Anzeige

Elektrogeräte: Das wollen die Verbraucher wirklich

07. Juni 2023

Elektrogeräte
Die Verbraucher setzen auf Nachhaltigkeit bei neuen Elektrogeräten.
Foto: panthermedia.net/AndreyPopov
Das Verhalten der Verbraucher und Verbraucherinnen ändert sich. Der Globalisierung stehen sie zunehmend kritisch gegenüber. Eine internationale Studie legt offen, welche Faktoren bei der Kaufentscheidung wichtig sind.
Anzeige
Anzeige


Nachhaltigkeit ist Trumpf. Das gilt auch bei der Anschaffung neuer Elektrogeräte. Für Unternehmen sollte das ein wichtiger Aspekt sein. Denn er wird sich gegebenenfalls auf den Umsatz auswirken. Das zeigt die internationale Studie „The Way Back Home“ der Strategieberatung Oliver Wyman und der gfu Consumer & Home Electronics GmbH. Demnach haben regionale Unternehmen ein höheres Ansehen bei den potenziellen Kunden und Kundinnen. Auch eine nachhaltige Lieferkette, faire Arbeitsbedingungen und eine umweltfreundliche Produktion spielen zunehmend eine große Rolle.

Globalisierung ist bei Elektrogeräten nicht erwünscht

Unabhängig davon, um welche Elektrogeräte es sich handelt, die Käufer und Käuferinnen wünschen sich, dass die Hersteller Smartphone, Fernseher, Computer, Spülmaschine & Co. nach Möglichkeit im Heimatland der Konsumenten produzieren und dort auch ihren Hauptsitz haben. Deutlich zeigt sich dabei eine kritische Haltung gegenüber der Globalisierung.

Anzeige
Anzeige

Was gibt es Neues aus der Smartphone-Branche? Mobile World Congress 2023 in Barcelona

In Deutschland ist mehr als jeder zweite Erwachsene (54 Prozent) der Meinung, dass die Welt zu stark globalisiert ist. Nur 22 Prozent halten die Globalisierung noch für ausbaufähig. Deutschland liegt bei dieser internationalen Studie damit im Mittelfeld der Globalisierungsskeptiker. „Konsumenten nehmen die Hersteller heute stärker in die Pflicht“, sagt die Geschäftsführerin der gfu Sara Warneke. „Sie müssen nachweisen und klarer kommunizieren, dass ihre Produkte gut für die Menschen und gut für die Umwelt sind.“

Internationalisierung der Wirtschaft wird kritisch gesehen

Neben der Kundschaft in Deutschland haben die Marktforschungsinstitute auch Befragungen in Indien, Frankreich, China und den USA durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass die Skepsis gegenüber der Globalisierung in Indien (91 Prozent) und Frankreich (70 Prozent) am größten ist, während die Menschen in China (46 Prozent) und den USA (44 Prozent) das aktuelle System deutlich seltener infrage stellen.

Anzeige
Anzeige

„Die Zeit ist zu Ende, in der viele Menschen beim Einkauf die Produktionsbedingungen ausgeblendet haben“, sagt Warneke. Als zunehmend problematisch werden die Verflechtungen zwischen mehreren Ländern gesehen. „Die Kritik an der Internationalisierung der Wirtschaft ist zu einem breiten Trend geworden. Für Unternehmen wird eine Verwurzelung oder Fertigung innerhalb des Landes damit zu einem bedeutenderen Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb.“

Wunsch nach heimischen Elektrogeräten verstärkt sich

Dieser Trend wird sich voraussichtlich noch verstärken. Denn neben Akademikern und Akademikerinnen finden sich besonders viele junge Menschen unter den Globalisierungskritikern. Grundsätzliche Zweifel an der Internationalisierung der Wirtschaft gäbe es allerdings in allen Bevölkerungsschichten. Martin Schulte von Oliver Wyman sieht die Ursachen dahinter in der Corona-Krise und dem Ukraine-Krieg. „Angesichts gestörter Lieferketten und der spürbaren Risiken der Abhängigkeit von Autokratien gewinnt die Frage nach einer lokalen Präsenz und Produktion an Bedeutung.“

Anzeige
Anzeige

Nasenspray-Impfstoff gegen Corona – Ist das die Zukunft der COVID-Impfung?

Dass dieses Phänomen zunimmt, ist laut der Studie in Deutschland besonders gut zu beobachten. Denn die Aussage „Mir ist wichtig, wo eine Marke ihren Hauptsitz hat“ hat 19 Prozent mehr Zustimmung erfahren im Vergleich zum Zeitraum vor dem Jahr 2020. Um 14 Prozent ist die Zustimmung für eine ähnliche Aussage gestiegen: „Mir ist wichtig, wo die Marke produziert“.

Transparente Lieferketten sind gefragt

Neben einer möglichst lokalen Herstellung erwarten die Verbraucher und Verbraucherinnen transparente Lieferketten, damit sie die Produktionsstandorte nachvollziehen können. Diese Haltung ähnelt sich in den fünf untersuchten Ländern.

Nachhaltigkeit ist bei dem Wunsch nach mehr Regionalität übrigens nicht der einzige Treiber. Die Kunden und Kundinnen gehen zusätzlich davon aus, dass eine heimische Produktion zu einer höheren Qualität der Elektrogeräte führt.

Eine länderübergreifende Zusammenarbeit gefällt den Deutschen aber trotzdem – und zwar beim Thema Nachhaltigkeit und im engeren Sinne beim Klimaschutz. „Verbraucherinnen und Verbraucher sehen den Klimaschutz überwiegend als globales Gemeinschaftsprojekt“, sagt Schulte. „Unternehmen mit einer grünen Lieferkette haben gute Chancen, ihre Marktposition auszubauen.“

Mehr News aus dem Bereich Elektronik:



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige