Schweden fällt aus 14.03.2025, 13:30 Uhr

Tesvolt setzt auf die Zukunft der Batterieproduktion in Deutschland

Die Insolvenz des schwedischen Batterieherstellers Northvolt ist ein Rückschlag für die europäische Batterieproduktion. Dennoch bleibt das Wittenberger Unternehmen Tesvolt zuversichtlich und blickt optimistisch in die Zukunft.

Tesvolt

"Am Anfang des Batteriezeitalters": Tesvolt setzt auf Expansion in Wittenberg.

Foto: TESVOLT

„Wir stehen am Anfang des Batteriezeitalters“

Trotz Unsicherheiten auf dem Solar- und Batteriemarkt sieht sich das Unternehmen Tesvolt gut aufgestellt. Bis Ende des Jahres soll in Wittenberg ein neues Werk eröffnen, das zu den größten Batteriemontagefabriken Deutschlands gehört. „Wir stehen am Anfang des Batteriezeitalters“, zitiert die dpa den Geschäftsführer Daniel Hannemann. Die Nachfrage nach Speicherlösungen sei gigantisch, so das Unternehmen. Die Energiewende entscheide sich jetzt, da sie wirtschaftlich sinnvoll sei.

Die Insolvenz des schwedischen Batterieherstellers Northvolt sorgte Mitte der Woche für Aufsehen. Eigentlich soll Europas Batterieproduktion ausgebaut werden, um unabhängiger von Asien zu werden. Die EU strebt an, 90 % des Batteriebedarfs selbst zu decken. Doch zuletzt bremsten Autohersteller wie Opel und VW die Erwartungen. In Kaiserslautern hat Opel seine Pläne für eine Batteriefabrik vorerst gestoppt, und VW baut bisher nur zwei der ursprünglich sechs geplanten Werke. Trotz dieser Herausforderungen blickt Tesvolt in Wittenberg optimistisch in die Zukunft.
Investitionen von rund 60 Millionen Euro vorgesehen

„Im letzten Jahr hat es viel Konsolidierung auf dem Markt gegeben. Es gab auch einen massiven Preisverfall“, kommentiert Mitgründer Simon Schandert. „Bei uns ist die Auftragslage gut.“

In der neuen Gigafactory ist die Produktion von bis zu 80.000 Speichersystemen pro Jahr geplant. Dafür sind Investitionen von rund 60 Millionen Euro vorgesehen.

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Batteriespeicher an den Strommarkt gebracht

Wie bereits im Januar 2025 berichtet wurde, hatte der Wittenberger Batteriespeicherhersteller Tesvolt ein neues Tochterunternehmen gegründet. Dieses sollte Gewerbebetrieben ermöglichen, mit ihren Batteriespeichern am Stromhandel teilzunehmen.

Tesvolt Energy bot ein Modell an, bei dem Speicher ab 100 Kilowattstunden gebündelt und in einem virtuellen Kraftwerk gehandelt wurden. Das Unternehmen erklärte, dass der Energiehandel für kleinere Speicher zuvor kaum zugänglich oder wenig lukrativ gewesen sei.
Um den Strom möglichst gewinnbringend zu vermarkten, arbeitete Tesvolt Energy mit drei konkurrierenden Stromhändlern zusammen. Eine selbst entwickelte Software sollte zudem dafür sorgen, dass die Batteriespeicher effizient genutzt und geschont wurden. (mit dpa)

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

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