„Deutschland im Bereich der fahrerzentrierten Automatisierung weltweit führend“
15. Mai 2025

Auf der einen Seite wird schon lange die Frage nach dem richtigen Antriebskonzept für die Zukunft diskutiert. Dabei geht es nicht nur um die Einhaltung der politischen Klimaziele, sondern auch um den Erhalt von Tausenden Arbeitsplätzen im Automobilbau. Auf der anderen Seite aber verlangt die Gesellschaft nach individueller Mobilität – immer und überall. Hier sind Lösungen gefragt, die Ingenieurinnen und Ingenieure entwickeln und umsetzen.
Noch liegt Deutschland beim Automobilbau mit an der Weltspitze. Doch wie lässt sich hier die Zukunft gestalten? Im Bereich des automatisierten Fahrens hat Deutschland die Nase vorn. Aber hat der Bereich auch das Zeug zum Gamechanger? Darüber wurde auf dem Deutschen Ingenieurtag 2025 in Düsseldorf in der Fachsession Mobilität/Automatisiertes Fahren intensiv diskutiert.
Bei fahrerzentrierter Automatisierung ist Deutschland an der Weltspitze
„Deutschland ist im Bereich der fahrerzentrierten Automatisierung weltweit führend – nur deutsche OEMs (Original Equipment Manufacturers, Originalgerätehersteller) verkaufen Autos mit sogenannter Level-3-Funktionalität international an Endkunden“, sagt Steven Peters. Er leitet das Fachgebiet Fahrzeugtechnik an der TU Darmstadt mit den Forschungsschwerpunkten automatisiertes Fahren von Pkw und Lkw sowie kreislauftaugliche, wertstabile Fahrzeuge.
„Im wichtigen Business-Case des fahrerlosen Lkw-Fernverkehrs sind die deutschen Truck-Hersteller mit ihren nationalen und internationalen Partnern und Töchtern sehr erfolgreich – auch wenn die Anwendungen auf absehbare Zeit auf den Süden der USA beschränkt bleiben, u. a. wegen des eisfreien Wetters dort“, erklärt Peters. Und ergänzt auf die Frage nach der Vertrauenswürdigkeit von hoch automatisierten Fahrsystemen: „Auch die Gesetzgebung in Deutschland ist sehr fortschrittlich.“































