Absturz verboten 16.12.2016, 14:45 Uhr

Wie eine Drohne die teuerste Automobilausstellung der Welt filmte

Wäre die Kameradrohne abgestürzt, hätte die Autowelt aufgeheult: Benyamin Senkal und Daniel Wagner, zwei erfahrene Filmemacher, haben die teuerste Automobilausstellung der Welt gefilmt. Und ihre Drohne schwebte im Mercedes-Benz Museum über Unikaten der Automobilgeschichte. Unfall nicht erlaubt.

Wie eine Drohne die teuerste Automobilausstellung der Welt filmte

Absturz verboten: Mitten im Mercedes-Benz Museum haben die Filmemacher Benyamin Senkal und Daniel Wagner mit einer Drohne gedreht. Geflogen wurde über Unikate der Automobilgeschichte.

Foto: Helix4motion

Wie eine Drohne die teuerste Automobilausstellung der Welt filmte

Ein faszinierender Drehort: Die Filmemacher Benyamin Senkal (r.) und Daniel Wagner im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart.

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Auch die Architektur des Museums wurde in Szene gesetzt.

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Auch über dem berühmten dreirädrigen Motorwagen, den Carl Benz 1886 zum Patent anmeldete, flog die Drohne hinweg.

Foto: Helix4motion

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Kein Text. Nur getragene Musik von Klavier und Streichern begleitet die bewegten Bilder aus dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart. Aus der Vogelperspektive umrundet der Betrachter das futuristische Gebäude, das die Architekten des Amsterdamer UNStudios van Berkel & Bos entworfen haben. Dann geht es ins Innere des Gebäudes, das der DNA-Spirale eines Chromosoms nachempfunden ist.

Die Kamera begleitet futuristische Aufzugkabinen an den Wänden der Spirale entlang auf ihrer Fahrt nach oben in die oberste Etage. Und zurück ins Jahr 1886 – dem Geburtsjahr des Automobils. Ein Schwenk aus der Luft zeigt den dreirädrigen Motorwagen, Typ 1 – jenes Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb, das Carl Benz am 29. Januar 1886 zum Patent anmeldete.

Oldtimer aus der Vogelperspektive

Eingefangen wurden die Impressionen der Automobilausstellung im Mercedes-Benz Museum mit Hilfe einer Drohne. Die Produzenten Benyamin Senkal und Daniel Wagner haben die Kamera auf ihrem Quadrokopter außerhalb der Öffnungszeiten durch die Ausstellungsräume geschickt. Entstanden ist eine stille, filmische Liebeserklärung an das Auto, die jetzt im Internet und hier auf Ingenieur.de zu sehen ist.

Das Mercedes-Benz Museum erzählt anhand der Markenhistorie die Geschichte des Automobils. Mehr als 1.500 Exponate, darunter 160 Fahrzeuge, werden auf neun Ebenen und 16.500 Quadratmetern Fläche präsentiert. Was für Museumsbesucher in zwei Rundgängen konzipiert wurde, zeigt der Film von Senkals und Wagners Firma Helix4motion als Rundflug in Ausschnitten.

Fliegerei im Museum war gut versichert

Wie die Zeitschrift auto, motor und sport berichtet, hatten die beiden Filmer für das Projekt ihre Haftpflichtversicherung auf zehn Millionen Euro erhöht. Schließlich flog die Drohne laut Senkal über und durch „die wertvollste Fahrzeugsammlung der Welt“. Und das unter erschwerten Bedingungen: Zum Beispiel hätten die Audioguides, die auf der gleichen Frequenz funken wie die Kamera-Fernsteuerung, für den ein oder anderen unfreiwilligen Schwenk gesorgt.

Zum Glück ist alles gutgegangen. und so zeigt der Drohnenfilm den „Mythos Mercedes“ aus der Luft, in chronologisch geordneten Inszenierungen, die historische Fahrzeuge und Exponate Epochen zuordnen: von der Epoche der Pioniere, der ersten Automobile im 18. Jahrhundert, und der Geburtsjahre der Marke Mercedes, über Themen wie „Diesel und Kompressor“ bis hin zum „Aufbruch in die emissionsfreie Mobilität“.

Auch dem Rennsport ist eine Inszenierung gewidmet, die der Film zeigt: In einer gewaltigen Steilkurve werden die wichtigsten Rennwagen bis hin zu den legendären Silberpfeilen präsentiert.

Neben dem als Rundgang konzipierten „Mythos Mercedes“ gibt es einen zweiten Rundgang, der Fahrzeuge in fünf eigenständigen Kollektionen zeitübergreifend präsentiert. Hier gibt es zum Beispiel die „Galerie der Reisen“ oder die „Galerie der Helfer“, in der Abschleppwagen, Rettungsfahrzeuge oder Taxis die Hauptrolle spielen. Auch hier hat sich die Kamera des Quadrokopters umgetan.

Wenn Sie noch mehr Faszinierendes von Drohnen wissen wollen, dann lesen Sie hier, wie ein 100 Drohnen zu den Klängen eines Orchesters am Himmel tanzen, bunte Muster bilden und Nachrichten in die Luft schreiben.

Von Susanne Neumann

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