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Das ist die Zukunft: KI in Industrie und Fertigung

08. Februar 2023

Ein Schwerpunkt auf der Hannover Messe ist künstliche Intelligenz. Ohne KI wird es in Industrie und Fertigung in Zukunft nicht gehen, sind sich Branchenkenner einig. Die Unternehmen müssen sich darauf einstellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
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Durch ChatGPT ist künstliche Intelligenz in das Bewusstsein von Millionen von Menschen gerückt, denn plötzlich konnte jeder testen, was damit alles gemacht werden kann. Die Ergebnisse sind erstaunlich, doch noch nicht völlig ausgereift. Auch auf der Hannover Messe 2023 ist KI ein wichtiges Thema, zwar nicht in Form des genannten Sprachmodells, jedoch als Tool, das die Fertigung auf eine neue Ebene heben kann und wahrscheinlich auch wird. Es gilt als sicher, dass KI die Industrie und Fertigung erobert, wer da nicht am Ball bleibt, läuft Gefahr, von den anderen abgehängt zu werden. Die Messe bietet deshalb spezielle Guided Tours, ein eigenes Diskussionsformat und viele Aussteller, die KI-Tools und Use Cases zeigen – von der Robotik bis zur Produktionszelle.

„Vermasselt es nicht“

Mit KI lassen sich Prozesse optimieren und simulieren, sie hilft beim Testing und in der Produktentwicklung. Es gibt somit zahlreiche Anwendungsfälle in Industrie und Fertigung. Wer wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss in Zukunft die künstliche Intelligenz nutzen, so die Meinung von Branchenexperten. Prof. Dr. Sepp Hochreiter von der JKU Linz mahnt in Richtung Industrie: „Vermasselt es nicht.“ KI in der Industrie oder in der Fertigung unterscheidet sich in vielen Aspekten von anderen Branchen. Und damit ist nicht nur das Datenthema gemeint.

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Hierbei gehe es nicht allein um einen Prototyp, der sei heute schnell entwickelt, so die Experten. Die besondere Herausforderung bei industriellen KI-Projekten liegt darin, die Anwendung in eine Anlage, Produktionsstraße oder Fördertechnik zu integrieren. Die Datengewinnung und deren Verarbeitung kommt ebenfalls noch mit dazu. Per Plug & Play lässt sich die KI nur selten implementieren, es braucht daher spezielle Kenntnisse, um hier voranzukommen. Die Hannover Messe ist hier genau der richtige Anlaufpunkt. Dort treffen KI-Entwicklerinnen und -Entwickler, Software-Engineers mit Anwenderinnen und Anwendern zusammen, um gemeinsam „industrial grade AI“-Produkte oder Prozesse zu entwickeln.

Das gibt es auf der Messe in Sachen KI zu entdecken

Auf der Hannover Messe sind einige Unternehmen vertreten, die sich mit der KI in Fertigung und Industrie beschäftigen. So präsentiert zum Beispiel das Unternehmen Monolith AI am zweiten Messetag seine Lösung für die Simulation im Maschinenbau. Das geschieht im Rahmen des Industrial AI-Events auf der Industrial Transformation Stage in Halle 3. Dabei geht der Ansatz des englischen Unternehmens noch weiter als die boomende Simulationsbranche:

Durch jede durchgeführte Simulation wird ein Modell weiterentwickelt, der Maschinenbau könnte sich dadurch zahlreiche Tests sparen. Die KI macht zudem in Echtzeit und basierend auf den Echtdaten Vorschläge zu dem Produkt. Dadurch könne bis 2026 die Produktentwicklungszeit von 100.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren um 50 Prozent reduziert werden, so zumindest das ehrgeizige Ziel von Monolith AI. Auf der gleichen Veranstaltung berichtet der Maschinenbauer Hawe Hydraulik, wie er reinforcement learning nutzt und wie er die Technologie in seine Prozesse implementiert.

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3D-Modelle, die sich bewegen

Auch das kreative Arbeiten wird sich durch KI grundlegend verändert. Tools wie DALL-E sind längst in der Lage Bilder oder 3D-Objekte zu erstellen. Die Produktentwicklung wird künftig daher ganz anders verlaufen. Auf der Messe können Sie sich das beim Unternehmen Festo anschauen. Der Anbieter von pneumatischer und elektrischer Antriebstechnik arbeitet schon seit einigen Jahren im Bereich reinforcement learning für die Fertigungsprozesse. Dabei geht es nicht nur um die Erstellung von 3D-Modellen. Die Herausforderung in der Industrie: Die Produkte müssen sich bewegen können. Neben Festo, die auch ihren neuen Cobot mitbringen, widmet sich Autodesk dem Thema.

Siemens wird auf der Messe ebenfalls Einblicke in ein KI-Projekt eines Kunden gewinnen, und zwar am zweiten Messetag. Der Technologiekonzern setzt zudem auf die Bereitstellung von ML Ops. Die Ingenieurinnen und Ingenieure stellen Modelle für das maschinelle Lernen in der Produktion zuverlässig und effizient bereit und warten diese. Die Messebesucherinnen und -besucher finden auf dem Messegelände darüber hinaus weitere AI-Tools und Use-Cases, von denen sie sich inspirieren lassen können:

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  • Omron präsentiert ein Cell-Line Control System
  • Beckhoff zeigt Vision-Lösungen
  • Dürr präsentiert seine DXQanalyze-Produktfamilie

DXQanalyze soll eine umfassende Protokollierung aller verfügbaren Prozessdaten ermöglichen. Es sollen sich dadurch mögliche Qualitätsdefekte am Produkt oder eine sich abzeichnende Abnutzung der Geräte in Echtzeit erkennen lassen. Dem Hersteller zufolge nutzt das System auf einer übergeordneten Ebene verdichtete Daten, um basierend auf der dokumentierten Produktqualität Schlussfolgerungen über die Funktion einzelner Schritte entlang der Wertschöpfungskette zu ziehen.



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