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Bau

Professor Manfred Curbach erhält Nobel Sustainability Academic Award 2025

26. Oktober 2025

Die Preisträger 2025 sind neben Prof. Manfred Curbach von der TU Dresden in der Kategorie „Führungsrolle bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit“ Prof. Paul Hebert von der University of Guelph und das Global Observatory of Healthy and Sustainable Cities (GOHSC). Prof. Paul Herbert wurde in der Kategorie „Herausragende Forschung und Entwicklung…
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Die Preisträger 2025 sind neben Prof. Manfred Curbach von der TU Dresden in der Kategorie „Führungsrolle bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit“ Prof. Paul Hebert von der University of Guelph und das Global Observatory of Healthy and Sustainable Cities (GOHSC). Prof. Paul Herbert wurde in der Kategorie „Herausragende Forschung und Entwicklung im Bereich Biodiversität“ und das GOHSC in der Kategorie „Herausragende Forschung und Entwicklung für intelligente und nachhaltige städtische Lösungen“ ausgezeichnet. Die drei Preisträger teilen sich ein Preisgeld von insgesamt bis zu 1,3 Millionen schwedischen Kronen.

Pionier des Carbonbetons

Sie werden für ihre führende Rolle und ihre Innovationen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen ausgezeichnet: Manfred Curbach für die Entwicklung von umweltfreundlichem Carbonbeton, Prof. Paul Herbert für die Einführung von DNA-Barcodes zur Katalogisierung der Artenvielfalt und das GOHSC für die Einrichtung eines globalen Überwachungssystems für gesündere und nachhaltigere Städte.

Leicht bauen, CO2 sparen

Die Wissenschaftsgemeinschaft der Technischen Universität Dresden freut sich, dass Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach mit dem Nobel Sustainability Academic Award 2025 in der Kategorie „Führungsrolle bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet wird, heißt es in einer aktuellen Meldung. Der international renommierte Preis ehrt seine herausragende Rolle als Pionier des Carbonbetons, einer nachhaltigen Alternative zu herkömmlichem Stahlbeton. Carbonbeton ermöglicht sowohl ressourceneffizientes, leichtes und langlebiges Bauen, ist ein Gamechanger bei der Erhaltung und Sanierung unserer gebauten Umwelt und leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen im Bauwesen. Für diese bahnbrechende Entwicklung erhielt Prof. Curbach 2016 den Deutschen Zukunftspreis, der vom Deutschen Bundespräsidenten verliehen wird.

Das Haus „Cube“ kommt allein mit Carbonbeton aus

Über drei Jahrzehnte hinweg hat Prof. Curbach das Institut für Massivbau der TU Dresden geprägt und als Forscher die Idee vorangetrieben, Bauen grundlegend neu zu denken – leichter, sparsamer und nachhaltiger. Mit Projekten wie dem Carbonbetonhaus „Cube“ auf dem Campus der TU Dresden, dem weltweit ersten Gebäude aus rein carbonbewehrtem Beton, demonstriert er eindrucksvoll, wie innovative Forschung direkt in die Praxis umgesetzt werden kann.

Ein internationales Team an der Seite

Der Preisträger Prof. Manfred Curbach unterstreicht: „Es ist eine außergewöhnlich hohe Ehre, diese Auszeichnung des Nobel Sustainability Trust zu erhalten. Ich freue mich sehr darüber und möchte an dieser Stelle all die Kolleginnen und Kollegen, all die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dankbar erwähnen, mit denen ich zusammen in den vergangenen 30 Jahren den Carbonbeton bis zur Anwendung habe entwickeln können. Ohne dieses große und internationale Team wäre eine derartige Innovation im Bauwesen nicht möglich gewesen. Dank gebührt auch und insbesondere der TU Dresden, die durch die Schaffung einzigartiger Randbedingungen die kontinuierliche Forschung ermöglicht hat. Die Entwicklung des Carbonbetons ist zudem ein Beispiel für die leistungsstarke Forschungs- und Transferlandschaft mit all ihren Geldgebern von Bund und Land. Allen gilt mein und unser Dank.“

Mit Carbon den Beton revolutionieren

„Mittwochnacht erfuhren wir mit großer Freude von der Auszeichnung unseres Kollegen Prof. Manfred Curbach mit dem vom Nobel Sustainability Trust vergebenen Sustainability Academic Award“, sagt Prof. Ursula Staudinger, Rektorin der TUD. „Diese Ehrung würdigt sein jahrzehntelanges Engagement für nachhaltiges Bauen und seine bahnbrechende Forschung zu Carbonbeton – einem Werkstoff, der Beton revolutioniert, Ressourcen schont, CO2 Ausstoß vermindert und neue Maßstäbe im umweltgerechten Bauen setzt. Ein Drittel dieses ‚kleinen Nobelpreises‘ können wir nun als TU Dresden unser Eigen nennen – ein starkes Zeichen für die internationale Strahlkraft und Lösungsorientierung unserer Forschung.“

Auch eine Auszeichnung für Universität und Land

Der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) sagt: „Über die Nachricht von dieser außergewöhnlichen Auszeichnung für Professor Curbach freue ich mich und gratuliere ihm herzlich. Professor Curbachs bahnbrechende Ideen und Forschungen zum nachhaltigen Bauen konnten sich unter den unterstützenden Bedingungen an der TU Dresden hervorragend entwickeln. Für den Freistaat ist dieser Nobel Sustainability Academic Award eine Bestätigung der langfristigen und gezielten Strategie für die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Sachsen.“

Verleihung in Miami

Die Preise werden auf dem 5. Gipfeltreffen des Nobel Sustainability Trust am 5. Dezember 2025 in Miami verliehen. Die Nachhaltigkeitspreise stehen Personen aus Wissenschaft und Industrie sowie Organisationen und Unternehmen offen, die sich aktiv für die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) einsetzen.

Auszeichnungen für Spitzenleistungen

Peter Nobel, Vorsitzender des Nobel Sustainability Trust, erklärte: „Im Namen des Nobel Sustainability Trust ist es mir eine Ehre, die Preisträger der Sustainability Awards 2025 zu würdigen. Diese Auszeichnungen heben nicht nur individuelle Spitzenleistungen hervor, sondern auch die Kraft von Innovation und Zusammenarbeit bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft. Unsere Mission bei NST ist es, Lösungen zu fördern, die den Klimawandel eindämmen, saubere Technologien vorantreiben und eine lebenswerte Umwelt für zukünftige Generationen schaffen. Mit der Unterstützung unserer Partner, darunter die Technische Universität München, sind wir stolz darauf, Leistungen zu würdigen, die die Welt dazu inspirieren, rasch und verantwortungsbewusst zu handeln. Ich gratuliere den Preisträgern herzlich und danke ihnen für ihre herausragenden Beiträge. Ihre Bemühungen ebnen den Weg für eine Zukunft, in der die Menschheit in Harmonie mit dem Planeten gedeihen kann.“

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