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ChatGPT, Claude, Copilot & Co stehen fast alle Türen auf 08.06.2026, 11:00 Uhr

Verarbeitendes Gewerbe: Nur 8 % der Firmen verbieten generative KI

Das ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) hat untersucht, ob die Mitarbeitenden in der deutschen Informationswirtschaft und im Verarbeitenden Gewerbe generative KI nutzen dürfen.

humanoider Roboter und Arbeiter blicken auf einen Bildschirm

Generative KI wird in fast allen Betrieben des Verarbeitendes Gewerbe mindestens toleriert.

Foto: smarterpix / BiancoBlue

Ein großer Teil der Unternehmen in der deutschen Informationswirtschaft und im Verarbeitenden Gewerbe stellt generative KI-Anwendungen wie ChatGPT, Copilot oder Gemini für die Belegschaft zur Verfügung. Nur die wenigsten Unternehmen verbieten hingegen deren Einsatz: in der Informationswirtschaft sind es 4 %, im Verarbeitenden Gewerbe 8 %. Das zeigt eine aktuelle repräsentative ZEW-Befragung unter rund 1 500 Unternehmen.

„In der Informationswirtschaft stellen derzeit fast 60 % der Unternehmen generative KI-Anwendungen für ihre Belegschaft gezielt zur Verfügung und unterstützen damit aktiv die Nutzung der neuen Technologie. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt dieser Anteil bei 30 %“, sagt Co-Studienautor Dr. Daniel Erdsiek aus dem ZEW-Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“.

Bereitstellung und Vorgaben zur Nutzung generativer KI-Anwendungen in Unternehmen. Foto: ZEW

„Trotz ihrer ausgesprochen hohen Leistungsfähigkeit zeichnet sich generative KI im Gegensatz zu vielen früheren digitalen Technologien durch eine deutlich niedrigere Einstiegshürde aus. Denn bis vor einigen Jahren mussten Unternehmen üblicherweise hohe Investitionen tätigen, um neue digitale Technologien in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren. Dadurch hatten Unternehmen eine deutlich stärkere Kontrolle darüber, welche Technologien durch die eigene Belegschaft genutzt werden. Heutzutage können Mitarbeitende allerdings meist auch auf eigene Faust generative KI-Tools für ihre Arbeit nutzen“, sagt Dr. Thomas Niebel, ebenfalls Co-Autor aus dem ZEW-Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“.

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Unternehmen ohne eine gezielte Bereitstellung generativer KI müssen auf diese ungewohnte Ausgangslage reagieren. In der Informationswirtschaft erlauben insgesamt 16 % der Unternehmen explizit die Nutzung generativer KI, ohne diese selbst bereitzustellen. Im Verarbeitenden Gewerbe gilt dies für 23 %. Der Anteil an Unternehmen ohne klare Vorgaben, die aber den Einsatz generativer KI grundsätzlich tolerieren, fällt im Verarbeitenden Gewerbe fast doppelt so hoch aus wie in der Informationswirtschaft (22 % beziehungsweise 39 %). Nur sehr selten hingegen untersagen Unternehmen den Einsatz generativer KI vollständig.

Größere Unternehmen fördern KI-Einsatz häufiger

Inwiefern der Einsatz generativer KI institutionell gefördert wird, hängt auch mit der Unternehmensgröße zusammen. Gerade Unternehmen ab 100 Beschäftigten fördern den Einsatz generativer KI gezielt, indem sie entsprechende Tools zur Verfügung stellen (87 % in der Informationswirtschaft; 65 % im Verarbeitenden Gewerbe).

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„Bei der Bereitstellung generativer KI setzen Unternehmen insbesondere auf Lizenzen und Pro-Accounts für kommerzielle Anbieter. Etwas seltener kommen hingegen Open-Source-Anwendungen zum Einsatz. Generative KI-Anwendungen, die mit eigenen Unternehmensdaten angereichert wurden, sind gegenwärtig noch recht wenig verbreitet. Lediglich in großen Unternehmen der Informationswirtschaft werden solche Anwendungen häufiger zur Verfügung gestellt“, so Erdsiek.