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Stecker aus dem Drucker 31.03.2026, 11:00 Uhr

Additive Fertigung: Harting eröffnet 3-D-Druck-Zentrum in Rahden

Harting, ein weltweit führender Anbieter industrieller Verbindungstechnik, baut ein 3-D-Druck-Kompetenzzentrum auf. Neben Prototypen sollen dort auch Serienteile entstehen.

Fünf Männer stehen nebeneinander vor dem Eingang eines Fertigungsraums und durchschneiden ein gelbes Band zur Eröffnung des Kompetenzzentrums. Drei tragen schwarze Hemden mit Harting-Logo, einer ein dunkelblaues Hemd, einer einen blauen Anzug mit Krawatte. Im Hintergrund sind 3D-Drucker und technische Anlagen zu erkennen.

Neuer Kompetenzstandort: Der Banddurchschnitt markiert die Eröffnung des Center of Competence Additive Manufacturing im Werk Rahden. (v.l.n.r.: Frank Steinhauer, David Kirsch, Jörn Held, Heinz-Peter Einhoff und Marius Krato).

Foto: Harting Stiftung & Co. KG

Die Harting Technologiegruppe baut ihre Kompetenzen im 3-D‑Druck aus. Mit der Eröffnung des „Center of Competence Additive Manufacturing“ im Werk Rahden schafft das Unternehmen einen zentralen Ort, AM-Technologien (Additive Manufacturing) zu erproben, anzuwenden und weiterzuentwickeln. Mit dem neuen Kompetenzzentrum setzt Harting nach eigenen Angaben globale Maßstäbe für die additive Fertigung. Standards, Methoden und technologische Themen werden von Rahden aus entwickelt und weltweit in die Organisation getragen.

Verteilt über den gesamten Globus engagieren sich bei Harting zirka 6 100 Mitarbeitende in 42 Vertriebs-, 14 Produktions- und sieben Entwicklungsstandorten. Harting Connectivity-Lösungen kommen zur Übertragung von Daten, Signalen und Energie in zahlreichen Industriebranchen zum Einsatz.

Mehrere AM-Verfahren sollen genutzt werden

Im neuen Center of Competence Additive Manufacturing stehen unterschiedliche 3-D‑Druck‑Verfahren und Materialien im Fokus. Sie kommen vom Prototyping bis hin zu ersten Anwendungen in der Serienfertigung zum Einsatz. Anhand von Musterbauteilen und konkreten Praxisbeispielen wird gezeigt, wie additive Fertigung etwa in der Produktentwicklung, bei Fertigungshilfsmitteln oder für spezielle interne Bauteile genutzt wird.

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Jörn Held, Experte im Bereich Industrial Engineering New Technologies bei Harting, erläutert: „Durch den gezielten Ausbau der additiven Fertigungskompetenz stärken wir unsere Innovationskraft, erhöhen die technologische Unabhängigkeit und schaffen die Grundlage für neue Produktlösungen und zukunftsfähige Fertigungsprozesse.“

Entwicklungszeiten sollen verkürzt werden

Der systematische Aufbau von Know-how ist dabei entscheidend. Anders als bei konventionellen Verfahren sind Konstruktion, Werkstoffauswahl und Produktionsprozess im 3-D‑Druck eng miteinander verzahnt. Eigene Kompetenz ermöglicht es, Bauteile gezielt für additive Verfahren auszulegen, Designfreiheiten sinnvoll zu nutzen und reproduzierbare Qualität sicherzustellen. Additive Fertigung eröffnet Harting neue Spielräume für Innovation und Effizienz: Entwicklungszeiten lassen sich verkürzen, Varianten flexibler umsetzen und Prozesse agiler gestalten.

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Auch Heinz-Peter Einhoff, Global Director Center of Excellence Industrial Engineering, unterstreicht die Bedeutung des neuen Kompetenzzentrums: „Hier in Rahden bündeln wir Know-how, um additive Fertigung gezielt in industrielle Anwendungen zu überführen und globalen Mehrwert zu schaffen.“