Heiztechnik 01.05.2016, 00:00 Uhr

Mehrstufiger Verteiler gegen hydraulische Fehlfunktionen

Eine effiziente Wärme- und Kälteversorgung erfordert in Objekten wie Verwaltungsgebäuden, Einkaufszentren oder in der Produktion eine funktionierende Anlagenhydraulik. Auf der IFH/Intherm 2016 wurden die Einsatzmöglichkeiten eines patentierten Sammel- und Verteilsystems für die einfache Einbindung unterschiedlicher Systemkreise am Beispiel von Referenzobjekten aus den Bereichen Industrie, Klinikbauten, Banken und Gewerbe gezeigt.

Das Zortström Sammel- und Verteilsystem führt die Kreise von Wärme- oder Kälteerzeugern und von Abnehmerkreisen mit jeweils unterschiedlichen Systemtemperaturen auf einem hydraulischen Nullpunkt zusammen und bewirkt insgesamt eine funktionierende Anlagenhydraulik. Bild: Zortea Gebäudetechnik GmbH

Das Zortström Sammel- und Verteilsystem führt die Kreise von Wärme- oder Kälteerzeugern und von Abnehmerkreisen mit jeweils unterschiedlichen Systemtemperaturen auf einem hydraulischen Nullpunkt zusammen und bewirkt insgesamt eine funktionierende Anlagenhydraulik. Bild: Zortea Gebäudetechnik GmbH

Das Zorström Sammel- und Verteilsystem des österreichischen Hydraulikspezialisten Zortea ermöglicht z. B. in Industrieunternehmen wie dem Backwarenhersteller Ölz die effiziente Nutzung von Abwärme. In großen Verwaltungsgebäuden wie der Europäischen Zentralbank in Frankfurt bilden Zortström-Verteiler das hydraulische Herzstück der Heiz- und Kühlkreise.

Vereinfachte Anlagenhydraulik durch mehrere Temperaturstufen

Die Hauptfunktionen der Zortström-Technologie sind die temperaturgenaue Versorgung unterschiedlicher Wärmeerzeugungs- und Abnehmerkreise mit ihren spezifischen Systemtemperaturen sowie die hydraulische Entkopplung.

Die generell anlagenspezifisch dimensionierten und gefertigten Zortström-Verteiler ermöglichen darüber hinaus die Einbindung von Anlagenteilen und Kreisen mit unterschiedlichen Systemtemperaturen oder die Optimierung von BHKW-Laufzeiten. Ohne aufwendige Regelungstechnik kann so beispielsweise die aus einer Kälteerzeugung anfallende Abwärme unmittelbar für Niedertemperaturheizkreise weiterverwendet werden.

„Komplizierte Hydraulikschaltungen führen in Anlagen mit unterschiedlichen Temperaturanforderungen dazu, dass sich die Hydraulik selbst sabotiert“, sagt Rembert Zortea, Entwickler und Hersteller der mit Innovations- und Umweltpreisen ausgezeichneten Zortström-Technologie. Die Einfachheit des Zortström-Prinzips sorgt bei komplexen Anlagenkonstellationen für eine ausgeglichene Anlagenhydraulik, indem das Sammel- und Verteilsystem anstelle von nur zwei Temperaturstufen bis zu fünf und mehr unterschiedliche Systemtemperaturen verwaltet.

Entkopplung durch Verteilervolumen vermeidet hydraulische Fehlfunktionen

Neben einer störungsfrei arbeitenden Anlagenhydraulik bewirkt die Zortström-Technologie auch erhebliche Einsparungen bei den Pumpenleistungen. Die Umwälzpumpen der einzelnen Heiz- oder Kühlkreise fördern aus dem Verteilervolumen eines Zortström nur den tatsächlich benötigten Massenstrom, weil durch die hydraulische Entkopplung keine Druckunterschiede zwischen benachbarten Verteilerabgängen ausgeglichen werden müssen. Der Unterschied zu konventionellen balkenförmigen Verteilern zeige sich nach Informationen des Herstellers vor allem bei drehzahlgeregelten Pumpen mit digitaler Anzeige der Leistungsaufnahme. Durch den mehrstufigen Aufbau mit mehreren Temperaturzonen ermöglicht die Zortström-Technologie die einfache Einbindung vom Hochtemperatur-Wärmeerzeugerkreis über Solar- oder Abwärme-Einspeisung und Niedertemperaturkreise bis zu Rückläufen mit niedriger Temperatur für Brennwertnutzung oder BHKW-Betrieb.

Von Zortea