Ins Wasser geworfen 23.02.2015, 09:32 Uhr

Mini-Kraftwerk erzeugt Strom in jedem Bach oder Fluss

Darauf muss man erst einmal kommen: Um das Smartphone oder ein anderes mobiles Endgerät aufzuladen, wirft man einfach beim Picknick am Wegesrand einen kleinen Rotor in den Bergbach und schon zieht der Akku des Gerätes Strom. Möglich macht diese Vision eines völlig befreiten Wanderns eine kleine Firma aus Fürth.

Das mobile <link target="_blank" class="extern" url_id="13422">Wasserkraftwerk Blue Freedom</link> holt aus jedem Fließgewässer elektrische Energie heraus. Es genügt, den kleinen Rotor ins Wasser zu werfen, um Strom zu erzeugen. Ein Smartphone lässt sich innerhalb einer Stunde aufladen.

Das mobile Wasserkraftwerk Blue Freedom holt aus jedem Fließgewässer elektrische Energie heraus. Es genügt, den kleinen Rotor ins Wasser zu werfen, um Strom zu erzeugen. Ein Smartphone lässt sich innerhalb einer Stunde aufladen.

Foto: Aquakin/www.energie-experten.org

Da will einer mal eben die Welt retten: „1,6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Strom – Blue Freedom ändert das.“ Das sagt Stephan Parcardo, der Gründer des kleinen Start-ups Aquakin aus Fürth. Blue Freedom ist das weltweit erste tragbare mobile Wasserkraftwerk. Es passt problemlos in jeden Wanderrucksack. Denn das kleine blaue Wunder ist nur 20 Zentimeter groß und 400 Gramm leicht.

Akku ist in einer Stunde wieder voll

Das Versprechen: Wer Blue Freedom in einem Bach postiert, kann mit der Turbinen-Leistung von fünf Watt innerhalb von nur einer Stunde sein Smartphone aufladen. Und das geht so: Blue Freedom besteht aus einem UFO-förmigen Generatorgehäuse mit integriertem Akku und einem integrierten blauen Rotor. Das Smartphone wird via USB angeschlossen und der Rotor entnommen. Das UFO-Gehäuse stellt man in Ufernähe des Baches auf, wirft den Rotor ins Wasser. Sofort beginnt der Ladevorgang.

Noch ist Blue Freedom nur ein Prototyp. Das fertige Endprodukt soll in unterschiedlichen Varianten mit Akkukapazitäten von 2500 bis 10.000 Milliamperestunden erhältlich sein. Die Geräte sollen die Akkus der angeschlossenen Endgeräte mit einer Stromstärke von bis zu 2 Ampere aufladen.

Das Kleinstwasserkraftwerk Blue Freedom erreicht eine Leistung von maximal fünf Watt.

Das Kleinstwasserkraftwerk Blue Freedom erreicht eine Leistung von maximal fünf Watt.

Quelle: Aquakin

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Blue Freedom verfügt über einen internen Akku mit einer Kapazität von 5 Milliamperestunden, der die Unabhängigkeit bei Outdoor-Aktivitäten noch einmal deutlich verbessert. Besonders praktisch: Abends kann das kleinste Wasserkraftwerk der Welt am Zeltdach aufgehängt werden. Die integrierte LED-Lampe sorgt dann für Licht im Dunkeln der Bergwelt.

Anfang März startet eine Crowdfunding-Kampagne

Um den Prototypen in ein Serienprodukt überführen zu können, wollen die vier Unternehmensgründer von Aquakin aus Fürth ab März 2015 eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter beginnen. Das Ziel der Kampagne sind 100.000 Euro für Spritzgusswerkzeuge für die Schalen des UFO-Gehäuses und den blauen Rotor. Wenn die Kampagne erfolgreich ist, wollen die vier Weltretter ihr mobiles Wasserkraftwerk Blue Freedom für 249 Euro am Markt anbieten.

Fließendes Wasser ist überall und kann deshalb auch überall Energie liefern. Deshalb hat Aquakin auch eine Lösung im Angebot, um in flachen Flüssen bei niedrigen Fließgeschwindigkeiten kontinuierlich Strom zu erzeugen.

Das Linearwasserkraftwerk von Aquakin soll auch in flachen Flüssen bei niedrigen Fließgeschwindigkeiten Strom erzeugen. Dem Kraftwerk genügen 20 cm Wassertiefe. Fische stört es auch nicht. Sie können das Kraftwerk als Fischtreppe nutzen.

Das Linearwasserkraftwerk von Aquakin soll auch in flachen Flüssen bei niedrigen Fließgeschwindigkeiten Strom erzeugen. Dem Kraftwerk genügen 20 cm Wassertiefe. Fische stört es auch nicht. Sie können das Kraftwerk als Fischtreppe nutzen.

Quelle: Aquakin

Ihr Linearkraftwerk kommt schon mit einer Wassertiefe von 20 Zentimetern aus. Bisher verfügbare Kleinwasserkraftwerke benötigen Wassertiefen von mehr als einem Meter. „Der große Vorteil an der Konstruktion ist, dass Fische nicht gefährdet sind“, sagt Aquakin-Mitgründer und Wirtschaftsingenieur Benedikt Schröder.

Kraftwerk als Fischtreppe

Die junge Firma aus Fürth hat mit ihrem Linearwasserkraftwerk die rund 50.000 Wehre in Europa im Visier. Denn diese halten die Fische auf ihren Laichwanderungen auf oder töten sie sogar. Nämlich dann, wenn sie in die Turbine geraten. Das Flachwasserkraftwerk von Aquakin ist so konstruiert, dass Fische es wie eine Treppe passieren können.

Das Kraftwerk soll bis zu 20 Kilowatt leisten können und rund 160.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen können. Ein Linearwasserkraftwerk soll nach Unternehmensangaben etwa 25.000 Euro kosten.

 

Ein Beitrag von:

  • Detlef Stoller

    Detlef Stoller ist Diplom-Photoingenieur. Er ist Fachjournalist für Umweltfragen und schreibt für verschiedene Printmagazine, Online-Medien und TV-Formate.

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