Krypto-News 29.01.2026, 12:28 Uhr

Bitcoin Prognose: Ein Jahr nach Trumps Versprechen – wie sieht die Krypto-Realität 2026 aus?

Trump wollte die USA zur Krypto-Superpower machen. Ein Jahr später zeigt sich: Regulierung bremst. Wie realistisch ist die Bitcoin-Prognose 2026?

Bitcoin

Bitcoin stagniert, Gold explodiert: Was ist vom Trump-Effekt übrig? CLARITY Act, Bitcoin-Reserve und die Prognosen für 2026 im Überblick.

Foto: PantherMedia / andregric

Die Vereinigten Staaten sollten zur „Bitcoin-Superpower“ werden, gar zur „Krypto-Hauptstadt der Welt“ – mittendrin: US-Präsident Donald Trump. Jetzt, ein Jahr nach seinem Amtsantritt am 20. Januar 2025, zeigt sich: Ganz so einfach geht es nicht. Und vor allem nicht schnell. Wie sieht die Krypto-Realität 2026 aus – und was bedeutet das für die Bitcoin Prognose?

Bitcoin: Banken warten auf den Startschuss

Gold explodiert über 5.500 Dollar – Bitcoin (BTC) hingegen fällt, notiert aktuell bei 87.800 Dollar: weit entfernt von euphorischen Prognosen, weit entfernt vom jüngsten Allzeithoch von 126.198 Dollar. Zur Einordnung: Die gesamte Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt derzeit bei rund 1,75 Billionen Dollar. Gold hingegen hat gerade genau 1,75 Billionen Dollar hinzugewonnen – und das an nur einem einzigen Handelstag! Der „Trump-Effekt“ – verpufft.

Oder doch nicht? Mit was sollten Anleger 2026 rechnen? Sicher ist: Trump und Co. halten an ihren ambitionierten Plänen fest. Erst vergangene Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos bekräftigte der 78-Jährige seine Vision erneut: Man werde dafür sorgen, dass Amerika „die Krypto-Hauptstadt der Welt“ bleibe, „um Innovationen und Sparpotenziale freizusetzen“. Der GENIUS Act für Stablecoins sei bereits unterzeichnet, bald würden weitere folgen.

Insbesondere im Fokus: das Marktstrukturgesetz, der sogenannte CLARITY Act. Trumps Krypto-Berater David Sacks beispielsweise sieht hier einen der mächtigsten Katalysatoren überhaupt. Die Vision: US-Banken sollen endlich vollständig im Krypto-Geschäft mitmischen dürfen – ein Paradigmenwechsel, der die Branche tatsächlich revolutionieren könnte. Sacks betont: Kreditinstitute würden mit dem CLARITY Act „voll in die Krypto-Industrie einsteigen“. Doch warum ist das so? Was macht den CLARITY Act so wichtig?

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Prognose: Sorgt der CLARITY Act für Milliarden-Zuflüsse?

Einfach formuliert: Er beendet das jahrelange Zuständigkeits-Chaos zwischen den Behörden SEC und CFTC, soll für klare Regeln sorgen. Börsen, Broker und Verwahrer bekämen definierte Registrierungswege – es gäbe keine rechtliche Grauzone mehr. Für digitale Assets wäre das bullish, weil traditionelle Finanzinstitute damit endlich rechtssicher in den Krypto-Markt einsteigen könnten.

US-Banken warten seit Jahren auf genau diese Klarheit. Das Senate Banking Committee und das Agriculture Committee arbeiten derzeit an ihren Versionen des Gesetzes, auch die große US-Kryptobörse Coinbase hilft. In den kommenden Wochen soll es weitergehen. Neben diesen regulatorischen Fortschritten tut sich auch was beim Thema Bitcoin-Reserve. Die startete im März 2025 mit etwa 200.000 beschlagnahmten Bitcoin im Wert von damals 17 Milliarden Dollar.

Jetzt wartet sie auf den eigentlichen Game-Changer: den BITCOIN Act von Senatorin Cynthia Lummis. Der Plan: Kauf von einer Million Bitcoin über fünf Jahre – finanziert durch Gewinnausschüttungen der US-Notenbank und Neubewertung der Gold-Zertifikate. Insider sehen eine Chance von 50 bis 60%, dass der BITCOIN Act noch dieses Jahr verabschiedet wird. Die Krux: Lummis kandidiert 2027 nicht mehr – der Zeitdruck steigt. Wird der ambitionierte Plan Realität oder versandet er im politischen Tagesgeschäft?

„49 Mio. pro BTC“: Bullishe Bitcoin Prognose von Michael Saylor

Derweil unbeirrt optimistisch gibt sich Bitcoin-Megabulle Michael Saylor. Seine Firma Strategy hält mittlerweile mehr als 712.647 BTC, legt kontinuierlich nach. „Überlege, mehr Bitcoin zu kaufen“, schreibt er seinen mehr als 4,8 Millionen Followern auf X erst letzte Woche, nachdem sich der Kurs erneut zurückgezogen hat. Saylor nimmt damit eine Art Leuchtturm-Funktion für den Markt ein: Während viele Investoren in Phasen fallender Kurse nervös werden und Positionen abbauen, kauft der US-Unternehmer demonstrativ nach.

Sein Signal: langfristige Überzeugung schlägt kurzfristige Volatilität. Und wenn einer überzeugt scheint, dann Saylor – sein sogenannter Base Case: 13 Millionen Dollar pro Bitcoin bis 2045. Im Bear Case rechnet er immerhin noch mit 3 Millionen Dollar pro Bitcoin, während Bitcoin im Bull Case – in seinen eigenen Worten – bis zu 49 Millionen Dollar erreichen kann. Ob die zuversichtliche Bitcoin Prognose Realität wird, bleibt offen. Doch unabhängig davon steht fest: Kaum ein anderer Akteur verkörpert den langfristigen Bitcoin-Investment-Case so konsequent wie Michael Saylor – und kaum jemand prägt die Marktpsychologie stärker.

Krypto-Revolution 2026: erstmal auf Standby

Hinzu kommt: Der Multi-Milliardär (5,1 Mrd. Dollar) ist mit seiner bullishen Haltung nicht allein – wenngleich die Bitcoin Prognosen 2026 weit auseinandergehen. Die Internationale Großbank Standard Chartered beispielsweise rechnet mit 150.000 Dollar, die US-Investment-Berater von Fundstrat sogar mit 250.000 Dollar. Bloombergs Top-Analyst Mike McGlone warnt zwar vor einem Absturz auf 50.000 Dollar. Aber: Die Mehrheit der Experten geht selbst in diesem Fall davon aus, dass sich die Kurse wieder erholen werden.

Alex Thorn von Galaxy Digital etwa kommentiert: „Ob er [2026] nun bei 70.000 Dollar oder 150.000 Dollar endet, unsere optimistischen Aussichten werden nur noch stärker.“ Kurzum: Ein Jahr nach Trumps Amtsantritt befindet sich die Krypto-Revolution auf Standby. Die Strategic Bitcoin Reserve existiert – jedoch erstmal nur mit beschlagnahmten Coins. Der CLARITY Act könnte den regulatorischen Durchbruch bringen, lässt aber noch ein wenig auf sich warten. Trump verkauft sich derweil weiterhin als „Krypto-Präsident“ – doch ob der Markt ihm folgt, das bleibt die Millionen-Dollar-Frage. Immerhin: Die Weichen sind gestellt.

Ein Beitrag von:

  • Jannis Grunewald

    Jannis Grunewald ist Autor mit Fokus auf Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. Er schreibt News, Analysen und Prognosen über digitale Assets und beschäftigt sich mit den Entwicklungen der Branche. Außerdem schreibt er über Technik und Innovationen.

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