Künstliche Intelligenz 11.08.2023, 09:53 Uhr

Apple GPT: Was steckt hinter den Gerüchten?

Die Einführung von Chat-GPT löste einen Wettbewerb um KI-Lösungen aus, während Apple als prominenter Technologieriese bisher im KI-Rennen zurückhaltend blieb. Die Geheimhaltung von Apple wirft jedoch Spekulationen auf.

Chat Bot

Enthüllung von 'Apple GPT'? Tim Cook signalisiert neue KI-Produkte und betont erhebliche Investitionen.

Foto: PantherMedia / aoo3771

Der Textbot Chat-GPT entfachte einen Wettbewerb um KI-Lösungen. Microsoft hat seine Suchmaschine Bing aufgerüstet, während Google einen konkurrierenden Textbot namens Bard eingeführt hat. Meta, das Unternehmen hinter Facebook, hat verschiedene Ausgaben eigener Sprachmodelle veröffentlicht. Und da entsteht sich die berechtigte Frage: Was ist denn mit Apple? Ist etwa Apple-GPT in Sicht?

Der Tech-Gigant hinter dem iPhone zeigt sich als einziger bedeutender Technologiekonzern eher zurückhaltend im Wettbewerb um künstliche Intelligenz. Diese Stille gibt Anlass zu weiteren Spekulationen, denn es erscheint kaum vorstellbar, dass Apple in dieser Hinsicht zurückbleibt und nichts unternimmt. Schließlich war Apple vor über einem Jahrzehnt in der Vorreiterrolle im Bereich der Sprachassistenten mit seiner Software Siri. Dennoch ist Siri im Vergleich zu ChatGPT weniger geübt in der Sprachverwendung.

Technologie von kritischer Bedeutung

Jetzt gibt der CEO von Apple, Tim Cook, Hinweise auf bevorstehende neue Produkte. „Für uns ist das eine Technologie von kritischer Bedeutung“, erklärte Tim Cook bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Mehr hat er nicht verraten – so wie es eigentlich für Apple üblich ist, der Konzern hält seine Neuentwicklungen stets geheim und präsentiert sie dann, wenn er es für nötig hält. „Wir kündigen Dinge erst an, wenn sie auf den Markt kommen. Und das werden wir jetzt auch so halten“, resümierte der Apple-Chef. Dabei räumte er ein, dass das Unternehmen über die Jahre hinweg intensiv an einer breiten Palette von KI-Technologien geforscht habe. Er betonte außerdem, dass die Investitionen in Innovation fortgesetzt würden und die Produkte verantwortungsbewusst weiterentwickelt werden sollen.

Aber, wie ein Sprichwort treffend sagt, ‚kein Rauch ohne Feuer‘. Und anscheinend ist bereits genug Rauch durch die gesamte Geheimnistuerei gedrungen.

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Apple GPT für internen Gebrauch

Laut einem Bericht von Bloomberg entwickelt Apple derzeit einen eigenen internen Chatbot, der auf generativer KI basiert. Dieses Projekt hat den Codenamen „Apple GPT“ und soll als Basis für zukünftige Funktionen dienen, die möglicherweise in Apple-Produkten integriert werden. Zurzeit können nur interne Mitarbeitende den experimentellen Tool nutzen. Darüber hinaus brauchen sie dafür eine spezielle Genehmigung. Laut Aussagen informierter Quellen liegen noch keine Entscheidungen darüber vor, wie die Technologie für Endverbraucher zugänglich gemacht werden könnte.
Apple GPT verwendet die im Vorjahr eingeführte Ajax-Framework von Apple für maschinelles Lernen. Der Zweck dieses Chatbots liegt darin, die Erstellung von Prototypen zu unterstützen und Texte für Mitarbeiter zusammenzufassen.

Laut den Quellen von Bloomberg wird Apple GPT höchstwahrscheinlich nicht eigenständig veröffentlicht. Doch schon seine Existenz alleine lässt auf große Investitionen in KI schließen. Mark Gurman von Bloomberg vermutet sogar, dass Apple möglicherweise im kommenden Jahr eine umfangreichere KI-Initiative ankündigen könnte.

Seit dem Ende des letzten Jahres sorgt ChatGPT für Aufmerksamkeit weltweit, da der Chatbot in der Lage ist, auf einer Ebene zu kommunizieren, die für einen Menschen typisch ist. Das Softwareprodukt des Start-ups OpenAI wurde durch die Verwendung einer umfangreichen Datenmenge trainiert. Der Chatbot generiert Sätze, indem er schrittweise, bzw. indem er Wort für Wort abschätzt, wie die Sätze fortgesetzt werden könnten. Ein Nachteil dieser Methode besteht darin, dass die Software kein inhaltliches Verständnis dafür hat. Deshalb kann ChatGPT mit Zuversicht auch Informationen wiedergeben, die vollkommen falsch sind. Hat nun Apple eine andere Vorgehensweise gefunden?

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

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