Nach der 320-MW-Anlage in Emden plant EWE mit dem Stromkonzern Verbund eine zweite Wasserstoffanlage mit 500 MW in Nordenham. Zwei Industriekunden stehen schon fest. Gebaut wird die neue Anlage aber nur, wenn die EU ihre Regeln ändert.
Binnen einer Woche zeigen zwei deutsche Hersteller, wie offen die Zukunft der Hochtemperatur-Elektrolyse ist: Thyssenkrupp Nucera beerdigt seine Serienfertigung, Sunfire beginnt den Bau einer neuen Testanlage. Die SOEC-Technologie steht auf dem Prüfstand.
Zwei Konzerne, zwei Elektrolyseure, eine Stadt: In einer 60.000-Einwohner-Stadt im Emsland speist RWE jetzt grünen Wasserstoff ins Netz, bp baut nebenan seine größte Anlage für den Energieträger. Zusammen entstehen hier 400 MW Elektrolyseleistung – mehr als doppelt so viel, wie Deutschland bislang installiert hat.
Trotz schleppendem Hochlauf entsteht in Deutschland schon heute das Fundament der Wasserstoffwirtschaft von 2050. Zehn Projekte von Sunfire, Siemens Energy, Lhyfe, Shell, Uniper, Ontras, EWE, Ineratec, Salzgitter und H2 Mobility zeigen, was möglich ist. Dazu geben Führungskräfte aus den Unternehmen exklusive Einblicke.
Lithium gilt als kritischstes Element der Energiewende. Doch laut einer neuen Fraunhofer-Studie könnte der stärkste Nachfrageschub ein Metall treffen, von dem weltweit nur 6,8 t pro Jahr gefördert werden. Der Grund: der Wasserstoffhochlauf.
Sie erzeugt Wasserstoff und macht ihn später wieder zu Strom: Die reversible Brennstoffzelle ist ein Multitalent der Energiewende. Koreanische Forscher konnten ihre Effizienz nun drastisch steigern.
Europas Chlorfabriken erzeugen rund fünfmal mehr Wasserstoff als alle Wasserelektrolyseure zusammen. Trotzdem wird nur ein Bruchteil davon vermarktet. Das ändert sich nun langsam.