Neue Einsatzmöglichkeiten 14.10.2013, 07:29 Uhr

Scanner kann E-Buch selbstständig erstellen

In den Markt für digitale Scanner ist inzwischen Bewegung geraten. Waren Geräte für das berührungslose Scannen von gebundenen oder gehefteten Dokumenten bisher ausgesprochen teuer und fanden vor allem industrielle Einsatzzwecke ändert sich das inzwischen. Der japanische Technologiekonzern Fujitsu hat vor kurzem den ScanSnap SV600 auf den Markt gebracht, der eine Fülle neuer Einsatzmöglichkeiten bietet und mit einem empfohlenen Verkaufspreis von knapp über 700 Euro auch ausgesprochen erschwinglich ist.

Berühungslos Scannen mit dem ScanSnap SV600 von Fujitsu.  

Berühungslos Scannen mit dem ScanSnap SV600 von Fujitsu.  

Foto: Fujitsu

Berührungsloses Scannen heißt konkret, dass sich auch gebundene Dokumente bis zu einer bestimmten Dicke problemlos digitalisieren lassen. Der Nutzer kann Dokumente bis zum A-3 Format, wie Notizblöcke, Tageszeitungen, Kataloge, Bücher, Visitenkarten oder auch besonders empfindliche Originale, wie beispielsweise historische Dokumente und Objekte mit einer Dicke von bis zu drei Zentimetern auf einen Tisch legen, die der Scanner dann digital erfasst. Selbst gebogene Objekte können mit Hilfe der „Book Image Correction“, die Rundungen des Papiers, die bei einem geöffneten Buch oder einer Zeitschrift entstehen, automatisch korrigiert, in hoher Qualität abgebildet werden. Mit einer neuen Funktion für unterbrechungsfreies Scannen – genannt „Seitenwechselerkennung“ – wird bei mehrseitigen Vorlagen nach dem Umblättern automatisch die nächste Seite eingelesen. Die eingescannten Seiten lassen sich als E-Book oder gar virtuelle Zeitschriften gestalten.

Interesse bei Bibliotheken oder Archiven

Der große Vorteil des Scanners liegt vor allem auch darin, dass das Gerät mehrere Dokumente und Gegenstände in einem Vorgang digitalisiert. Der Nutzer muss das zu erfassende Material nicht ordentlich auf der Unterlage positionieren: der Scanner richtet alle Dokumente automatisch aus und schneidet sie korrekt zu.

Der Overhead-Scanner ScanSnap Sv 600.

Der Overhead-Scanner ScanSnap Sv 600.

Quelle: Fujitsu

Hinzu kommt, dass bei der Bedienung des berührungslosen Scanners nicht mehr wie bisher üblich ein Deckel geöffnet werden und umständlich nach Scanfunktionen gesucht werden muss. Auch ist das Gerät auf Knopfdruck in wenigen Sekunden startbereit. Als potenzielle Kunden werden dabei neben Büros, Hotel Rezeptionen, Kopierläden und Schulen  vor allem auch neue Kundengruppen wie Bibliotheken, Archive und medizinische Einrichtungen anvisiert.

3D Versatile Imaging Technology

Der Overhead Scanner von Fujitsu ist mit einem beweglichen Scankopf ausgestattet, der im Wesentlichen drei Neuerungen beinhaltet. Erstens handelt es sich um eine Linse mit großer Tiefenschärfe, die einen präzisen Autofocus über den gesamten Scan-Bereich gewährleistet. Zweitens sorgt ein CCD-Linearbildsensor für gleichmäßige scharfe Bilder. Drittens garantiert eine LED-Leuchte mit hoher Richtwirkung die gleichmäßige Ausleuchtung der Dokumente von äußeren Lichteinflüssen.

Evernote erweitert Angebot auf Scanner

Teil des Scanners ist eine Dokumentenverwaltung Rack2-Filer Smart. Dabei handelt es sich um einen digitalen Aktenordner, der Dokumente so verwaltet als hätte der Anwender sie in einem Ordner im Regal abgelegt. Das Gerät verfügt zudem über die Zeichenerkennung Abbyy, ScanSnap Organizer und ScanSnap Manager, die es erlauben Dokumente direkt in PDF-Dateien, Bilder, Microsoft Word. Excel, PowerPoint und viele Cloud-Dienste, wie Evernote oder Google Docs und viele andere Anwendungen zu übertragen.  Die Software- und Webanwendung, Evernote, die das Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen Dokumenten und Fotos in verschiedenen Formaten unterstützt, hat jetzt in Zusammenarbeit mit Fujitsu sogar einen eigenen „Evernote“-Scanner, der die ScanSnap Technologie von Fujitsu integriert, auf den Markt gebracht.

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

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