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Grenzüberschreitende Kapitalanlagen 26.01.2026, 09:54 Uhr

Trump spült Investitionsgelder nach Deutschland

Nach Jahren mit Investitionsabflüssen verzeichnet Deutschland wieder einen Netto-Zufluss an Direktinvestitionen. Das Volumen Mittel hat sich 2025 mehr als verdoppelt. Das zeigt eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Ein Trump-Effekt: Ausländische Unternehmen verstärken ihre Investitionen in Deutschland. Hintergrund: Die Rahmenbedingungen hier gelten als vergleichsweise berechenbar. Foto: smarterpix / kittyfly

Ein Trump-Effekt: Ausländische Unternehmen verstärken ihre Investitionen in Deutschland. Hintergrund: Die Rahmenbedingungen hier gelten als vergleichsweise berechenbar.

Foto: smarterpix / kittyfly

Zum ersten Mal seit vielen Jahren haben ausländische Unternehmen mehr Kapital in Deutschland investiert, als deutsche Unternehmen im Ausland angelegt haben. Nach einer IW-Schätzung auf Basis von Bundesbank-Zahlen überstiegen die Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen im Jahr 2025 die Abflüsse um rund 10. Mrd. €. Abgesehen von der Sondersituation des ersten Corona-Jahrs ist es das erste Mal seit 2003. Im Schnitt der Jahre 2000 bis 2024 flossen dagegen netto rund 25 Mrd. € im Jahr aus Deutschland ab.

Seit vielen Jahren mal wieder ein positives Saldo: Es floss mehr Investitionskapital nach Deutschland rein, als es abfloss. Grafik: Deutsche Bundesbank / Institut der deutschen Wirtschaft

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Insgesamt investierten ausländische Unternehmen im Jahr 2025 hochgerechnet 96 Mrd. € in Deutschland. Das entspricht mehr als einer Verdopplung gegenüber den 43 Mrd. € des Vorjahrs. Deutsche Unternehmen investierten im gleichen Zeitraum rund 86 Mrd. € im Ausland – ein wohl auch wegen der heimischen Wirtschaftsschwäche leicht unterdurchschnittlicher Wert: Im Schnitt lagen die deutschen Auslandsinvestitionen seit der Jahrtausendwende bei rund 95 Mrd. €.

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Berechenbarkeit für ausländische Unternehmen attraktiv

Dennoch ist die Entwicklung ein positives Signal. „In einer immer unsichereren Welt zählt Berechenbarkeit mehr als früher“, sagt IW-Handelsexperte Jürgen Matthes. Donald Trumps fortwährende und erratische Drohungen dürften dagegen nicht nur den Partnern, sondern auch der US- Wirtschaft schaden. „Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit werden im globalen Wettbewerb zum Standortvorteil für Deutschland.“ Dazu komme, dass Deutschland auch als Forschungsstandort hochattraktiv bleibe.

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