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AirCar: Flugauto-Technologie mit BMW-Motor nach China verkauft

27. März 2024

AirCar
Das AirCar könnte die Art und Weise unserer Mobilität revolutionieren. Foto: KleinVision
Vor drei Jahren wurde das Flugauto AirCar mit BMW-Motor vorgestellt. Nun hat der slowakische Hersteller KleinVision einen Lizenzvertrag mit einem chinesischen Unternehmen geschlossen. Wird China zur fliegenden Supermacht?
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In der Filmreihe „Zurück in die Zukunft“ flogen sie bereits durch die Luft, aber das war Science-Fiction. Jetzt ist es wohl bald soweit: Flugautos könnten unsere Mobilität revolutionieren. Einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist die slowakische Firma KleinVision mit ihrem AirCar. Nun wurde bekannt, dass der Hersteller einen Lizenzvertrag für sein Flugauto mit der Hebei Jianxin Flying Car Technology Company Limited aus China abgeschlossen hat. Die Partnerschaft ermöglicht es dem chinesischen Unternehmen, die fortschrittliche Technologie des Flugautos in einem bestimmten geografischen Gebiet zu produzieren und zu vermarkten. Das AirCar, das 2021 auf den Markt kommen soll, wird von einem BMW-Motor angetrieben.

Revolution in der Mobilitätslandschaft?

Das slowakische Unternehmen KleinVision hat das AirCar entwickelt und ist nun ein strategisches Lizenzabkommen mit der Hebei Jianxin Flying Car Technology Company Limited aus China eingegangen. Diese Vereinbarung gibt dem chinesischen Unternehmen das exklusive Recht, das fliegende Auto von KleinVision in einem bestimmten geografischen Gebiet zu produzieren und zu vertreiben. Das AirCar lässt sich innerhalb weniger Minuten von einem Auto in ein Flugzeug verwandeln. Dazu ist es mit einem 160 PS starken BMW-Motor, einem festen Propeller und einem ballistischen Fallschirm ausgestattet.

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Die Kooperation ist ein wichtiger Schritt in der Mission von KleinVision, fortschrittliche Mobilitätslösungen weltweit verfügbar zu machen. Stefan Klein, Gründer und CEO von KleinVision, und Mitbegründer Anton Zajac betonen die Bedeutung dieser Partnerschaft, die darauf abzielt, den Fortschritt in der Transportindustrie zu beschleunigen und die Verfügbarkeit innovativer Transportlösungen zu erweitern. Durch die Lizenzvereinbarung positioniert sich die Jianxin Group als Vorreiter bei der Nutzung einer neuen Technologie, welche die Mobilitätslandschaft in China und möglicherweise weltweit revolutionieren könnte.

AirCar
Das AirCar beim Einklappen der Flügel.

Das AirCar: Wunderwerk der Technik

Im Jahr 2021 hat das AirCar erfolgreich seinen Erstflug absolviert, schauen wir uns das Wunderwerk der Technik einmal genauer an: Das fliegende Auto ist mit einem 160 PS starken BMW-Motor ausgestattet, der es ihm ermöglicht, sowohl auf der Straße als auch in der Luft zu agieren. Die Verwandlung vom Auto in ein Flugzeug gelingt per Knopfdruck innerhalb weniger Minuten. Dabei werden die Tragflächen nach oben und nach hinten geklappt.

Aufgrund des relativ schwachen Motors ist die Geschwindigkeit aktuell auf 190 km/h limitiert. Der nächste Prototyp soll bereits in einer ganz anderen Liga unterwegs sein. Er soll mit einem 300 PS starken Motor ausgestattet sein, der eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h und eine Reichweite von 1.000 Kilometern erreichen soll. Diese Verbesserungen würden das AirCar zu einer noch attraktiveren Option für Menschen machen, die regelmäßig lange Strecken zurücklegen müssen, und könnten die Art und Weise, wie wir über persönliche Mobilität denken, grundlegend verändern.

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Im Jahr 2022 hat das AirCar eine offizielle Flugerlaubnis erhalten. Vorausgegangen waren 70 Stunden strenger Flugtests (EASA) mit mehr als 200 erfolgreichen Starts und Landungen. Nach Aussagen des Herstellers eröffnete diese die „Tür für die Massenproduktion von sehr effizienten, fliegenden Autos“. Diese wird nun voraussichtlich erst einmal in China stattfinden.

Video vom Erstflug

Am 28. Juni 2021 flog das AirCar in 35 Minuten vom internationalen Flughafen in Nitra zum internationalen Flughafen in Bratislava. Im folgenden Video sehen Sie Aufnahmen von diesem Erstflug.

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Chinas Ambitionen im Bereich fliegender Autos

Die Partnerschaft zwischen KleinVision und Hebei Jianxin Flying Car Technology Company Limited unterstreicht Chinas wachsendes Interesse und seine Ambitionen im aufstrebenden Sektor der fliegenden Autos. China, das bereits eine führende Rolle in der Elektromobilität spielt, sieht in der Entwicklung und Produktion von Flugautos eine neue Möglichkeit, um seine globale Technologieführerschaft auszubauen. Die Lizenzvereinbarung mit KleinVision ermöglicht China den Zugang zu einer fortschrittlichen Technologie, die das Potenzial hat, den Transportsektor weltweit zu revolutionieren.

Die chinesische Regierung und private Unternehmen investieren massiv in Infrastruktur und Forschung, um die Entwicklung fliegender Autos voranzutreiben. Bereits im Vorfeld hat China seine Kapazitäten durch den Aufbau eigener Flughäfen und Flugschulen erweitert. Trotz des technologischen Fortschritts stellen Infrastruktur, Regulierung und Akzeptanz in der Bevölkerung große Herausforderungen für die Masseneinführung von fliegenden Autos dar.

AirCar auf der Straße
Das AirCar auf der Straße.

Auf dem Weg zur fliegenden Supermacht?

Experten wie der britische Luftfahrtberater Steve Wright halten die noch bestehenden Hürden hinsichtlich Infrastruktur und Akzeptanz jedoch für überwindbar. „Dieses neue Verkehrsmittel ist ein großer Gleichmacher“, sagte Wright der BBC. Zugleich betont er die transformative Wirkung, die fliegende Autos auf die Mobilität haben können. China könnte diese Herausforderungen als Chance nutzen, um seine Position als Innovationsführer weiter auszubauen und die Entwicklung von Standards und Richtlinien für den sicheren und effizienten Einsatz dieser Technologie weltweit voranzutreiben.

Mit der erfolgreichen Implementierung und Akzeptanz von fliegenden Autos wäre China seiner Vision einer fliegenden Supermacht einen weiteren Schritt nähergekommen. Zudem würde das asiatische Riesenreich einen neuen Standard für urbane und interurbane Mobilität setzen, der das Reisen schneller, effizienter und umweltfreundlicher macht.



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