Teamarbeit gefragt 18.08.2022, 15:58 Uhr

it’s OWL Makeathon: 15.000 Euro für die richtige Idee

Kreative Köpfe sollen 25 Herausforderungen von Unternehmen lösen. Insgesamt 20 Unternehmen suchen Lösungen für konkrete Probleme.

Beim it’s OWL Makeathon #zeitenwendeowl können Teilnehmende Herausforderungen von Unternehmen lösen. Die besten Ideen erhalten 15.000 Euro Preisgeld. Foto: Fraunhofer IEM / David Gense

Beim it’s OWL Makeathon #zeitenwendeowl können Teilnehmende Herausforderungen von Unternehmen lösen. Die besten Ideen erhalten 15.000 Euro Preisgeld.

Foto: Fraunhofer IEM / David Gense

Lieferengpässe, geopolitische Krisen oder der Klimawandel: Unternehmen stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Lösungen für diese Herausforderungen sollen interdisziplinäre Teams vom 21. bis 23. September beim it’s OWL Makeathon #zeitenwendeowl entwickeln. Dafür sucht das Technologie-Netzwerk it’s OWL kreative und engagierte Köpfe aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Start-ups und der Kreativszene. Wie das Netzwerk mitteilt, arbeiten die Teilnehmenden drei Tage lang in Paderborn und online an 25 Aufgaben (Challenges), die 20 Unternehmen aus Ost-Westfalen-Lippe gestellt haben. Die besten Ideen erhalten ein Preisgeld von 15.000 Euro, das von der Sparkasse Paderborn-Detmold bereitgestellt wird.

„Gerade in Krisenzeiten brauchen Unternehmen innovative Ideen, um sich für die Zukunft robust und sicher aufzustellen. Ideen dazu liefern die Teilnehmenden unseres Makeathons“, sagt Günter Korder, Geschäftsführer it’s OWL Clustermanagement GmbH. Der Spitzencluster it’s OWL organisiert den Makeathon zusammen mit seinen Initiativen KI-Marktplatz und dem Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus sowie dem Fraunhofer IEM und dem Heinz Nixdorf Institut.

Ein Makeathon ist ein Wettbewerb, bei dem Teams zusammenarbeiten, um neue Produkte oder Lösungen für bestehende Probleme zu entwickeln. Der Begriff setzt sich zusammen aus ‚make‘ (englisch für machen) und Marathon.

20 Unternehmen suchen Lösungen für konkrete Herausforderungen

Insgesamt 20 Unternehmen suchen beim Makeathon #zeitenwendeowl Lösungen für ihre konkreten Herausforderungen, heißt es weiter. Darunter sind it’s OWL Unternehmen wie Weidmüller, Miele, NTT Data Buisness Solutions, Böllhoff oder Wago.

Die Lösung der Herausforderungen (Challenges) sind in zwei Arten unterteilt: In Ideation-Challenges entwickeln die Teilnehmer:innen kreative Ideen, Konzepte und Modelle, während in Data-Challenges spezifische Programm-Codes zur Analyse und Auswertung realer Unternehmensdaten erarbeitet werden.

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Ob Lieferengpässe, geopolitische Krisen oder der Klimawandel: Die Bandbreite der Herausforderungen decke viele Aspekte ab, die Unternehmen weltweit beschäftigen. Phoenix Contact geht es darum, eine Lösung zu finden, wie in Krisenzeiten das Unternehmen einen Überblick über seine Lieferketten behalten kann. Hettich möchte die Fahrtwege seiner Mitarbeitenden klimafreundlicher gestalten. Denn schließlich würden 27 % der standortbezogenen CO2-Emissionen des Unternehmens durch eben jene Fahrtwege verursacht. Und GEA stellt sich die Frage, wie sich die unter dem Druck von Corona entwickelten Serviceleistungen des Unternehmens verstetigen lassen.

Lösungen werden in Teams erarbeitet

Konkrete Lösungen für diese und weitere Herausforderungen erarbeiten die Teilnehmer:innen in Teams. „Dafür suchen wir kreative und engagierte Köpfe: Forscher:innen, Studierende, Expert:innen und Nachwuchskräfte aus Unternehmen, Start-ups, Netzwerker:innen, und Maker, die ihre Kompetenzen und Erfahrungen einbringen. Der Makeathon soll Mut machen und die Herausforderungen der Unternehmen in Chancen umwandeln“, sagt Prof. Dr. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer it‘s OWL Clustermanagement und Direktor am Fraunhofer IEM.

Anmeldung bis zum 14. September

Interessierte können sich bis einschließlich Mittwoch, 14. September, online für den Makeathon anmelden. Dabei können sie drei Challenges auswählen, an denen sie gerne arbeiten würden, und auch Partner angeben, mit denen sie zusammenarbeiten wollen. Unter Berücksichtigung der Prioritäten werden die Teams zusammengestellt. Start des Makeathon ist der 21. September, um 9 Uhr. Drei Tage lang entwickeln die Teilnehmer:innen Ideen und arbeiten an Lösungen, die Unternehmen weiterhelfen. Die Teams werden von Expert:innen aus den beteiligten Unternehmen betreut.

15.000 Euro für die besten Ideen

Am Ende werden die Ideen von einer hochkarätigen Jury bewertet. Die Gewinner können sich über ein Preisgeld von 15.000 Euro freuen, das von der Sparkasse Paderborn-Detmold bereitgestellt wird. Die Sieger der Data-Challenge erhalten 10.000 Euro. Die Gewinner der Ideation-Challenge bekommen 5.000 Euro. Die beste Idee der Ideation-Challenge soll zudem in einem mit bis zu einer Million Euro geförderten Projekt des Spitzenclusters umgesetzt werden. Sparkassen-Vorstand Hubert Böddeker erläutert: „Damit der Mittelstand in OWL auch morgen noch wettbewerbsfähig ist, müssen wir unsere Kräfte bündeln und neue Wege gehen. Der Makeathon ist genau der richtige Ansatz dafür und wird eine Aufbruchstimmung erzeugen. Daher unterstützen wir gerne.“

Aber nicht nur wegen des Preisgelds lohnt sich die Teilnahme am Makeathon, betont it’s OWL: „Die Teams können neue Methoden der Innovationsentwicklung ausprobieren sowie Impulse und Erfahrungen für die berufliche Zukunft sammeln. Sie können interessante Unternehmen und andere Teilnehmende kennenlernen. Und natürlich ihre eigene Innovationsfähigkeit und Kreativität an spannenden Herausforderungen beweisen“, sagt it’s OWL Geschäftsführer Günter Korder.

Vom Makeathon-Sieger zum Start-up

Der it’s OWL Makeathon ist ein Erfolgsformat, heißt es weiter. Bereits 2020 veranstaltete it‘s OWL den Makeathon #horizonteOWL und suchte Ideen, wie die Wirtschaft gestärkt aus der Corona-Krise kommt. Die Gewinner-Idee war die App „ServiceNavigator“. Tritt ein Problem an einer Maschine auf, hilft die App dank einem Diagnosetool unter anderem den Fehler zu kategorisieren und bietet direkt Lösungen für das Problem an. Im Anschluss hat das Gewinnerteam die Idee mit bis zu einer Million Euro Förderung im Spitzencluster umgesetzt. Aus dem damaligen Makeathon-Sieger und dem späteren it’s OWL Projekt ist unter anderem das Start-up Findiq entstanden.

Von it’s OWL/Udo Schnell