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Additive Fertigung erobert das Schlachtfeld 01.04.2026, 10:16 Uhr

US-Kriegsministerium erhöht AM-Budget um 83%

Die zunehmenden globalen Spannungen führten in den letzten Monaten zu einem erheblichen Anstieg der Verteidigungsausgaben weltweit und machten diesen Sektor zur treibenden Kraft für das Wachstum von AM. Zu den Profiteuren zählt das US-amerikanisch-israelische Unternehmen Stratasys.

Boeing C-17 Globemaster

Die Boeing C-17 Globemaster gilt als eines der leistungsfähigsten Transportflugzeuge der Welt. Ihre maximale Nutzlast liegt bei 77,5 t. Teile des Kolosses sind additiv gefertigt.

Foto: Smarterpix / soosjozsef

In den Haushaltsprogrammen des US-Kriegsministeriums (DoW – Department of War)  spielt die additive Fertigung eine wachsende Rolle. Die einschlägigen Mittel im Haushaltsjahr 2026 stiegen im Vergleich zum Haushaltsjahr 2025 um 83 % auf 3,3 Mrd. $.

Branchenanalysten rechnen bis zum Ende des Jahrzehnts mit weiterem Wachstum, da militärische Organisationen die digitale Fertigung verstärkt für Instandhaltung, resilientere Lieferketten und Modernisierung nutzen. So setzt die US-Luftwaffe beispielsweise in allen ihren C-17-Transportflugzeugen additiv gefertigte Mikroleitbleche ein. Sie verbessern die aerodynamische Effizienz der Riesenflieger und helfen dabei, jährlich schätzungsweise 14 Mio. $ an Treibstoffkosten einzusparen.

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Stratasys bekommt Produktionsbudget in Höhe von mehreren Millionen Dollar

Profitieren vom neuen AM-Boom wird u.a. die Auftragsfertigungssparte vom US-amerikanisch-israelischen Druckerhersteller Stratasys. Sie wird künftig Bauteile für das DoW herstellen. Das Unternehmen hat sich unlängst bei einer entsprechenden Ausschreibung durchsetzen können. Das Deal-Volumen beläuft sich auf mehrere Millionen US-Dollar. Geliefert werden qualifizierte Bauteile in Serienqualität für den operativen Einsatz auf aktiven Plattformen.

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Neu gegründet: Additive Manufacturing Defence Network (AMDefNet)

Auch bei der Bundeswehr wird die additive Fertigung genutzt. Wo genau? Das hat Kapitänleutnant Sascha Hartig im VDI-Podcast „Druckwelle“ (Folge 64) erläutert. Weil das Thema gerade sehr aktuell ist und Hartig unlängst das Additive Manufacturing Defence Network (AMDefNet) mitgründete, wird er demnächst nochmal am Mikrofon sein (Folge 103). Das AMDefNet hat sich zum Ziel gesetzt, Additive Fertigung auf europäischer Ebene zu konsolidieren, Einsatzgrundsätze zu erschließen und für Militär und Einsatzkräfte verfügbar zu machen. Beide Podcast-Episoden hören Sie (bald) hier: https://druckwelle.podigee.io/

Direkt zur Folge 64 geht es hier:

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