Elektromobilität 23.01.2026, 12:30 Uhr

E-Auto nur für Besserverdiener? Zahlen zeigen den Einkommens-Effekt

E-Autos zwischen Luxus und Alltag: Haushalte, Einkommen, Ladeinfrastruktur – die Daten machen die Unterschiede sichtbar.

Frau lädt ihr E-Auto und telefoniert

Elektroautos – ein Privileg der Gutverdiener?

Foto: Smarterpix/uflypro

Elektroautos und Plug-in-Hybride sind noch nicht in jedem Haushalt angekommen – und der Geldbeutel spielt dabei eine große Rolle. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) hatten 2023 nur 1,3 % der Haushalte mit weniger als 2600 € netto im Monat mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid. Bei Haushalten mit 5000 € oder mehr lag der Anteil dagegen bei 13,4 %.

Insgesamt besaßen 6 % aller privaten Haushalte mindestens ein Elektro- oder Hybridfahrzeug. Zum Vergleich: 80 % der Haushalte hatten mindestens ein Auto, unabhängig vom Antrieb.

Interessant: Paare mit Kindern setzen häufiger auf Elektromobilität als Paare ohne Kinder. Für 2025 wird erwartet, dass Elektroautos und Plug-in-Hybride rund 30 % der Neuzulassungen ausmachen.

Die Bundesregierung will den Umstieg jetzt erleichtern – mit Kauf- und Leasingprämien sowie zusätzlichen Boni für Familien und Haushalte mit niedrigerem Einkommen.

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Knapp 12 % der Paarhaushalte mit Kindern fahren elektrisch

Elektroautos und Plug-in-Hybride sind bei Familien deutlich beliebter als bei Paaren ohne Kinder. Im Jahr 2023 besaßen 11,5 % der Paarhaushalte mit Kindern mindestens ein solches Fahrzeug, während es bei Paaren ohne Kinder nur 7,5 % waren.

Auch die Zahl der Kinder im Haushalt spielt eine Rolle: Paare mit zwei Kindern liegen mit 12,6 % an der Spitze, gefolgt von Haushalten mit einem Kind (10,6 %) und solchen mit drei oder mehr Kindern (10,7 %). Deutlich seltener fahren Alleinlebende elektrisch – nur 2,2 % von ihnen hatten ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid.

Haushaltstyp Anteil mit E-Auto/Plug-in-Hybrid
Paar mit 1 Kind 10,6 %
Paar mit 2 Kindern  12,6 %
Paar mit 3+ Kindern 10,7 %
Paar ohne Kinder  7,5 %
Alleinlebende 2,2 %
Paarhaushalte mit Kindern gesamt 11,5 %

Neuwagen und Leasingfahrzeuge prägen den E-Auto-Bestand

In Haushalten, die mindestens ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid besitzen, handelt es sich meist um neue Fahrzeuge oder Leasingwagen.

  • Neuwagen: 48,5 % dieser Haushalte hatten mindestens ein frisch gekauftes E-Auto oder Plug-in-Hybrid.
  • Leasingfahrzeuge: 45,2 % setzten auf geleaste Elektroautos oder Hybride.
  • Gebrauchtwagen: Nur 15,2 % besaßen ein gebrauchtes E-Auto oder Plug-in-Hybrid.
Grafik des statistischen Bundesamtes - E-Autos und Plug-in-Hybride: Ausstattung in Haushalten hängt stark vom Einkommen ab

Foto: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026

Anteil elektrisch betriebener Neuwagen steigt weiter

Auch bei den Neuzulassungen zieht die Elektromobilität an: 2025 waren 30 % aller neu zugelassenen Pkw elektrisch unterwegs – dazu zählen reine E-Autos ebenso wie Plug-in-Hybride. 2024 lag der Anteil noch bei 20,3 %. Insgesamt wurden 2025 rund 856.500 elektrisch betriebene Pkw neu zugelassen, darunter knapp 545.100 rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV), was 19,1 % aller Neuzulassungen entspricht (2024: 13,5 %).

Regionale Unterschiede bei der Ladeinfrastruktur

Damit Elektroautos und Plug-in-Hybride im Alltag wirklich einsatzbereit sind, braucht es eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Zum 1. Januar 2025 gab es in Deutschland rund 160.000 öffentliche Ladepunkte – darunter knapp 36.000 Schnellladepunkte.

Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede:

  • Viele Ladestationen gibt es in Bayern und Baden-Württemberg.
  • Auch in Landkreisen an der Nordseeküste ist die Dichte hoch.
  • Niedriger ist sie in den ostdeutschen Bundesländern, besonders in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.

Im Durchschnitt liegt die nächste öffentliche Ladesäule 7 min mit dem Auto entfernt. In Ballungsräumen sind es oft nur 2 min bis 5 min, in dünn besiedelten Gebieten teilweise bis zu 30 min.

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

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