Zweidimensionale Materialien 18.03.2025, 15:00 Uhr

Forschende schaffen dünne Metallplatten – nur wenige Atome dick

Chinesische Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, um Metalle auf nur wenige Atome dick zu machen – eine Entdeckung, die neue Perspektiven für die Technik eröffnet.

Atome

Forschende haben eine Methode entwickelt, um Metalle auf nur wenige Atome dick zu machen. (Symbolbild)

Foto: PantherMedia / anterovium (YAYMicro)

Traditionelle Schmiedetechniken haben chinesische Experten zu einer neuen Nano-Fertigungsmethode inspiriert. Mit dieser Methode stellten sie extrem dünne Metallplatten her, die nur wenige Atome dick sind. Diese zweidimensionalen Materialien besitzen besondere physikalische Eigenschaften, die nun besser untersucht werden können.

Wie bereits erwähnt, haben chinesische Wissenschaftler einen Weg gefunden, Metalle in ultradünne Schichten von nur wenigen Atomen Dicke zu pressen. Diese Entdeckung könnte die Herstellung elektronischer Geräte wie Transistoren, Chips und Detektoren verändern.

Ein Team des Instituts für Physik der Chinesischen Akademie in Peking ließ sich von alten Kupferschmiedetechniken inspirieren und stellte Bleche aus Bismut, Gallium, Indium, Zinn und Blei her, die teilweise nur ein Atom dick waren – hunderttausende Male dünner als ein menschliches Haar.

Außergewöhnlich gute elektrische Leitfähigkeit

In einem Nature -Artikel erklärten die Forschenden, dass ihre ultradünnen Metallbleche – insbesondere das ein Atom dicke Bismut – im Vergleich zu größeren Metallen außergewöhnlich gute elektrische Leitfähigkeit und andere einzigartige Eigenschaften aufwiesen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Boyd Weiler GmbH & Co. KG-Firmenlogo
CAD-Konstrukteur (m/w/d) Boyd Weiler GmbH & Co. KG
Weiler-Simmerberg Zum Job 
TransnetBW GmbH-Firmenlogo
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d) TransnetBW GmbH
Stuttgart Zum Job 
TransnetBW GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d) TransnetBW GmbH
Stuttgart Zum Job 
Allbau Managementgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauprojektleiter (m/w/d) Allbau Managementgesellschaft mbH
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur* im Anforderungsmanagement DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Stadt Weinheim-Firmenlogo
Ingenieur*in (w/m/d) im Bereich Landschaftsarchitektur, Landschafts- oder Freiraumplanung für die Gestaltung städtischer Außen- und Freianlagen Stadt Weinheim
Weinheim Zum Job 
Stadt Norderstedt-Firmenlogo
Ingenieur/in / Technische/r Mitarbeiter/in (w/m/d) Bereich Verkehrswesen Stadt Norderstedt
Norderstedt Zum Job 
WipflerPLAN Planungsgesellschaft-Firmenlogo
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d) WipflerPLAN Planungsgesellschaft
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz Zum Job 
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg-Firmenlogo
Leitung des Rechenzentrums der Universität Freiburg (m/w/d) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Freiburg Zum Job 
VINCORION Advanced Systems GmbH-Firmenlogo
Information Security Manager (all genders) VINCORION Advanced Systems GmbH
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences-Firmenlogo
Professur "Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)" Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences
Düsseldorf Zum Job 
Mehrer Compression GmbH-Firmenlogo
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d) Mehrer Compression GmbH
Balingen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm Die Autobahn GmbH des Bundes
Hamm, Münster Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg Die Autobahn GmbH des Bundes
Dillenburg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen Die Autobahn GmbH des Bundes
Hamm, Münster, Gelsenkirchen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen Die Autobahn GmbH des Bundes
Netphen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum Die Autobahn GmbH des Bundes
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück Die Autobahn GmbH des Bundes
Osnabrück Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen Die Autobahn GmbH des Bundes
SCHEIDL-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau SCHEIDL
Moosburg/Landshut Zum Job 

Javier Sanchez-Yamagishi, Experte für zwei-dimensionale (2D) Materialien an der University of California, Irvine, sagte, dass das chinesische Team zwar nicht das erste war, das atomar dünne Metalle herstellte, aber ihre Methode besonders war, weil sie „großflächige, wirklich 2D-Metalle“ produzierte.

Wir haben bereits darüber berichtet, dass schwedische Chemiker erstmals eine nur ein Atom dicke Goldschicht hergestellt haben. Diese einatomige Goldschicht wird in Anlehnung an Graphen „Golden“ genannt. Durch die zwei freien Bindungsstellen der Goldatome reagiert sie schneller als gewöhnliches Gold und könnte neue elektrische Eigenschaften besitzen.

Bei dieser Methode werden reine Metalle unter hohem Druck zwischen zwei starren vdW-Schichten geschmolzen und gepresst. So konnten die Forschenden ultradünne 2D-Metalle wie Bismut, Zinn, Blei, Indium und Gallium herstellen.

Die Ambosse bestehen aus MoS₂-Monoschichten auf Saphir. Diese Struktur sorgt für eine gleichmäßige Metallabscheidung und hält dem hohen Druck stand, der für die Herstellung nötig ist. Die 2D-Metalle bleiben durch die MoS₂-Hülle stabil und können ohne schädliche Wechselwirkungen in elektronische Bauteile integriert werden, so die Wissenschaftler.

Graphen und die Herausforderung der 2D-Metalle

Graphen, die zweidimensionale Struktur von Kohlenstoffatomen, wurde 2004 entdeckt. Seitdem wurden fast 2000 ähnliche Materialien theoretisch vorhergesagt, und Hunderte davon konnten im Labor hergestellt werden. Dabei handelte es sich meist um sogenannte Van-der-Waals (vdW)-Schichtkristalle.

Graphen und die meisten anderen zweidimensionalen Materialien entstehen, indem sie als extrem dünne Schichten aus kristallinen Stoffen abgetragen werden. Doch bei Metallen ist das anders – ihre dicht gepackte Struktur macht es deutlich schwieriger, sie in so dünne Schichten zu zerlegen.

Ein großes Ziel der Wissenschaft war es, auch extrem dünne 2D-Metalle zu entwickeln, da diese neue physikalische Phänomene und innovative technologische Anwendungen ermöglichen könnten.

„Die Stabilität und die großen Größen dieser Materialien eröffnen viele Möglichkeiten, sie mit anderen Materialien zu kombinieren und neue elektrische oder photonische Geräte zu entwickeln“, schrieb Sanchez-Yamagishi in einem Übersichtsartikel in Nature.

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.