Abschlussmeldung Formnext 21.11.2022, 15:15 Uhr

Messe für Additive Fertigung zieht positive Bilanz

Formnext nahezu auf Vor-Corona-Niveau – Studie von Essentium zeigt: Wechsel zur hybriden additiven Fertigung bringt Wettbewerbsvorteil

Die Formnext 2022 hat die Messemetropole Frankfurt vier Tage lang zur Hauptstadt des weltweiten industriellen 3D-Drucks gemacht. Foto: Mesago/Mathias Kutt

Die Formnext 2022 hat die Messemetropole Frankfurt vier Tage lang zur Hauptstadt des weltweiten industriellen 3D-Drucks gemacht.

Foto: Mesago/Mathias Kutt

Die Formnext, die Messe für Additive Fertigung und moderne Produktion, konnte mit der Zahl von 802 Ausstellern (2021: 606) und einer Brutto-Ausstellungsfläche von 51.148 m2 nahezu das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreichen. Dies hat die Mesago Messe Frankfurt GmbH, Veranstalter der Formnext, im Anschluss an die Messe mitgeteilt. Auch der Zuwachs von 65,6 % an Fachbesuchern auf 29.581 (2021: 17.859) zeige die Begeisterung für persönliche Begegnung und Austausch. Diese Ergebnisse untermauern die beeindruckende Erfolgsgeschichte in diesem achten Messejahr, heißt es weiter.

Niveau der Vor-Corona-Zeit erreicht

„Wir sind stolz, dass wir mit der Formnext wieder das beeindruckende Niveau der Vor-Corona-Zeit erreicht haben“, so Sascha F. Wenzler, Vice President Formnext beim Veranstalter Mesago. „Damit stellen wir einmal mehr unter Beweis, wie wichtig die Formnext als weltweit führende Plattform der AM-Welt ist und dass persönliche Begegnungen unerlässlich für die weitere Entwicklung unserer hochinnovativen Branche sind.“

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Mit Besuchern aus 96 Nationen und einem außergewöhnlichen Anteil internationaler Besucher (51 %) und Aussteller (58 %) habe die Formnext ihre weltweit führende Position als Leitmesse der Additiven Fertigung und der modernen industriellen Produktion erneut unter Beweis gestellt.

Aussteller äußern sich zufrieden

Wie der Veranstalter ausführt, wurde die Besucherfrequenz und die hohe Qualität der Gespräche auch von den Ausstellern gelobt: „Die Formnext ist immer wieder ein Ideenpool, wo man sich gegenseitig beflügelt. Wir hatten eine Vielzahl an Leads, sehr qualifizierte Besucher mit konkreten Projekten und gehen mit ebenso konkreten Aufträgen nach Hause.“, so Johannes Matheis, Geschäftsführer, Murtfeldt Additive Solutions GmbH.

Auch Andreas Rudolf, MDM Additive Manufacturing bei nLight zeigt sich begeistert: „Wenn man eine Messe zum Thema Additive Fertigung besuchen will, dann ist es diese. An der Formnext führt kein Weg vorbei. Alle unsere Zielgruppen unter anderem aus den Bereichen Automotive, Aerospace, Medical und Lohnfertiger waren mit bestem Personal vor Ort – neben den OEMs vor allem auch Endanwender, die für uns sonst nur schwer zu erreichen sind.“

Desktop Metal hat erstmalig auf einem europäischen Messestand ein Firmenportfolio von neun Unternehmen vereint: „Wir haben ein sehr internationales Publikum mit sehr vielen neuen Kontakten erreicht. Die Standbesucher, unter anderem Vertreter aus der Öl- und Gasindustrie, von OEMs aus der Automotive-Branche sowie von Gießereien, waren vorinformiert und kamen mit konkreten Projekten und Budgets zu uns. Es kam zu Geschäftsabschlüssen sowohl für unsere Sand-, Polymer- sowie Metallanlagen.”, berichtet Guersel Demircali, Vice President EMEA Sales Channel, Desktop Metal.

Studie über den Einsatz der industriellen additiven Fertigung

Essentium, nach eigenen Angaben ein führender Anbieter im Bereich der industriellen additiven Fertigung, hatte auf der Messe die ersten Ergebnisse einer unabhängigen weltweiten Studie über den aktuellen und zukünftigen Einsatz des industriellen 3D-Drucks bekannt gegeben. Die fünfte jährliche Studie in Folge zeigt laut Essentium, dass sich der Einsatz von AM in großem Maßstab bei 81 % der Fertigungsunternehmen im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt hat. Die Mehrheit (88 %) der Hersteller setzt demnach auf eine hybride Produktion, bei der sowohl 3D-gedruckte Teile als auch traditionell gefertigte Teile in denselben Produkten integriert werden.

Die jährliche Studie von Essentium zeigt: zertifizierte Materialien sind für 80% der Befragten sehr wichtig, wenn es um die Serienproduktion durch 3D-Druck geht. Grafik: Essentium

Die meisten Fertigungsunternehmen (96 %) gaben an, dass der 3D-Druck wesentlich zuverlässiger als vor fünf Jahren ist und es ihnen ermöglicht hat, einen Wettbewerbsvorteil auf dem Markt zu erhalten oder zu gewinnen (57 %). Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich die Nutzung von additiver Fertigung vom einfachen Prototyping hin zu folgenden Bereichen entwickelt hat:

  • Fertigungshilfsmittel und Werkzeugbau (74 %)
  • Komplexes und integriertes Prototyping (52 %)
  • Vollständige Produktionsläufe (44 %)

Die Essentium-Studie Zeigt: In den letzten 5 Jahren hat sich die Expertise im Bereich 3D-Druck sehr stark erhöht. Außerdem ist der 3D-Druck zuverlässiger geworden. Grafik: Essentium

Die Umfrage ergab außerdem, dass die wichtigsten Faktoren für die Einführung von AM in einem Unternehmen die Fähigkeit sind, die Markteinführung von Produkten wie folgt zu beschleunigen:

Verkürzung der Zeit bis zur Markteinführung (43 %)

Verbesserung der Teileleistung (37 %)

Senkung der Produktionskosten (27 %)

Überwindung von Lieferkettenproblemen (26 %)

Die Essentium-Studie zeigt auch die Optimierungs-Wünsche im Markt. So sind Post-Processing und Software noch Bereiche, die optimiert werden können. Grafik: Essentium

In den letzten fünf Jahren haben sich grundlegende Veränderungen vollzogen, welche die Einführung des 3D-Drucks in der Hybridfertigung begünstigt haben. Die Hersteller haben Fachwissen über 3D-Drucktechnologien und -prozesse erworben (43 %), die 3D-Drucktechnologie ist viel zuverlässiger [37 %], und die Unternehmenskulturen sind offener für Veränderungen und Innovationen geworden (32 %).

Dr. Blake Teipel, CEO, Essentium.

Foto: Essentium

Dr. Blake Teipel, CEO von Essentium, sagt dazu: „Wenn es um die additive Fertigung geht, hat sich die Diskussion oft darauf konzentriert, die additive Fertigung gegen die traditionelle Fertigung auszuspielen. Diese Umfrage untermauert unsere Vision, die additive Fertigung in die Werkshallen zu integrieren, damit Hersteller jeder Größe mit der Technologie der nächsten Generation auf dem globalen Markt konkurrieren können. Hybrid stellt die Zukunft der Fertigung dar, und um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten, müssen die Hersteller jetzt einsteigen, um voranzukommen.“

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Von Mesago/Essentium/Udo Schnell