Kolumne von Anja Robert 19.01.2026, 11:00 Uhr

Durchstarten 2026: Welche Skills Ingenieure jetzt brauchen

Ingenieurkarriere im Wandel: Welche Future Skills jetzt zählen und wie Sie 2026 gezielt Wissen, CV und Chancen ausbauen.

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Job Skills on Direction Sign - Green Arrow on a Grey Background.

Foto: PantherMedia / Ann Bastarache

Die Ingenieurinnen- und Ingenieurlandschaft verändert sich rasant. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz verschieben Rollen, transformieren Prozesse und öffnen neue Aufgabenfelder. Wer auch in Zukunft vorne mitspielen will, sollte 2026 durchstarten. Was in Zukunft wichtig sein wird, dazu gibt es aktuell zahlreiche Positionen. Zwei finde ich sehr klar und hilfreich.

VDI Young Engineers bieten Orientierung

Die VDI Young Engineers haben zum Beispiel Ende November die folgenden Kernkompetenzen für die Zukunft benannt: Kreativität, Agilität, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, Interdisziplinarität und Digitalkompetenz. Auch der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat aktuell ein Framework zu den Future Skills 2030 veröffentlicht, mit sehr ähnlichen Zukunftskompetenzen.

Schaut man etwas genauer in die Digitalkompetenzen, findet man u. a. die Themen Umgang und Einsatz von KI, Digital Literacy, Digitalisierung von Prozessen, agiles Arbeiten im digitalen Workplace. Genauen Bedarf findet man auch in Stellenausschreibungen, neben der reinen Fachlichkeit werden immer Menschen gesucht, die KI-Kompetenz, Problemlösefähigkeit, Interdisziplinarität, Agilität usw. mitbringen.

Wie sie dieses Jahr durch neue Skills ihre Zukunftschancen erhöhen

Also, Zeit für gute Vorsätze fürs neue Jahr: Füttern Sie Ihren Kopf und ihren CV. Und wie es immer so geht mit den guten Vorsätzen, die Wahrscheinlichkeit, dass man sie auch wirklich umsetzt, steigt, wenn man sie in konkrete, überprüfbare Schritte unterteilt.

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Los geht es mit klaren Ziele, überlegen Sie sich ein gezieltes Upskilling und eine Strategie, die das eigene Potenzial weiterentwickelt und sichtbar macht. Machen Sie sich selbst zum Projekt:

  1. Definieren Sie Ihr Ziel. Was möchten Sie in 2026 ausprobieren und lernen. Es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, online, kostenfrei oder auch zertifiziert an renommierten Einrichtungen wie dem VDI Wissensforum, dem Haus der Technik oder auch an Hochschulen, zum Beispiel an der RWTH Aachen. Viele Unternehmen haben auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, eine tolle Option Wissen zu sammeln und gleichzeitig Netzwerke aufzubauen. Egal ob man viel oder wenig Zeit und Geld investieren will, loslegen kann jeder.
  2. Legen Sie Ihre Ressourcen fest. Wissen sammeln braucht Zeit. Überlegen Sie sich, wie viel Zeit Sie 2026 investieren können und wollen. Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob und wie Sie unterstützt werden könnten. Fragen Sie auch bei Ihren Kolleginnen und Kollegen und im Freundeskreis nach. Es hilft, Dinge zusammen zu machen, das erhöht in der Regel die Verbindlichkeit.
  3. Überlegen Sie, wo und wie Sie das Upskilling mit Arbeitsprojekten verbinden können. Neues Wissen verankert sich besser, wenn man es anwendet. Und in der Regel macht es auch mehr Spaß, die Theorie auch anwenden zu können.
  4. Überfrachten Sie sich nicht. Sehen Sie es als Prozess, überlegen Sie, wann sie was machen können, planen Sie quartalsweise und überprüfen Sie immer wieder den Fortschritt. Füßchen vor Füßchen.

Und last, but not least sehen Sie es nicht als Last sich weiterzubilden. Es gibt eine Theorie, die besagt, dass wir Menschen uns immer dann als wertvoll empfinden, wenn wir uns als lernend empfinden.

Legen Sie los, dann wird es ein gutes Jahr.

Viel Erfolg.

Ein Beitrag von:

  • Anja Robert

    ist die Koordinatorin des Career Centers der RWTH Aachen University. Dort berät sie Studierende und Absolvierende in allen Karrierefragen. Die RWTH Aachen University ist eine der größten technischen Hochschulen Europas. In nationalen Rankings und internationalen Bewertungen belegt die RWTH Aachen University zahlreiche Spitzenplätze in der Vermittlungsfähigkeit der Absolvierenden.

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