser Spagat erfordert in der Regel eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis. Verständlicherweise kämpfen auf diesem Gebiet Betriebswirtschaftler und Ingenieure gemeinsam um die offenen Stellen. Hinsichtlich der Führungsaufgaben ist der Leiter des Produktmanagements verstärkt mit strategischen, planerischen und steuernden Aufgaben befasst. Er sorgt für die Sicherung und Steigerung von Marktanteilen, Realisierung von Marktpotenzialen, Gewinnung von Neukunden usw. Branchen im Produktmanagement Branchen, in denen für den Funktionsbereich „Produktmanagement“ (Ingenieure, Techniker) neue Arbeitskräfte gesucht werden, geordnet nach Anzeigenaufkommen in ingenieurkarriere.de: Fahrzeugbau Maschinenbau Elektrotechnik / Automatisierungstechnik Automobilindustrie / -zulieferer Elektronik / Mess- und Regeltechnik / Halbleiter Anlagenbau Produktmanagement in der Kunststoffindustrie IT / EDV / Telekommunikation Medizintechnik / Gesundheit / Sozialwesen Konsum- und Gebrauchsgüter Energieerzeugung / -versorgung / -handel Getriebe- und Antriebstechnik / Lager Feinmechanik und Optik Technische Dienstleistungen Armaturen / Pumpen / Verdichter Chemische-/pharmazeutische Industrie / Raffinerien Luft- und Raumfahrttechnik Architektur / Bau / Bauindustrie / Gebäudetechnik Heizung / Klima / Lüftung / Sanitär Consulting / Beratung fürs Produktmanagement Kombination im Produktmanagement Positionen für Ingenieure werden oftmals schlicht mit Produktmanager oder Produktmanagement überschrieben. Häufig werden diese Titel dann mit der jeweiligen ingenieurtechnischen Fachrichtung kombiniert z. B. Fahrzeugtechnik, Medizintechnik, Steuerungstechnik. Oft sind zudem die Gegenstände zu erkennen, mit denen sich der Ingenieur auseinandersetzen soll: Elektroniksysteme, Antriebe, Solarmodule usw. Um der technischen Dimension einen entsprechenden Stellenwert zu verleihen, findet sich häufig auch das Adjektiv „technisch“ in der Positionsbezeichnung wieder, z. B. „Technischer Produktmanager“. Basisdaten für das Produktmanagement Die Datenbasis für die nachstehenden Ausführungen lieferten Auswertungen zum Online-Stellenmarkt und zur Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de zum Bereich Produktmanagement. Aufgaben, Anforderungen, Positionsbezeichnungen, Branchenschwerpunkte stammen aus einer Auswertung von Stellenanzeigen zum Berufsfeld Produktmanagement des Online-Stellenmarktes von ingenierkarriere.de. Es wurden sehr umfangreich Stellenanzeigen zu dem Funktionsbereich ausgewertet. Aussagen über Bewerberpräferenzen ergeben sich aus der Auswertung der Zielvorstellungen von über 20.000 Ingenieuren aus der Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de zum 01.01.2013. Um Aussagen zum Stellenmarkt treffen zu können, wurden Stellenangebote, die vom 30.06.2009 bis 01.01.2013 auf ingenieurkarriere.de geschaltet wurden, herangezogen. Die eingetragenen Ingenieure setzen sich dabei aus Professionals, Young Professionals und Hochschulabsolventen aus allen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, Branchen, Funktionsbereichen und Hierarchieebenen zusammen. Fach- und Führungsaufgaben Aufgabenschwerpunkt 1 im Produktmanagement Marktforschung, Ideengenerierung, Produkt-/Servicedefinition fürs Produktmanagement Systematische Erforschung und Analyse von Markt-/Umfeldinformationen: Markttrends, Marktpotenziale, Marktanforderungen, Kundenanforderungen, Produkt-/Servicemöglichkeiten für Kunden, Wettbewerb, Technologien, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Vertriebswege Bewertung (inter)nationaler Markt-/Kundenanforderungen und Marktchancen im Produktmanagement Ideenfindung bzw. Anstoß für die Neu-/Weiterentwicklung von Produkten, Dienstleistungen, Produktbausteinen, Produktprogrammen, Produktportfolio, Marken, Prozessen als Lösungen für Fragestellungen von Kunden Bewertung von Ideen, anfertigen von Entscheidungsgrundlagen und Roll-In von neuen Entwicklungsideen Prüfen der technischen Machbarkeit Übersetzen der Kundenanforderungen in die Sprache der Entwicklung fürs Produktmanagement Erstellen von Anforderungsprofilen, Lastenheften und Pflichtenheften für neue Produkte, Dienstleistungen, Marken usw. Aufgabenschwerpunkt 2 im Produktmanagement Produktpolitik, Produktentwicklung, Outsourcing im Produktmanagement Verantwortung für das Produktprogramm, eine Produktlinie, ein Produkt, das Produktportfolio, Produkt Roadmap … Zuständig für den Programmausbau, die Programmbereinigung (Sortimentspolitik), die Standardisierung des Produktprogramms Entwicklung der Produktkonzeption und der Vermarktungskonzeption gehören zum Produktmanagement Gestaltung des Prozesses von der Produktidee über die Projektierung und Entwicklung bis zur Vermarktung und Eliminierung, ggf. Projektverantwortung Produktneu- und Produktweiterentwicklung insbesondere im Hinblick auf die europäischen/globalen Märkte Bearbeiten von Projekten vom Lastenheft bzw. Pflichtenheft bis zur Produktionseinführung Synchronisieren von Entwicklungsaktivitäten und Fertigung fürs Produktmanagement Mitwirkung an der Produktplanung: Auswahl von Produktionsverfahren, Produktkalkulation, Bewertung des Investitionsvolumens Auswahl und Betreuung wettbewerbsfähiger Lieferanten und Kooperationspartner Planung, Koordination, Überwachung extern vergebener Leistungen (Forschung, Entwicklung, Konstruktion, Prototypen-, Werkzeug-, Vorrichtungsbau u.ä.) Sorge für die Einhaltung vertrieblicher, produkttechnischer, rechtlicher Anforderungen Einhaltung von Kosten-, Mengen-, Termin- und Qualitätszielen Erprobung von Prototypen, interne und externe Produkteinführung Roll-out/Roll-in von Lösungen Erstellen der Produktdokumentation fürs Produktmanagement Pflege der Produktdatenbank (Hersteller, Zulieferer, Lieferanten) Erarbeiten von Service- und Wartungskonzepten Sicherstellung der After-Sales-Betreuung und Feedbackanalyse Sicherstellung der Produktpflege bis zum Produktauslauf Aufgabenschwerpunkt 3 im Produktmanagement Produktvermarktung im Produktmanagement Verantwortung des strategischen und operativen Marketings Wahrnehmung der produktbezogenen Budgetverantwortung im Produktmanagement Technische und kaufmännische Verantwortung für das Produkt, das Produktportfolio … Koordinieren/Steuern der Marketing-Mix-Maßnahmen während des gesamten Produktlebenszyklus Planung und Umsetzung von Marktkampagnen und Werbemaßnahmen Erarbeiten der Basisargumentation für die Vertriebsorganisation Erstellen und Pflege von Werbemitteln fürs Produktmanagement Wahrnehmung der Pressearbeit Erarbeiten von Datenblättern, Applikationsbeispielen, Fachartikeln, Presse-Informationen, Anzeigen, Mailing-Aktionen für die Produktvermarktung Festsetzung von Preisen und Konditionen (Preis- und Konditionengestaltung) Kalkulation, Angebotserstellung, Angebotsverfolgung und Vertragsabschluss mit Vertrieb Überwachung des Markterfolges der Produkte im Produktmanagement Ggf. Übernahme des Key Account Managements Aufgabenschwerpunkt 4 im Produktmanagement Kommunikation und Abstimmung im Produktmanagement Arbeiten in interdisziplinären Projektteams bei der Entwicklung und Markteinführung von neuen Lösungen Vertretung des Produktbereiches nach innen und außen, national […]
Einführung Forschung und Entwicklung: Allgemeines Der Bereich Forschung und Entwicklung treibt den technologischen Fortschritt in den Unternehmen voran. Hand in Hand mit der Konstruktion realisiert der Ingenieur neue Lösungen. Das Innovationsmanagement bezieht sich nicht nur auf neue Konzeptionen. Gleichfalls spielt die Optimierung und Pflege bestehender Lösungen eine wichtige Rolle. Die Größe der Spielwiese für Forscher und Entwickler scheint unbegrenzt: Produkte, Komponenten, Anlagen, Geräte, Verpackungen, Werkstoffe, Fertigungsprozesse, Technologien, Systeme, Modelle, Software und die Qualität sind Gegenstände der Neu- und Weiterentwicklung.Die Ingenieure der Forschung und Entwicklung beeinflussen wesentlich alle Phasen des Entwicklungsprozesses von der Ideenfindung über die Konzeption bis zur Einführung. Sie werden dabei von Konstrukteuren begleitet oder nehmen in geringem Umfang selbst konstruktive Aufgaben wahr. Konstruktions- und Entwicklungsaufgaben sind eng verzahnt und werden daher auch in den Stellenanzeigen nicht immer voneinander getrennt. Wichtige Spezialaufgaben im Rahmen der Entwicklung sind z.B. Versuch, Auslegung und Berechnung. Der Kreativität werden allerdings durch eine Reihe von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien usw. Grenzen aufgezeigt. Auch die Wirtschaftlichkeit spielt eine große Rolle. Das wirkt sich zum Beispiel auf die Auswahl der Werkstoffe, Komponenten, Prozesse aus. Forschung und Entwicklung betrifft nicht nur Ingenieure in Unternehmen Hinsichtlich der Führungsaufgaben liefert der Leitende Ingenieur Forschung und Entwicklung gemeinsam mit dem Leiter Marketing/Vertrieb entscheidende Impulse für die zukünftige Produktpolitik. Unterstützt wird er dabei aus technischer Sicht vom Leiter der Konstruktion. (RAUS: F+E) Verantwortliche für den Bereich Forschung und Entwicklung leiten die strategischen Projekte in allen Produktbereichen und sind mitverantwortlich für die Sicherung einer erfolgreichen Akquisition und Entwicklung von zukunftsträchtigen Projekten sowie den Ausbau der Marktposition des Unternehmens. Dafür benötigen sie allerdings aktuellstes Wissen über Technologien, Wettbewerbssituation, Patente usw.Forschung und Entwicklung betrifft allerdings nicht nur Unternehmen. Industrienahe Forschungsinstitute leisten hier gleichfalls einen erheblichen Beitrag. Das hier erstellte Profil bezieht sich auf die industrielle bzw. industrienahe Forschung und Entwicklung. Die Ausführungen zur Hochschulforschung finden sich im gesonderten Berufsfeld Forschung und Lehre. Forschung und Entwicklung: Branchen Branchen, in denen für den Funktionsbereich „Forschung und Entwicklung“ (Ingenieure, Techniker) neue Arbeitskräfte gesucht werden, geordnet nach Anzeigenaufkommen in ingenieurkarriere.de: Fahrzeugbau Automobilindustrie / -zulieferer Maschinenbau Elektronik / Mess- und Regeltechnik / Halbleiter Elektrotechnik / Automatisierungstechnik Forschung und Entwicklung im Anlagenbau IT / EDV / Telekommunikation Hochschulen / Forschungsinstitute Energieerzeugung / -versorgung / -handel Technische Dienstleistungen Ingenieurbüros Luft- und Raumfahrttechnik Medizintechnik / Gesundheit / Sozialwesen Software-Entwicklung Chemische-/pharmazeutische Industrie / Raffinerien Getriebe- und Antriebstechnik / Lager Forschung und Entwicklung in der Kunststoffindustrie Feinmechanik und Optik Metallverarbeitung Konsum- und Gebrauchsgüter Forschung und Entwicklung: Kombination Positionsbezeichnungen für den Bereich Forschung und Entwicklung geben oftmals typische Aufgaben aus dem Berufsfeld der Ingenieure wieder, z.B. Entwicklung, Prüfung, Berechnung, Versuch. Häufig werden in Bezeichnungen auch die jeweiligen ingenieurtechnischen Fachrichtungen genannt z.B. Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Kunststofftechnik. Sie werden ergänzt durch konkrete Gegenstände der Forschung und Entwicklung wie spezielle Produkte, Anlagen, Werkstoffe, Prozesse, Systeme, Methoden, Modelle, Software usw. In den Positionsausschreibungen selten anzutreffen sind Kombinationen, in denen Konstruktion und Entwicklung gleichzeitig genannt werden. Im Tätigkeitsbereich der industrienahen Forschungsinstitute sind die meisten Stellen mit „Wissenschaftlicher Mitarbeiter“ tituliert. Forschung und Entwicklung: Basisdaten Die Datenbasis für die nachstehenden Ausführungen zum Bereich Forschung und Entwicklung lieferten Auswertungen zum Online-Stellenmarkt und zur Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de. Aufgaben, Anforderungen, Positionsbezeichnungen, Branchenschwerpunkte stammen aus einer Auswertung von Stellenanzeigen zum jeweiligen Berufsfeld des Online-Stellenmarktes von ingenierkarriere.de. Es wurden sehr umfangreich Stellenanzeigen zu dem Funktionsbereich ausgewertet. Aussagen über Bewerberpräferenzen zum Bereich Forschung und Entwicklung ergeben sich aus der Auswertung der Zielvorstellungen von über 20.000 Ingenieuren aus der Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de zum 01.01.2013. Um Aussagen zum Stellenmarkt treffen zu können, wurden Stellenangebote, die vom 30.06.2009 bis 01.01.2013 auf ingenieurkarriere.de geschaltet wurden, herangezogen. Die eingetragenen Ingenieure setzen sich dabei aus Professionals, Young Professionals und Hochschulabsolventen aus allen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, Branchen, Funktionsbereichen und Hierarchieebenen zusammen. Fach- und Führungsaufgaben Forschung und Entwicklung: Aufgabenschwerpunkt 1 Forschung- und Entwicklungsaufgaben Eigenverantwortliche Bearbeitung von Projekten/Teilprojekten mit Kundenbetreuung Abwicklung von Projekten einschließlich Inbetriebnahme und Schulungsunterstützung beim Kunden Begleitung des Entwicklungsprozesses von der Idee bis zur Einführung (Markt, Kunde, Serie) Mitwirkung im Produktentstehungsprozess (SE-Team) Berücksichtigung von Umweltthematik, Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, Kundenspezifikationen, Werkstoffen, Wirtschaftlichkeit Anwendung von entwicklungsspezifischen Qualitätsmethoden (z. B. FMEA) Beachtung einschlägiger Methoden, Arbeitsschritte und Prämissen Vor-, Neu-, Weiterentwicklung und Pflege von Produkten, Komponenten, Baugruppen, Anlagen, Geräten, Verpackungen, Werkstoffen, Prozessen, Technologien, Systemen, Software/Hardware, Modellen, Qualität, Experimentiereinrichtungen, Prüfständen, Anwendungen, Designs Mitarbeit an Vorentwicklungs-/Vorausentwicklungsprojekten, Basic Research- Projekten Durchführen von Konstruktionsarbeiten bei Forschung und Entwicklung Analyse und Bewertung des Ist-Zustandes Ableiten neuer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Ausarbeitung von Lösungskonzepten Nachweis technischer Realisierbarkeit mit Prototypen und modernsten Entwicklungswerkzeugen Betreuung und Weiterentwicklung der technischen Einrichtungen mit dem Ziel der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit Erarbeiten der Systemanforderungen, Entwicklung des Softwarekonzepts Entwicklung, Implementierung, Test, Going-Live von (hardwarenaher) Software Entwicklung von analogen und digitalen Schaltungen Anfertigen von Schaltplänen und Layouts zu Forschung und Entwicklung Erstellung/Programmierung von Software und Prozessvisualisierungen Planung, Durchführung und Dokumentation von Softwaretests (Modultest, Integrationstest, Systemtest) Forschung und Entwicklung: Aufgabenschwerpunkt 2 Forschung und Entwicklung im Bereich Auslegung, Berechnung, Versuch/Test (Wissenschaftliche) Auslegung und Berechnung von Lösungskonzepten Durchführung von statischen und dynamischen Berechnungen mittels analytischer und numerischer Methoden Virtuelle Bewertung von Konzepten, Entwürfen, Konstruktionen Rechnerische Optimierung, Analyse und Bewertung der Betriebsfestigkeit und -sicherheit Anwendung und Weiterentwicklung von Auslegungsverfahren und -methoden Unterstützung bei der Fehlersuche und Problemerhebung im Bereich Forschung und Entwicklung Lebenslaufdaueranforderungen/Leistungsfähigkeit spezifizieren und Prognosen erstellen Analysen, Modellierungen und Simulationen durchführen und mit Versuchsergebnissen überprüfen Versuchsplanung, Durchführung von Versuchen bzw. Tests Aufbau und Test elektronischer Baugruppen im E-Labor Betreuung von Versuchen an Prüfständen bzw. an den konkreten Produkten Entwickeln von Programmen, Plänen für Versuch/Test/Validierung Qualifizierung neuer Bauteile Erstellen der entsprechenden Versuchs- bzw. Testaufträge/-pläne Analyse, Interpretation, Dokumentation, Präsentation, Diskussion der Untersuchungsergebnisse Ausbau der Test-, Versuchs- und Kalibriereinrichtungen Wartung, Kalibrierung und Reparatur von Messmitteln Entwicklung und Erprobung neuer Testverfahren zu Forschung und Entwicklung Prüfung von Programmen zur Berechnung und deren Auswahl, Programmpflege Aufbau eines Datenmanagements und Anbindung vorhandener Datenbanken Evaluieren von neuen Konzepten und abgleichen mit den Kundenanforderungen Durchführen von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und erstellen von Machbarkeitsanalysen zur Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung: Aufgabenschwerpunkt 3 Zusammenarbeit und Abstimmung in der Forschung und Entwicklung Enge Zusammenarbeit mit Konstruktion, Produktion, Arbeitsvorbereitung, Materialwirtschaft, Produktmanagement, Kundendienst, Einkauf und ggf. ausländischen Werken, Vertrieb, Qualitätsmanagement Ggf. ständige Abstimmung mit dem Kunden oder den Key-Accounts zu Forschung und […]
Einführung Allgemeines zum Engineering Der englische Begriff „Engineering“ wird in mehrfacher Hinsicht verwendet. Im weiteren Sinne steht er für das gesamte Ingenieurwesen (Theorie und Anwendung). Die unterschiedlichen Disziplinen des Engineerings sind entweder an Branchen ausgerichtet, z. B.: Automotive Engineering, Civil Engineering, Chemical Plant Engineering, Electrical/Electronic Engineering, Mechanical Engineering, Mineral and Mining Engineering, Transport Engineering, oder an branchenunabhängigen Berufsfeldern, z. B. Production/Industrial Engineering, Design Engineering, Quality Assurance Engineering, Technical Sales Engineering usw.Das hier dargestellte Engineering für Ingenieure wird anders ausgelegt. Es beschreibt das Berufsfeld, dessen Schwerpunkte die Analyse, Planung und Kontrolle der Realisierung von Großanlagen in allen technischen und wirtschaftlichen Facetten sind. Engineering wird an dieser Stelle also nicht in der umfassenden Form, sondern im Sinne des Systemengineering-Ansatzes verwendet. Es geht darum, mit dem Kunden gemeinsam Anlagenkonzepte zu entwickeln, die letztlich in einen konkreten Auftrag einmünden, der dann umzusetzen ist. Die Anlage wird nach Fertigstellung dem Kunden (meist dem späteren Betreiber) übergeben. Hier spielt dann auch die Inbetriebnahme eine große Rolle. Aufgabenbereiche beim Engineering für Ingenieure Der Umfang der Aufgaben beim Engineering hängt für Ingenieure wesentlich von der Größe und Komplexität des Projektes ab. Möglicherweise geht es nur darum, eine neue Anlage konventioneller Technologie in ein bestehendes Werk zu integrieren. Im Extremfall handelt es sich aber um die Erschaffung einer kompletten Produktionsstätte modernster Art auf der grünen Wiese. Die Vorgehensweise in den einzelnen Projektphasen sowie das Management von Teilprojekten und des gesamten Projektes rücken bei der Erbringung der eigentlichen physischen Ingenieurleistungen jetzt verstärkt in den Mittelpunkt des Geschehens.Bei der Erstellung kompletter Anlagen müssen die verschiedenen Ingenieurdisziplinen, etwa Maschinen- und Anlagenbauer, Verfahrenstechniker, Elektrotechniker und Elektroniker, Bauingenieure und Versorgungstechniker, Hand in Hand arbeiten. Je nach Anlagenumfang kann die Anzahl der Beteiligten vierstellig werden. Damit der Anlagenbau zum gewünschten Ergebnis auf allen Seiten führt, bedarf es einer systematischen Vorgehensweise sowie eines umfangreichen Steuerungs- und Koordinationsprozesses. Dieser ist Gegenstand des Berufsfeldes Engineering. Engineering umfasst damit die gesamten übergeordneten Aktivitäten der Ingenieure, die dazu dienen, die Entstehung einer Großanlage anzubahnen, zu konzipieren, zu entwickeln, herzustellen und in Betrieb zu nehmen. Der rein operative Prozess, das physische Arbeiten an der Anlagenentstehung, ist hier also nicht gemeint! Branchen, die fürs Engineering relevant sind Branchen, in denen für den Funktionsbereich „Engineering“ neue Arbeitskräfte (Ingenieure, Techniker) gesucht werden (alphabetisch geordnet): Anlagenbau Ingenieurbüros Technische Dienstleistungen Betreiber der Anlagen Der Funktionsbereich „Engineering“ wird bei ingenieurkarriere.de nicht gesondert ausgewertet. Daher muss auf ein Ranking zu diesem Funktionsbereich verzichtet werden. Kombination von Positionsbezeichnungen für Ingenieure beim Engineering Positionsbezeichnungen für dieses Berufsfeld werden oftmals durch eine Bezeichnung aus dem Projektmanagement eingeleitet wie Projektmanager, Projektsteuerer, Lead Engineer usw. Häufig werden diese Titel dann mit der jeweiligen ingenieurtechnischen Fachrichtung kombiniert z. B. Maschinenbau, Elektrotechnik, Bautechnik.Häufig werden aber auch konkrete Aufgaben, die der Ingenieur bewältigen soll, oder Phasen, in denen der Ingenieur zum Einsatz kommen soll, in den Positionsbezeichnungen genannt: Projektierung, Auslegung/Berechnung, Montage usw. Oft sind zudem die Gegenstände zu erkennen, mit denen sich der Ingenieur auseinandersetzen soll: Fabrik- und Anlagenplanung, Industriekälteanlagen, biotechnische Anlagen usw. Selten werden die Positionsbezeichnungen mit einer Region verbunden: Senior Project Manager Anlagengeschäft China o. ä. Basisdaten für Ingenieure zum Thema Engineering Die Datenbasis für die nachstehenden Ausführungen lieferten Auswertungen von Online-Stellenmarkt und von der Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de zum Engineering für Ingenieure: Aufgaben, Anforderungen, Positionsbezeichnungen, Branchenschwerpunkte stammen aus einer Auswertung von Stellenanzeigen zum jeweiligen Berufsfeld des Online-Stellenmarktes von ingenierkarriere.de. Es wurden sehr umfangreich Stellenanzeigen zu dem Funktionsbereich ausgewertet. Aussagen über Bewerberpräferenzen ergeben sich aus der Auswertung der Zielvorstellungen von über 20.000 Ingenieuren aus der Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de zum 01.01.2013. Um Aussagen zum Stellenmarkt fürs Engineering treffen zu können, wurden Stellenangebote, die vom 30.06.2009 bis 01.01.2013 auf ingenieurkarriere.de geschaltet wurden, herangezogen. Die eingetragenen Ingenieure setzen sich dabei aus Professionals, Young Professionals und Hochschulabsolventen aus allen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, Branchen, Funktionsbereichen und Hierarchieebenen zusammen. Fach- und Führungsaufgaben Aufgabenschwerpunkt 1 beim Engineering Projektdefinition, Basic-Engineering Analyse und Bewertung der Kundenanfragen Erarbeiten alternativer Konzepte unter Einsatz von Simulationswerkzeugen Technische Vertriebs- und Kundenberatung Studien/Analysen zu den Themen: Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Standort, Integrierbarkeit in vorhandenes Umfeld usw. Berücksichtigen von Funktionalität, Kapazitäten, Logistik, Lärmschutz, Sicherheit, Standards, Gesetzen (teilweise landesspezifisch) Verfahrens-/maschinentechnische Versuche vor Ort, im Labor oder Technikum (Frage der Dimensionierung gehört zum Engineering!) Finden eines gemeinsamen Konzeptes: Betreiber, Behörden, Lieferanten, Ingenieurdienstleister Festlegen des Verfahrensschemas (Ablauf-/Fließbilder, R&I), Bauteiledimensionierung, Aufstellungsplanung (Anlagenlayout, 3-D), Trassenplanung, Stromlaufpläne, Schaltpläne etc. Auslegen von Maschinen, Apparaten, Instrumenten, Gebäuden etc. Erstellen der Projektkalkulation: Mengen-/Kostengerüste, Risiken Ableiten des technischen und kaufmännischen Angebots Erstellen der technischen Angebotsunterlagen Führen bzw. teilnehmen an den Vertrags-/Verkaufsverhandlungen bis zum Abschluss gehört für Ingenieure zum Engineering Aufzeigen von Preissenkungsspielräumen (technische Modifikationen) im Rahmen von Nachverhandlungen Aufgabenschwerpunkt 2 beim Engineering Einbindung und Kontrolle von Zulieferern und Partnern beim Engineering Erstellen von Ausschreibungsunterlagen durch die Ingenieure Einholen und auswerten von Angeboten Suche von Lieferanten weltweit (Global Sourcing), z.B. auch Planungsbüros (Global Engineering) Integrieren lokaler/regionaler Anbieter in das Projekt, meist auf Kundenwunsch Beurteilen lokaler Anbieter, insbesondere deren Qualität und Bonität Auswählen, bewerten, betreuen, qualifizieren von Zulieferern Vertragsverhandlungen mit Zulieferern und Partnern Führen von Vergabegesprächen auf internationaler Ebene Ständiger Austausch mit allen Beteiligten, auch Zulieferern, in der Abwicklungsphase Leiten von Teambesprechungen als Teil des Engineering durch Ingenieure mit den Gegenständen: Termine, Qualität, Kosten, Fortschritte, Maßnahmen zur Terminsicherung, Probleme usw. Expediting – Kontrolle der Lieferanten in allen Phasen (Leistungen, Qualität, Termine, Prozesse, Inspektionen und Prüfleistungen) Aufgabenschwerpunkt 3 beim Engineering Zusammenarbeit mit Banken, Versicherungen, Behörden, Juristen Erarbeiten möglicher und geeigneter Projektfinanzierungsmöglichkeiten für den Kunden Risk Engineering: Erstellen von Risikoanalysen, absichern der Projektrisiken durch Ingenieure Beteiligen bei der Abwicklung von Schäden Beteiligen an der Erstellung von Sicherheitsanalysen Claimpotenziale erkennen und Strategien dafür entwickeln Abwickeln/mitwirken bei Claimverhandlungen, Schieds- und Klageverfahren Zusammenarbeit bei Claims mit internen/externen Juristen als Vertreter der Technik Verhandlungsführung mit Behörden, Zuarbeitung der Genehmigungsplanung Unterstützen des Kunden bei Behördengängen (z.B. zum Erhalt der Baugenehmigung) Einsatz von Risikoanalysen fürs Engineering, z.B. nach FMEA – zur Übereinstimmung mit GMP-Richtlinie) zur Erleichterung der Betriebs-/Herstellungserlaubnis für den Betreiber Aufgabenschwerpunkt 4 beim Engineering Projektierung, Detail-Engineering Projektierung (Planung) über alle Projektphasen von der Vorplanung bis zur Inbetriebnahme der Anlage durch den Ingenieur Detail-Engineering aller Komponenten/Systeme incl. aller Berechnungen, Konstruktionen Detaillieren von R+I-Fließbildern, Maßbildzeichnungen, Aufstellungs- und Rohrleitungsplanungen etc. Erstellen von Leistungsverzeichnissen und […]
Der ideale Lebenslauf zeigt keine Lücken. Doch wie so oft lässt das wirkliche Leben den Idealzustand nicht immer zu. Neben rein persönlichen Faktoren beeinflussen Wirtschafts-, Branchen- und Unternehmensentwicklungen die beruflichen Werdegänge. Eine Lücke im Lebenslauf sind oft nicht zu verhindern.
Erschreckend, wie die Berufswege von Ingenieuren heute immer häufiger verlaufen. Eine Position reiht sich an die nächste, eine durchschnittliche Verweilzeit von fünf Jahren in den Unternehmen wird kaum noch erreicht. Der Grund dafür sind nicht etwa Kündigungen, vielmehr ist es der Drang nach einer besseren Bezahlung, der zum ständigen Jobwechsel führt.
Welche Zeugnisse gehören in die Bewerbungsmappe? Muss ich jede Praktikumsbescheinigung beifügen? Ein zu viel in der Bewerbungsmappe ist ebenso ungünstig wie ein zu wenig. Wichtig ist, dass die Unterlagen auf die ausgeschriebene Stelle zugeschnitten sind.
Stellt die Beförderung einen beruflichen Fortschritt dar und gibt es keine nachvollziehbaren Gründe für die Ablehnung, dann sollte sie immer angenommen werden. Wer aber auf Stellensuche gehen will, sollte doch ablehnen. Denn eine Beförderung bindet in gewisser Weise ans Unternehmen.