Die CIM GmbH und die TU München entwickeln intelligente Lagersoftware 17.05.2021, 10:00 Uhr

Das selbstlernende Warehouse-Management-System kommt

„SeSoGEN – Entwicklung einer selbstlernenden Software zur Generierung intelligenter Einlagerungsstrategien auf Basis neuronaler Netze“ ist der offizielle Titel des Forschungsvorhabens der CIM GmbH und der TU München. Im Rahmen dieses Projekts entwickeln die beiden Forschungspartner ein Lagerverwaltungssystem, das Lagerprozesse auf Basis künstlicher Intelligenz unabhängig optimiert.

Papierblock und Bleistift haben im Lager ausgedient. Forschungspartner aus Industrie und Wissenschaft arbeiten momentan bereits an einer selbstlernenden Lagerverwaltung. Foto: Panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

Papierblock und Bleistift haben im Lager ausgedient. Forschungspartner aus Industrie und Wissenschaft arbeiten momentan bereits an einer selbstlernenden Lagerverwaltung.

Foto: Panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

Das definierte Projektziel ist die Entwicklung einer selbstlernenden Speichersoftware, die unabhängig voneinander intelligente Speicherstrategien auf Basis neuronaler Netze generiert. Mit dieser neuen Methode zur Prozessoptimierung können Einlagerung und Auslagerung logisch kombiniert werden. „Aktuell ist es so, dass in Lagerverwaltungssystemen manuell Einlagerungsstrategien anhand bestimmter Artikelparameter wie Höhe, Breite, Haltbarkeit etc. im Lager fixiert werden. Dadurch wird den Artikeln ein manchmal suboptimaler Lagerort zugewiesen, was zu einer ineffizienten Ausnutzung des Lagers und der zugrunde liegenden Prozesse führen kann“, weiß Daniel Wöhr, Projektverantwortlicher für das ZIM-Projekt bei der CIM GmbH.

Die lernende Lagerverwaltung

Sein Unternehmen und die TU München wollen als Forschungspartner einen neuen Weg zur Optimierung des Lagerprozesses eröffnen: Das Lagerverwaltungssystem lernt aus den Daten der Ein- und Auslagerungen, um den Lagerprozess zu optimieren und so auch die Auslagerung zu erleichtern. Die Software kann zuvor nicht realisierte Strategien unabhängig entwickeln und ändern, um beispielsweise kurze Entfernungen und eine optimale Lagernutzung sicherzustellen. „Wir freuen uns auf ein neues Projekt mit unserem langjährigen Forschungspartner und sind überzeugt, dass die geplante Lösung großes Optimierungspotenzial auch über die Ein- und Auslagerung hinaus besitzt“, blickt Johannes Fottner, Leiter des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik der TU München, voraus. Experten des „Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand“ (ZIM) stimmten dieser Ansicht offenbar zu und genehmigten die Finanzierung des Projekts.

Finanzierungsprogramm für Technologie

ZIM ist eines der beliebtesten Forschung-&-Entwicklungs-Förderprogramme in Deutschland. Dieses landesweite offene Finanzierungsprogramm für Technologie und Niederlassungen zielt darauf ab, die Innovationsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern und damit die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen zu erhöhen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) hat 2008 erstmals den ZIM-Plan angekündigt. Nach Angaben von BMWI wurden von 2008 bis Mitte 2018 insgesamt 40 500 Projekte genehmigt und den Unternehmen Zuschüsse in Höhe von insgesamt 5,5 Mrd. Euro gezahlt (Stand 31. Dezember 2019). Eine Förderung erhielten die Projekte von Unternehmen, Kooperationsprojekte mit Forschungseinrichtungen oder anderen Unternehmen und Netzwerkkooperationsprojekte.

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Von AB

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