Ki in der Medizin 07.05.2025, 13:00 Uhr

Erstes KI-Krankenhaus nimmt in China die Arbeit auf

Kompetenz beim Einsatz von KI in der Medizin aufbauen, darum geht es beim KI-Krankenhaus in Peking. Details wurden jetzt vorgestellt.

Künstliche Intelligenz soll im ersten KI-Krankenhaus Chinas Ärzten die Arbeit erleichtern. Langfristig soll damit dem Ärztemangel in China begegnet werden.  Foto: PantherMedia / phonlamai

Künstliche Intelligenz soll im ersten KI-Krankenhaus Chinas Ärzten die Arbeit erleichtern. Langfristig soll damit dem Ärztemangel in China begegnet werden.

Foto: PantherMedia / phonlamai

Eigentlich war die Inbetriebnahme des ersten KI-Krankenhauses in China bereits für die zweite Jahreshälfte 2024 angekündigt. Vollmundig hieß es in einer ersten Meldung im Mai 2024, dass dort 14 KI-Ärzte und 4 Krankenpflegekräfte täglich bis zu 10.000 Patienten behandeln sollen. KI solle dabei z. B. die Aufgaben der Ärzte bei der Diagnose übernehmen. Nach ersten Berichten seien die KI-Ärzte so gut, dass sie im US-Zulassungsexamen für Ärzte 93,06 % der gestellten Aufgaben lösen konnten.

AI Agent Hospital in Peking integriert KI im Krankenhaus

Am 26. April wurde das AI Agent Hospital offiziell eingeweiht und Details bekannt gegeben. Das Konzept dahinter stammt von der Tsinghua Universität, einer der renommiertesten Universitäten Chinas mit Sitz in Peking. Besonders stark engagiert sich die Universität bei der Entwicklung der medizinischen Disziplinen. Dazu zählt auch die Grundlagenforschung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Laut Tsinghua-Präsident Li Luming dient das Tsinghua AI Agent Hospital dazu, die Stärken der Universität in Wissenschaft und Technik für den Fortschritt der Medizin zu nutzen.

Laut Huang Tianyin, Dekan der medizinischen Fakultät der Tsinghua-Universität, soll der Ansatz Herausforderungen wie dem Mangel an Allgemeinmedizinern in ländlichen und unterversorgten Gebieten begegnen. Von der Universität heißt es zum KI-Krankenhaus: „Das Projekt zielt darauf ab, künstliche Intelligenz in das Design und den Betrieb von Krankenhaussystemen zu integrieren.“ Intelligente Software-Agenten sollen dazu im Kern des Systems eingebettet werden. Sie sollen die Ärzte im ersten Schritt bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Pekinger Tsinghua Universität verbindet Krankenhaus und Internet-Klinik

Dazu werde das KI-Krankenhaus zunächst in Partnerschaft mit dem Pekinger Tsinghua Changgung-Krankenhaus und dem angeschlossenen Internet-Krankenhaus arbeiten. Die Dienstleistungen, in denen die KI erprobt wird, sollen dabei die Bereiche Allgemeinmedizin, Augenheilkunde, Radiologie und Atemwegsversorgung umfassen.

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Später plant die Tsinghua Universität das Modell auszuweiten und ein Ökosystem „KI + Gesundheitswesen + Bildung + Forschung“ aufzubauen. Damit will die Einrichtung den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen in China erweitern. Ein Schwerpunkt der Initiative soll dabei die Ausbildung einer neuen Generation von „KI-kollaborierenden Ärzten“ sein. Diese würden für die Zusammenarbeit mit KI-Systemen im klinischen Umfeld ausgebildet, heißt es.

Der Ansatz zeigt, dass es also zumindest kurzfristig nicht darum geht, ganz auf menschliche Ärzte zu verzichten.

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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